Fitness-Apps in der Übersicht: Abnehmen und Trainieren mit dem Handy

Maria Dschaak
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Wir sparen uns an dieser Stelle die alte Leier von guten Vorsätzen zum neuen Jahr und den Satz „Ich müsste eigentlich mal wieder mehr Sport machen und mich sowieso viel gesünder ernähren.“ Wir wissen alle selber, warum wir hier sind. Weil der klassische Besuch im Fitness-Studio nicht jedermanns Sache ist, haben wir euch hier die besten Fitness-Apps für iOS und Android einmal zusammengestellt.

Fitness-Apps in der Übersicht: Abnehmen und Trainieren mit dem Handy
Bildquelle: © Ibrakovic

Inhalt:

Die Welt der Fitness-Apps ist groß. Für jeden Zweck, Geschlecht und Muskelpartie findet man mittlerweile eine eigene App. Die Bandbreite reicht von kostenlosen Apss bis zu Apps mit einer monatlichen oder jährlichen Gebühr, Fitness-Apps gezielt zum Abnehmen oder zum Muskelaufbau. Es gibt Fitness-Apps für die Ernährung, für Lauftrainings, für Push Ups, für Bauchmuskeln, für das Training zuhause, Training in nur 7-Minuten ... die Liste geht weiter und weiter. Wir haben diese Masse an Fitness-Apps strukturiert, geclustert und die wichtigsten Infos zu jeder App zusammengestellt. Kostenlose und kostenpflichtige Apps sind in diesem Artikel nicht getrennt behandelt. Diese Sammlung versteht sich nicht als vollständig – sie legt Akzente. Nach und nach wird der Artikel erweitert und verfeinert werden.

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Fitness-Apps für den Muskelaufbau

Gymondo ist eine der vielseitigsten Fitness-Apps die auf dem Markt sind. Sie bietet eine breite Auswahl an Fitnesskursen, die ihr ohne zusätzliches Equipment absolvieren könnt. Videos führen euch durch die Kurse und sagen euch genau, was ihr wie machen soll. Zu den Kursen gehören z.B. Bauch-Beine-Po-Programm, Power-Workout, Cardio-Training, Muskelaufbau, Training für Körperzonen. Es gibt unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und ihr könnt euch euren eigenen Trainingsplan zusammenstellen. Tipps für die richtige Ernährung gibt es auch. Gymondo ist das Sorglos-Rundumpaket unter den Fitness-Apps. Das kostet aber auch.

  • die ersten sieben Tage sind im Probe-Abo kostenlos.
  • 3 Monate kosten 32,99 Euro
  • 6 Monate 54,99 Euro und
  • 12 Monate 74,99 Euro

GYMONDO – Fitness Training für Zuhause

Gymondo – Fitness Training
Entwickler: Gymondo GmbH
Preis: Kostenlos

Freeletics zeichnet sich dadurch aus, dass ihr bei den Übungen keine weiteren Hilfsmittel braucht. Ihr trainiert mit eurem eigenen Körpergewicht. Es ist damit ideal für Leute, die zu Hause trainieren wollen. Die Übungen haben es allerdings in sich. Freeltics bietet euch 11 Programme kostenlos an. Für weitere Trainingseinheiten braucht ihr eine Premium-Mitgliedschaft. Mittlerweile hat Freeletics eine Reihe an zusätzlichen Apps auf den Markt gebracht, die ihr gesondert herunterladen müsst – so z.B. Freeletics Nutrition, Freeletics Gym oder Freeletics Running. Auch diese App kostet euch etwas: Der Freeletics Coach ist der Trainingsplan.

  • 3 Monate kosten euch 34,99 Euro
  • 6 Monate 59,99 Euro und
  • 12 Monate 79,90 Euro

Nach jedem Ablauf verlängert sich der Coach automatisch für den jeweiligen Zeitraum. Das Abo kann aber jederzeit fristlos gekündigt werden.

Freeletics Bodyweight
Entwickler: Freeletics
Preis: Kostenlos

Fitness-Apps speziell für das Lauftraining

Runtastic ist die wohl bekannteste Fitness-App hierzulande. 2015 wurde das österreichische Unternehmen von Sportartikelhersteller Adidas übernommen. Viel geändert hat sich seitdem noch nicht. Runtastic bietet immer noch eine Vielzahl an unterschiedlichen Apps, die dazu genutzt werden können, verschiedene Sportarten und sportliche Aktivität aufzuzeichnen. Am bekanntesten ist sicherlich die Lauf-App, mit der sowohl in einer kostenfreien als auch in einer kostenpflichtigen Premium-Edition die Laufstrecke aufgezeichnet werden kann. Der Vorteil der Premium-Version von Runtastic:

  • Der Sprachcoach sagt euch mit jedem absolvierten Kilometer einen Zwischenstand an, was Pace, gelaufene Kilometer und Kalorienverbrauch angeht.
  • Erstellt Routen und lauft diese ab.
  • Die Auto-Pause unterbricht die Aufzeichnung, wenn ihr beispielsweise an einer Ampel stehen bleibt.
  • Herausforderung: versucht, eure Bestzeiten zu unterbieten und fordert euch selbst heraus.

Daneben bietet Runtastic auch eine Premium-Mitgliedschaft an. Hierbei motiviert ihr von detaillierteren Statistiken und Fitnessberichten. Zudem sind alle Trainingspläne und Story Runs dabei. Besonders für erfahrene Läufer, die ihre Läufe im Detail analysieren wollen, eine tolle Sache. Wer nur hin und wieder läuft, kommt mit der Pro-Version locker aus. Für ein Jahr werden 59,99 Euro fällig.

Runtastic Laufen, Joggen und Fitness Tracker

Adidas Train & Run: Die Fitness-App von Adidas ist komplett kostenlos und kann nicht nur dafür genutzt werden, um laufen zu gehen. Dennoch liegt der Fokus der App auf dem Laufen und stellt euch kostenlos sehr viele Funktionen zur Seite. So werdet ihr mit Trainingsplänen ausgestattet, die euch auf verschiedene Distanzen vorbereiten. Für Anfänger sind das Strecken über 5 Kilometer, Fortgeschrittene können damit aber auch für einen Marathon trainieren. Auch die Verbindung mit verschiedenen sozialen Plattformen darf hierbei nicht fehlen. Zudem ist sie mit dem FitSmart-Fitness-Armband von Adidas koppelbar und kann damit unter anderem eure Herzfrequenz errechnen und protokollieren und eure Aktivitäten über den Tag festhalten.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Nike + Run Club: Diese App setzt seinen Fokus auf den Laufsport und unterstützt euch beim Laufen, zeichnet Strecken per GPS auf und vergleicht eure Läufe mit denen eurer Freunde. Zusätzliche Motivation gibt es mit den sogenannten Nike+-Challenges. Auch hier helfen Trainingspläne bei der Vorbereitung auf längere oder kürze Läufe. Auf iOS könnt ihr die App auch über die Apple Watch nutzen. Mit einem integrierten Musik-Player könnt ihr per Knopfdruck euren vorher gewählten Power-Song abspielen und somit in einer langsamen Phase noch einmal ein Fünkchen mehr Leistung bringen.

Nike+ Run Club
Entwickler:
Preis: Kostenlos
Nike+ Run Club
Entwickler: Nike, Inc.
Preis: Kostenlos

Running

Fitness-Apps mit einem Fokus auf Ernährung

Eingeschweißten Fitness-Fans muss man das eigentlich nicht mehr sagen, aber da es zur Basis gehört, sei es hier noch mal erwähnt: Training und Ernährung verhalten sich zueinander wie Motor und Treibstoff. Sprich: Ihr könnt soviel Trainieren wie ihr wollt, wenn ihr falsch esst, dann nimmt das dem Training den Wind aus den Segeln (Der beste Motor der Welt bringt euch ohne den richtigen Treibstoff auch nichts). Aus diesem Grund gibt gibt es einige Fitness-Apps, die neben Trainingseinheiten auch Tipps zur richtigen Ernährung geben. Andere Apps konzentrieren sich nur auf die Ernährung, wie diese hier:

MyFitnessPal: Anhand eurer Größe, eures Körpergewichts und eurem Abnahmeziel (bis zu ein Kilogramm pro Woche), wird eine ideale Kalorienzahl berechnet, die ihr für jeden Tag zur Verfügung habt und die ihr im Idealfall nicht überschreiten solltet. Am Ende eines jeden Tags speichert ihr euer Essenstagebuch und die App gibt euch einen Blick auf die Zukunft und sagt euch, wieviel Gewicht ihr vermutlich in den nächsten 5 Wochen verloren habt, wenn ihr so esst, wie an dem jeweiligen Tag. Um eure Ernährung aufzuzeichnen, müsst ihr einfach nur die Verpackung eures Essens scannen oder das Gewicht der Lebensmittel bestimmen. Die totalen Kalorien, sowie die jeweiligen Inhaltsstoffe übernimmt die App automatisch. So habt ihr auch einen Überblick, wieviele Kohlenhydrate, Fette oder Zucker ihr pro Tag zu euch nehmt. Außerdem ploppt eine kleine Warnung auf, wenn bestimmte Lebensmittel besonders viel Zucker oder gehärtete Fette beinhalten. Es kommt inzwischen sehr selten vor, dass die App ein Lebensmittel nicht erkennt.

Ebenfalls positiv: Die App synchronisiert ihre Daten mit den von vielen Fitness-Apps wie Runtastic, Runkeeper und weiteren. Damit werden euch auch die verbrannten Kalorien angerechnet, wenn ihr besonders fleißig wart und auch mal sündigen könnt.

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Kalorienzähler - MyFitnessPal
Entwickler: MyFitnessPal, Inc.
Preis: Kostenlos

Fitness-Apps speziell für Frauen

Sophie Thiel muss keinem, der sich für Fitness interessiert, vorgestellt werden. Ihr 3-Monate-Programm, das mit einem Preis von 99 Euro nicht ganz ohne ist, könnt ihr direkt über ihre Online-Platform erwerben. Zu empfehlen ist das Kurzprogramm wahrscheinlich aber nur für Menschen mit einer Trainingsgeschichte. Alle anderen – also diejenigen, die noch nie regelmäßig Fitness- und Muskeltraining betrieben haben – sollten zum 15-monatigen-Programm greifen. Dabei zahlt ihr über einen Zeitraum von mindestens 15 Monaten jeweils 14,90 Euro im Monat. Das macht zusammen mindestens 224,85 Euro. Hier ist der Link dazu:

Und hier gibt es dann die passende App dazu – allerdings nur fürs iPhone:

 

Die Zeitschrift Women’s Health hat ebenfalls eine speziell für Frauen konzipierte App auf den Mark gebracht. Sie heißt schlicht Women’s Health Personal Trainer. Die App hält über 700 Übungen und 150 Workouts bereit, die in Video gut erklärt werden.  Man kann darüber hinaus seinen Trainingsplan dokumentieren und Ernährungstipps abholen. Hier die Links dazu:

 

Portrait of strong female flexing.

Fitness-Apps für kurz-Angebundene

Seven7-Minuten-Workout, sieben Tage in der Woche, für sieben Monate. Das ist die Challenge, die das 7-Minuten-Training von „Seven“ an seine Nutzer stellt. Dazu braucht ihr nicht mehr als einen Stuhl, eine Wand und euch selbst, denn das Training funktioniert ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht und keinen zusätzlichen Gewichten. Dabei gestaltet sich der Ablauf wie ein Spiel. Startet ihr die App und damit die Challenge, habt ihr pro Monat drei Leben. Setzt ihr einen Tag aus, verliert ihr ein Herz – verliert ihr alle drei Herzen in einem Monat, wird euer Fortschritt zurückgesetzt und ihr müsst die Challenge erneut beginnen. Das mag also in der ersten Woche vielleicht noch witzig sein, nach vier oder fünf Monaten wäre das aber wirklich ärgerlich und sollte Ansporn genug sein, es jeden Tag durchzuziehen.
Die Übungen schalten dabei zwischen 30 Sekunden intensivem Training und 10 Sekunden Pause hin und her. Die App präsentiert sich in einem übersichtlichen Design und mit tollen Illustrationen, sowie gesprochenen Anweisungen. Gerade für Fitness-Einsteiger eine tolle App, um sich an neue Übungen und regelmäßiges Training zu gewöhnen. Wem die sieben Minuten irgendwann nicht mehr ausreichen, der kann auch mehrere Trainings-Sets pro Sitzung absolvieren.

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Seven - die 7 Minuten Trainings Challenge
7-Minuten-Training
Entwickler: Simple Design Ltd.
Preis: Kostenlos

Fitness-Programme der Promis

In diesem Abschnitt widmen wir uns den Fitness-Programmen der Stars, die es leider nur zum Teil auch als App gibt.

  • Die Bosstransformation: Der Rapper Kollegah hat im Rahmen seiner Vorbereitung für das Album King ein Fitness-Programm der erhabendsten Art zusammengestelt. Das 3-Phasen-Trainingsprogramm trägt den Namen Bosstransformation und verspricht nichts weniger als einen bosshaften Körper, der in etwa so aussieht (ohne den 300-Gedächtnis-Bart – für den seid ihr selbst verantwortlich):

Nachdem euer Körpertyp bestimmt worden ist, bekommt ihr für einen Preis von 197 Euro einen Rundum-Trainingsplan.

  • BodyChange ist das Fitness-Programm vom  Detlef “D!” Soost. Den meisten ist das Programm wahrscheinlich untrer dem Namen I make you sexy bekannt. Erster Schritt ist die Berechnung von dem Gewicht, dass ihr in 10 Wochen verlieren könnt. Auf den Zeitraum von nur 10 Wochen ist das “10 Weeks Body Change Programm” – kurz 10WBC – ausgelegt. Wöchentlich werden neue Online-Videso hochgeladen, in denen Detlef euch die passenden Übungen vorführt. Das 10 WBC versteht sich aber als ganzheitliches Programm mit einer gesunden Mischung aus Ernährung und Fitness. Der Preis ist mit 89 Euro für 10 Wochen überschaubar. Und hier der Link zum Programm:

  • Mach dich krass: Daniel Aminati hat es sich nicht nehmen lassen und ebenfalls sein eigenes Programm erstellt, für das er selbst die beste Werbung ist. Auch hier bekommt ihr eine gute Mischung aus Ernährungstipps und Trainingsplan. Das 8-Wochenprogramm kostet euch einmalig 79 Euro. Das 14-Monatspaket bekommt ihr für einen monatlichen Preis von 9,90 Euro. Das macht insgesamt einen Mindestpreis von 138,6 Euro. Wenn ihr euch einmal angemeldet habt, gibt es das Programm auch als App für das iPhone.

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Bildquellen: kieferpix, ZamoraA

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