Der Notenschlüssel bestimmt, ab welcher Punktzahl welche Note in einer Klausur oder Klassenarbeit vergeben wird. Wie ihr euren eigenen Notenschlüssel erstellt, zeigen wir euch hier.

Was ist ein Notenschlüssel?

Notenschlüssel findet man am Anfang von niedergeschriebenen Musikstücken. Es gibt aber auch einen Notenschlüssel, anhand dessen Lehrer, Dozenten und Tutoren festlegen und bestimmen, ab welcher Punktzahl welche Note für eine Klausur vergeben wird. Dieser Notenschlüssel lässt sich nach eigenen Wünschen berechnen.

Wie Studenten/Schüler hingegen ihren Notendurchschnitt berechnen, zeigen wir hier:

Linearen Notenschlüssel berechnen

Ein linearer Notenschlüssel gibt eine Notenskala an, deren Noten immer den gleichen Abstand haben. Angenommen in einer Arbeit lassen sich maximal 100 Punkte erreichen. Der zugehörige lineare Notenschlüssel für die Noten 1 (Sehr gut) bis 6 (Ungenügend) sieht dann so aus:

PunkteNote
85 bis 1001
68 bis 842
51 bis 673
34 bis 504
17 bis 335
0 bis 166

Mathematisch rechnet man 100 Punkte ÷ 6 Noten = 16,7. Daraus ergeben sich die sechs Notenstufen in 16er-Schritten. Hier findet ihr einen Notenschlüssel-Rechner, den ihr selbst einstellen könnt. Das Ergebnis lässt sich als CSV- oder Excel-Tabelle speichern und ausdrucken.

Notenschlüssel mit Knick und Sockel berechnen

Angenommen, ihr möchtet einen Notenschlüssel entwerfen, der anders als der lineare Notenschlüssel (siehe oben) ab 34 von 100 Punkten noch die Note 3 statt der Note 4 vergibt. Dafür braucht ihr:

  • die maximal erreichbare Punktzahl: beispielsweise 100.
  • die beste und schlechteste Note: beispielsweise 1 (Sehr gut) bis 6 (ungenügend).
  • der Knick in Prozent gibt den Prozentsatz der Punktzahl an, bei der eine bestimmte Note (meistens die 4 = ausreichend) vergeben werden soll. Beispielsweise bei 50 Prozent.
  • der Sockel gibt an, ab welcher Punktzahl ihr die schlechteste Note (Sockel unten) oder die beste Note (Sockel oben) vergeben wollt.
Eine Notenskala mit Sockel unten und Sockel oben. Bildquelle: lehrerfreund.de
Eine Notenskala mit Sockel unten und Sockel oben. (Bildquelle: lehrerfreund.de)

Beispiel:

  • In unserem Beispiel soll eine Klassenarbeit maximal 100 Punkte haben.
  • Die beste Note ist eine 1, die schlechteste Note ist eine 6.
  • Die Notenskala besteht aus Drittelnoten (1.0, 1.3, 1.6, …).
  • Die Beste Note wird ab 91 Punkten vergeben – also ab den oberen 10 Prozent (Sockel oben).
  • Die schlechteste Note wird bei wenn weniger als 10 Punkten vergeben – also wenn man weniger als 10 Prozent der Punkte erreicht (Sockel unten).
  • Ab 50 Prozent der maximalen Punkte (hier: 50 Punkte) hat man bestanden und erhält eine 4.0 (Knick).

Diese Werte tragt ihr in einen Notenschlüssel-Rechner ein:

Daraus ergibt sich folgender Notenschlüssel:

Erreichte PunkteNote
91 bis 1001,0
88 bis 901,3
83 bis 871,6
78 bis 822,0
73 bis 772,3
68 bis 722,6
63 bis 673,0
58 bis 623,3
53 bis 573,6
47 bis 524,0
38 bis 464,3
30 bis 374,6
23 bis 295,0
14 bis 225,3
10 bis 135,6
0 bis 96

Das Video zeigt euch, wie ihr einen Notenschlüssel in Excel berechnet:

IHK-Notenschlüssel

Der IHK-Schlüssel ist strenger als der lineare Notenschlüssel. So kann es bis zu eine volle Note Unterschied geben. Beim klassischen IHK-Notenschlüssel sind maximal 100 Punkte zu erreichen. Diesen sogenannten IHK-Punkt- und Notenschlüssel können Lehrer auf andere Maximalpunktzahlen als 100 anpassen und nach Belieben auch halbe Punkte zählen lassen.

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