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Ecovacs Goat G1 im Test: Mähroboter ohne Begrenzungsdraht jetzt günstiger zu haben

Der Ecovacs Goat G1 setzt auf modernste Technologien, um ohne einen Begrenzungsdraht auszukommen. (© GIGA)
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Mähroboter gibt es schon seit Jahren auf dem Markt und sie verrichten in vielen Gärten Deutschlands hervorragende Arbeit. Der größte Nachteil der alten Generation liegt im Begrenzungsdraht, der mühselig verlegt werden muss. Beim Ecovacs Goat G1 ist das überflüssig. Im Test habe ich mir angeschaut, wie gut die neue Generation von Mährobotern wirklich ist. Aktuell gibt es ihn im Angebot.

Update vom 11. Juli 2023: Im Rahmen des Prime Day 2023 gibt es den Ecovacs Goat G1 mit dickem Rabatt. Ihr könnt ihr aktuell für nur 1.549 Euro bei Amazon bekommen (bei Amazon anschauen).

ECOVACS Goat G1 Mähroboter
ECOVACS Goat G1 Mähroboter
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 17.06.2024 12:47 Uhr

Unten im Test verrate ich euch, was der Mährotober von Ecovacs drauf hat.

Originalartikel:

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Ecovacs Goat G1 im Test: Fazit

Der Ecovacs Goat G1 ist ein Mähroboter, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe. Ihr packt alles aus, verbindet die Station mit dem Strom, schaltet den Mähroboter ein, richtet die App ein, verbindet die Sender und es wird direkt gemäht. Das hat bei mir keine 20 Minuten gedauert und auf Anhieb geklappt. Einfacher geht es kaum.

Der Mähroboter kam direkt nach dem ersten Rasenschnitt des Winters zum Einsatz, wo ich den Rasen zunächst mit meinem normalen Rasenmäher auf etwa 50 mm gekürzt hatte. Danach fuhr der Mähroboter mit 35 mm los. Und es hat wunderbar geklappt. Er mäht seitdem alle zwei Tage meinen Rasen, wenn es nicht regnet. Wenn der Sensor Regen meldet, fährt er automatisch zurück in die Station. Das alles funktioniert wunderbar, auch wenn der Regensensor auf Nieselregen erst stark verzögert reagiert.

Meine Nachbarn und ich haben uns begeistert von der geringen Geräuschkulisse gezeigt. Ihr hört den Schnitt des Rasens im Grunde überhaupt nicht. Es ist nur zu hören, wie der Mähroboter fährt. Meiner Meinung nach könnte dieses Modell sogar an einem Sonntag fahren und würde niemanden stören. Hab ich natürlich nicht gemacht und zwischen 19 und 7 Uhr ist eh Tierschutzzeit.

Der Mähroboter hat nun mehrere Wochen alle zwei Tage den Rasen gemäht und das Ergebnis ist sehr gut. Dort, wo der Goat G1 gemäht hat, ist der Rasen schön grün und auf einer Höhe gewachsen. Mit meinem Rasen bin ich aktuell sehr zufrieden.

Schade finde ich nur, dass sich die Schnitthöhe nicht per App einstellen lässt. Hier müsst ihr immer zum Mähroboter selbst. Aber das passiert ja nicht so häufig. Außerdem werden die Rasenkanten nicht gut geschnitten, obwohl ich die  Einrichtung absolut präzise durchgeführt habe. Kleine Schlenker lassen sich nachträglich nicht in der App beseitigen. Der Abstand zum Rand von 10 bis 20 cm ist zu groß.

Wirklich nervig ist die blaue LED der Station. Ich hatte versucht, diese auszuschalten, doch selbst wenn der Mähroboter vollgeladen und der Wächtermodus ausgeschaltet ist, pulsiert diese helle LED vor sich hin. Da muss Ecovacs unbedingt eine Möglichkeit zum Ausschalten per Update einbauen. Auch die Bildqualität der Kamera muss deutlich besser werden.

Der Preis von 1.599 Euro für den Ecovacs Goat G1 ist zwar sehr hoch, doch ihr bekommt dafür einen der komfortabelsten Mähroboter der Welt, der zumindest in meinem kleinen Garten in den ersten Wochen gute Arbeit geleistet hat. Er ist zudem für große Gärten von bis zu 1.600 qm ausgelegt und preislich damit in der absoluten Oberklasse angesiedelt.

ECOVACS Goat G1 Mähroboter für Gärten bis 1600 qm (drahtlose Begrenzungseinstellung, AIVI 3D-Hindern
ECOVACS Goat G1 Mähroboter für Gärten bis 1600 qm (drahtlose Begrenzungseinstellung, AIVI 3D-Hindern
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 17.06.2024 12:47 Uhr

Vorteile:

  • Installation
  • Bedienung
  • Lautstärke
  • Einstellungsmöglichkeiten
  • Kameraüberwachung
  • Für große Gärten geeignet
  • Verarbeitungsqualität
  • Sprachsteuerung
  • Optionales 4G-Modem

Nachteile:

  • Schnitthöhe nur manuell verstellbar
  • LED-Licht an Station nervt
  • Bildqualität der Kamera
  • Schwächen an Rasenkanten

Einfache Installation

Die Installation des Ecovacs Goat G1 ist kinderleicht. (Bildquelle: GIGA)

Der Ecovacs Goat G1 kommt in einem riesigen Karton, was auch an der extrem großen Basisstation liegt. Diese ist fast ein Meter lang und nimmt relativ viel Platz weg auf dem Rasen. Fixiert wird die Station mit Erdschrauben. Danach wird einfach das Kabel mit dem Stromnetz verbunden. Das war es an der Station.

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Beim Mähroboter könnte es auch nicht einfacher sein. Ihr klappt die Klappe hoch, schaltet den Mähroboter mit einem längeren Druck auf den Ein-und-Aus-Schalter ein, vergebt einen PIN, nehmt die Abdeckung für die Kamera ab und schiebt den Mähroboter in die Station. Den PIN müsst ihr euch gut merken, denn der wird häufiger abgefragt.

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Danach beginnt die Einrichtung per App. Dort wird der Mähroboter direkt erkannt und ihr werdet Schritt für Schritt durch die Installation geführt. Dazu gehört beispielsweise das Aufstellen der Antenne, das Einscannen der UWB-Sender und die erste Fahrt im Garten.

Um den Garten einmal kennenzulernen, fahrt ihr den Goat G1 mit dem Handy als Fernbedienung am Rand entlang. Das funktioniert kinderleicht wie bei einem ferngesteuerten Auto. Danach lernt der Mähroboter den Garten noch einmal selbst kurz kennen und das war es. Der erste Mähvorgang kann beginnen. Hier solltet ihr aber sehr präzise arbeiten. Ich habe ihn zwei Mal einprogrammiert und hab immer noch Stellen an den Seiten, die nicht vom Gras befreit werden. Hier würde ich mir wünschen, dass sich die Karte am Handy bearbeiten lässt und der Mähroboter enge Stellen mehrfach abfährt.

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So fährt der Mähroboter durch meinen Garten:

Ecovacs Goat G1: Mähroboter ohne Begrenzungsdraht in Aktion Abonniere uns
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Umbau ist kinderleicht

Die Sender des Ecovacs Goat G1 können kinderleicht umgesetzt werden. (Bildquelle: GIGA)

Ich hatte zunächst einen der Sender zwischen meinen Obstbäumen platziert, weil ich dachte, dass das der optimale Platz wäre. Doch es hat sich herausgestellt, dass der Sender im Weg stand. Also habe ich ihn einfach aus dem Boden gedreht und am Rand meines Gartens neben der Terrasse platziert. Wenn ihr das macht, müsst ihr die Karte noch einmal neu erstellen und den Garten mit dem Mähroboter neu per Smartphone umfahren. Das wars, mehr ist nicht nötig.

Im Vergleich zu herkömmlichen Modellen, wo ihr den Draht neu verlegen müsst, wenn sich irgendwas im Garten verändert, ist das so viel einfacher und schneller. Es hätte eigentlich schon immer so sein müssen.

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Lautstärke überrascht

Der Ecovacs Goat G1 ist extrem leise unterwegs. (Bildquelle: GIGA)

Ich kenne Mähroboter, die sind wirklich laut und nervig, wenn sie im Garten herumfahren. Der Goat G1 ist überraschend leise. Auch meine Nachbarn zeigten sich positiv überrascht, dass man im Grunde nichts hört, außer dem leisen Fahrgeräusch des Antriebs. Im Vergleich zu einem klassischen Rasenmäher liegen da Welten dazwischen.

Der Goat G1 hat die ersten Rasenschnitte gut über die Bühne gebracht. Beim ersten Schnitt nach dem Winter hat man richtig gesehen, wie er sich durchgearbeitet hat. Danach wurde nur noch alle zwei Tage die Höhe gehalten. Ihr könnt einfach programmieren, wann der Mähroboter fahren soll. Ich habe Montag, Mittwoch und Samstag gewählt.

Der Regensensor an der Oberseite sorgt dafür, dass der Ecovacs Goat G1 zurück in die Station fährt, wenn es regnet. (Bildquelle: GIGA)

Wenn es regnet, dann fährt der Goat G1 direkt wieder in die Station. Das ist aktuell häufiger der Fall. Nach einem Regenfall macht er dort weiter, wo er aufgehört hat. Ihr könnt manuell festlegen, wie lange er warten soll, bis das Gras wieder getrocknet ist. Maximal sind 5 Stunden möglich. Ich hab auch bei feuchtem Rasen gemäht und das hat ganz gut geklappt.

Ganz bis an den Rand kommen die Messer des Ecovacs Goat G1 nicht. (Bildquelle: GIGA)

Mährichtung festlegen

Ihr könnt die Mährichtung des Ecovacs Goat G1 individuell einstellen. (Bildquelle: GIGA)

Was ich bei normalen Mährobotern nie mochte, war das Schnittmuster, welches wild durcheinander war. Es gab keine Struktur und man wusste im Grunde nie, wo schon gemäht wurde. Das ist beim Goat G1 anders. Er weiß durch die UWB-Sender, Kamera und GPS, wo er sich befindet. Dadurch fährt er wie bei einem Saugroboter den Rasen in Bahnen ab und erzeugt das Muster, welches ich möchte. Ihr könnt nämlich in der App festlegen, in welche Richtung die Bahnen gefahren werden.

Damit bleibt das Muster, welches ich seit Jahren in den Rasen mit dem normalen Rasenmäher eingearbeitet habe, erhalten und wird vom Goat G1 weitergeführt. Hindernisse wie Bäume sind kein Problem. Die umfährt der Mähroboter einfach selbstständig. Es darf halt nur nicht zu eng sein, dann kommt der Mähroboter nicht immer so um die Kurve, wie Randsteine verlaufen.

Umfangreiche App-Funktionen

Wenn ihr die App öffnet, werden die wichtigsten Informationen des Ecovacs Goat G1 angezeigt. (Bildquelle: GIGA)

In der Ecovacs-App könnt ihr den Goat G1 nicht nur sehr einfach einrichten, sondern auch alles steuern und verschiedenste Funktionen aufrufen. Dazu gehört als Basis der Start eines Mähvorgangs oder die Planung von automatischen Mähvorgängen. Es wird angezeigt, dass „Regenschutzzeit“ besteht oder „Tierschutzzeit“. In der Zeit könnt ihr den Mähroboter nicht mehr starten. Nur wenn ihr die Funktionen ausschaltet, dann geht das.

Ihr habt viele Einstellungsmöglichkeiten beim Ecovacs Goat G1. (Bildquelle: GIGA)

Zudem könnt ihr diverse Einstellungen vornehmen. Dazu gehören die Mäh-Effizienz, Mährichtung, der Ladestationswächter, die Hindernisvermeidung und Laborfunktionen. Darunter ist beispielsweise eine KI-Erkennung von Tieren am Tage wie Katzen, Igel oder Hunden, aber auch von Schläuchen. Ihr könnt außerdem einen sicheren Modus aktivieren, der die Messer stoppt, wenn Menschen in der Nähe sind. Das ist bei Kindern sehr praktisch, da so die Gefahr einer Verletzung minimiert wird. Auch Sprache und Lautstärke können individuell angepasst werden.

Im Protokoll könnt ihr euch anschauen, wie gemäht wurde. Außerdem trackt der Mähroboter die Verschleißteile, sodass ihr immer genau wisst, wann ihr beispielsweise die Klingen austauschen müsst. Ihr könnt die Signalstärke zu den UWB-Sendern, dem WLAN, per Bluetooth und zum optionalen LTE-Modem prüfen. Wenn ihr den Goat G1 mal im großen Garten verloren habt, dann könnt ihr ihn nach euch rufen lassen.

Der größte Nachteil der App ist die Performance und Stabilität. Ich habe den Mähroboter vor dem Marktstart erhalten und es kann mit der Zeit noch nachgebessert werden. Doch wenn ich beispielsweise eine Meldung von einer Person bekomme, die sich in meinem Garten bewegt, dann gehe ich auf die Benachrichtigung und es passiert nichts. Die App öffnet sich komplett in Schwarz. Hier muss also noch nachgearbeitet werden.

Überwachung des Gartens

Die Bildqualität der Überwachungskamera des Ecovacs Goat G1 ist eher mäßig. (Bildquelle: GIGA)

Der Ecovacs Goat G1 verfügt über einen Wächtermodus, der einen Bereich von 7 Metern um den Mähroboter überwacht. Dazu wird die oben verbaute Kamera verwendet. Die Erkennung von Menschen funktioniert ganz gut, doch die Bildqualität ist sehr schlecht.

Praktisch ist aber in jedem Fall, dass ihr so den Garten etwas überwachen könnt, selbst wenn ihr nicht da seid. Immer wenn sich eine Person nämlich nähert, bekommt ihr eine Benachrichtigung und ein Bild wird gemacht. Die Qualität müsste halt nur besser sein, damit man auch etwas erkennt.

Was ist mit den Rasenkanten?

Obwohl ich mit dem Ecovacs Goat G1 am Rasenkantenstein langgefahren bin, lässt er den Bereich frei. (Bildquelle: GIGA)

Genau wie bei einem normalen Rasenmäher erfasst der Mähroboter die Rasenkanten nur bedingt. Beim Übergang zur Terrasse funktioniert das zwar relativ gut, doch die Randsteine werden mit einem viel zu großen Respektabstand abgefahren. Ich werde also wie bisher nicht komplett ohne Rasentrimmer auskommen. Macht in meinen Augen aber auch nichts, denn den größten Teil der Arbeit übernimmt der Mähroboter für mich. Trotzdem könnte der Mähroboter in meinen Augen auch hinter den Bäumchen langfahren. Immerhin habe ich in per App auch dort durchgefahren.

Auch um die Station des Ecovacs Goat G1 bleibt der Rasen stehen. (Bildquelle: GIGA)

Ich muss zugeben, dass ich einen sehr einfach aufgebauten Garten habe. Da ich damals schon beim Anlegen wusste, dass ich irgendwann einen Mähroboter haben will, ist kaum etwas im Weg. Er hat hier also leichtes Spiel. Trotzdem kam es auch ab und zu vor, dass er einen Blumenkübel umgeworfen hat.

Plötzlich hatte der Mähroboter keine Lust mehr, nachdem er einen Blumenkübel umgestoßen hat. (Bildquelle: GIGA)

Danach bliebt der Mähroboter auch einfach stehen und hat die WLAN-Verbindung verloren. Ich musste also hin und ihn manuell in die Ladestation schieben. Das ist aber nur einmal passiert.

Sind Mähroboter ohne Begrenzungsdraht die Zukunft?

Der Ecovacs Goat G1 kommuniziert mit den Sendemasten per UWB. (Bildquelle: GIGA)

Eindeutig ja. So gut wie alle negativen Punkte, die ich hier genannt habe, lassen sich mit Software-Updates beheben. Das Bearbeiten der Karte beispielsweise kann nachträglich hinzugefügt werden, damit man besser an die Randsteine kommt. Die Bildqualität der Kamera könnte sicher auch optimiert wird. Die Erkennung muss aber besser werden. Einen Abstand von 10 bis 20 cm zum Rand, obwohl man vorher mit dem Handy dort langgefahren ist, sind einfach zu viel. Besonders wenn das Gerät so viele Sensoren und Kameras hat.

Der Begrenzungsdraht war der alte Standard und für mich ist das jetzt der neue Standard. Es ist einfach so viel besser, jederzeit einfach etwas verändern zu können, ohne gleich einen Draht ausbuddeln und neu verlegen zu müssen. Für einen kleinen Garten wie meinen wäre mir der Preis aber zu hoch. Bei großen und komplizierten Gärten ist diese Lösung perfekt.

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