Das iPad der 10. Generation oder 9. Generation, das iPad Air, eines der iPad Pro oder doch das kleine iPad mini? Apples Tablet-Auswahl hat für jeden was zu bieten – und das macht die Entscheidung nicht gerade leicht. Wir stellen in unserer Übersicht die aktuellen Modelle im Vergleich vor und nennen unsere drei Favoriten.

Alle iPad-Modelle: Technische Daten und Preise

Apple hat im Oktober 2022 das iPad der 10. Generation sowie zwei neue iPad Pro (11 Zoll, 4. Gen. und 12,9 Zoll, 6. Gen.) vorgestellt. Das iPad der 9. Generation bleibt weiterhin im Programm und bildet mit 429 Euro den aktuell günstigsten Einstieg in die Welt von iPadOS.

 

Die iPad-Modellpalette im Oktober 2022 (Bildquelle: Apple)

Allgemein ist das Lineup von heftigen Preiserhöhungen gekennzeichnet: So kostet das iPad (9. Gen) beim Hersteller nun mindestens 429 Euro statt zuvor 379 Euro, das iPad Pro (11 Zoll) kostet mit Preisen ab 1.049 Euro nun satte 170 Euro mehr als der direkte Vorgänger. Beim iPad Air (5. Gen.) und iPad mini (6. Gen.) sind die Preise im Oktober 2022 um 100 Euro gestiegen.

iPad-Modelle: Übersicht 2022

 Modell + Link zu AmazonDisplay und Prozes­sor (SoC)SpeicherBesonder­heitenErhält­lich seitPreis (UVP)
iPad (9. Gen.)10,2 Zoll LCD, A13 Bionicbis zu
256 GB
Lightning statt USB-C, runder Home-Button, LTE (optional)09/2021ab 429 Euro
iPad (10. Gen.)10,9 Zoll LCD, A14 Bionicbis zu
256 GB
Jetzt mit USB-C, Blue­tooth 5.2 und 5G (optional)10/2022ab 579 Euro
iPad Air (5. Gen.)10,9 Zoll LCD, M1bis zu
256 GB
M1-Prozes­sor, lami­nier­tes Dis­play03/2022ab 769 Euro
iPad Pro 11 (4. Gen.)11 Zoll LCD, M2bis zu
2 TB
lami­nier­tes 120-Hz-Dis­play, Face ID, 4 Laut­­sprecher, USB‑C mit Thunder­bolt / USB 4, Blue­tooth 5.3, LiDAR-Scanner10/2022ab 1.049 Euro
iPad Pro 12.9 (6. Gen.)12,9 Zoll LCD (Mini-LED), M2bis zu
2 TB
lami­nier­tes 120-Hz-Dis­play mit Mini-LED, Face ID, 4 Laut­­sprecher, USB‑C mit Thunder­bolt / USB 4, Blue­tooth 5.3, LiDAR-Scanner10/2022ab 1.449 Euro
iPad mini (6. Gen.)8,3 Zoll LCD, A15 Bionicbis zu
256 GB
Kompakt (6,1 mm dünn) und leicht, lami­nier­tes Display09/2021ab 649 Euro

Je tiefer man in die technischen Daten der verschiedenen iPad-Modelle blickt, desto mehr Überschneidungen zwischen den Klassen sind zu finden. Dazu kommt die Preisstruktur: Wer eine Modellvariante mit besonders viel Speicher und Mobilfunk („Cellular“) auswählt, zahlt am Ende schnell mehr als das nächstbessere Modell in seiner Basisvariante kostet. So kostet das iPad (10. Gen.) mit 256 GB Speicher und Wifi und LTE direkt bei Apple stattliche 979 Euro. Zum Vergleich: Für 969 Euro bekommt man das mit einem M1 bestückte iPad Air (5. Gen.) mit Wifi und LTE – aber nur mit 64 GB Speicher.

Aktuell sind noch iPads zu den alten Preisen im Handel zu finden:

Wenn die Kaufentscheidung schwer fällt, dann hilft es, vorher die persönlichen Ansprüche in einer Rangliste aufzuschreiben. Dazu eignen sich alle technischen Daten, aber auch bestimmte Software-Features (z. B. Skalierungsmodus für das Display oder Multitasking mit „Stage Manager“).

Die 3 besten iPads

Im Folgenden stellen wir euch drei iPad-Modelle in bestimmten Konfigurationen vor, die wir für empfehlenswert halten.

iPad (9. Gen.): Der preiswerte Einstieg

  • Konfiguration und Preis: 64 GB, Wi-Fi, ca. 429 Euro
  • Am besten geeignet für: Medienkonsum (Lesen, Musik- und Film-Streaming), als Steuerzentrale fürs Smart-Home und als minimalistischer Laptop-Ersatz (Zubehör erforderlich).
iPad (9. Gen): Der günstige Einstieg. Optional mit Keyboard und Pencil erweiterbar. (Bildquelle: Apple)

Auch wenn der Preis rund 50 Euro gestiegen ist: Das iPad der 9. Generation (bei Amazon ansehen) aus dem Jahr 2021 ist weiterhin ein günstiger Einstieg – und das Modell, das den meisten Nutzerinnen und Nutzern ausreicht. Es kann sich dank dem schnellen A13 Bionic locker gegen die besten Tablets aus dem Android-Lager behaupten und fast alle Alltagsherausforderungen flüssig bewältigen.

Wir würden die Basisvariante ohne LTE („Cellular“) wählen – das hält den Preis unten und ist für den überwiegenden Einsatz in den eigenen vier Wänden angemessen. Unterwegs bietet es sich an, einen persönlichen Hotspot mit dem iPhone zu öffnen. Das Design mit dem runden Homebutton ist altbacken, aber bewährt. Die Display-Größe und das Gewicht (477 g) sind ein guter Kompromiss. Das optional erhältliche Smart Keyboard für 199 Euro (bei Apple ansehen) macht das iPad der 9. Generation zu einer interessanten Laptop-Alternative für Studierende. Wer zeichnen möchte, kann den Apple Pencil der 1. Generation (bei MediaMarkt ansehen) oder den Logitech Crayon (bei Amazon ansehen) verwenden.

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Anmerkungen: Der Schwachpunkt ist der mit 64 GB etwas knapp bemessene Speicher beim Basismodell. Da kommt man mit einigen Videos, Fotos und Apps (Spiele) schnell an die Grenzen. Schade, dass Apple keine 128-GB-Version anbietet und die 256-GB-Version mit 629 Euro überteuert ist.

iPad (10. Gen.): Die neue Mittelklasse

  • Konfiguration: 256 GB, Wi-Fi + Cellular, ca. 979 Euro
  • Am besten geeignet für: Täglicher Begleiter für zu Hause und unterwegs. Kann zusammen mit einer passenden Tastatur einfache Laptops ersetzen.
Das iPad der 10. Generation ist in vier Farben erhältlich. Die insgesamt runde Ausstattung aber auch der erhöhte Preis machen es zu einem Mittelklasse-Tablet für ambitionierte Nutzerinnen und Nutzer (Bildquelle: Apple)

Wer viel unterwegs ist und mit seinem Tablet mehr vor hat, als nur YouTube zu schauen, sollte sich das iPad der 10. Generation (bei Cyberport ansehen) holen. Die Variante mit 256-GB bietet genug Platz für Medien und Apps, das 5G-Modem sorgt unterwegs für blitzschnelles Internet (wenn  der Empfang da ist), die Kamera mit 12 Megapixeln ist besser als die des iPad (9. Gen.). Das aufgefrischte Design mit den klaren Kanten und den abgerundeten Display-Ecken schließt zu den aktuellen iPhones, iPad Air und Pro auf. Der Home-Button mit Fingerabdruck-Scanner (Touch ID) ist seitlich angebracht. Die Frontkamera ist auf der langen Seite platziert, was etwa beim Facetime-Call im Querformat vorteilhaft ist.

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Anmerkungen: Mit der 10. Generation setzt Apple auch beim „Einsteiger-iPad“ endlich auf den USB‑C Anschluss statt Lightning. Das erweitert die Auswahl an passender Peripherie (z.B. externe Speicher, Monitore), macht aber beim Apple Pencil (1. Generation) einen Adapter zum Aufladen notwendig (10 Euro, bei Apple anschauen).

iPad Pro 12,9 (6. Gen.): Das Beste vom Besten

  • Konfiguration und Preis: 512 GB, Wi-Fi + Cellular, ca. 2.029 Euro
  • Am besten geeignet für: Semiprofessionelle und professionelle Nutzung in Kombination mit Tastatur und Apple Pencil. Kann zusammen mit exklusiven iPadOS-16-Features in einigen Fällen ein Macbook komplett ersetzen.
iPad Pro 12,9 (6. Gen.) mit Magic Keyboard: Leistung satt, heftiger Preis. Ein Tablet für Profis und wohlhabende Technik-Fans. (Bildquelle: Apple)

Keine Kompromisse! Bei einem Preis von über 2.000 Euro (mit Keyboard und Pencil nochmal deutlich mehr) haben wir es beim iPad 12,9 (6. Gen.) (bei Cyberport ansehen) mit 512 GB Speicher nicht mehr mit einem normalen Consumer-Produkt zu tun. Es richtet sich, wie das „Pro“ im Namen andeutet, an berufliche Anwenderinnen und Anwender. Hier zählen maximale Leistung (M2 Chip), typische PC-Features (Stage Manager), hochmoderne Bilderfassung (ProRes Video­aufnahme, LiDAR Scanner), Face ID (wie bei den iPhones), USB mit Unterstützung für Thunderbolt / USB 4 und ein überragendes Display (HDR mit Mini-LED). Das ist nicht nur das beste Tablet von Apple – sondern schlichtweg das beste Tablet, das man sich überhaupt kaufen kann.

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Anmerkungen: Auch wenn das kompaktere iPad Pro 11 (4. Gen.) günstiger ist und technisch fast überall mithalten kann – wir würden eher zum großen 12,9-Modell greifen. Es hat als einziges iPad einen Bildschirm mit Mini-LED-Technik (extrem hoher Kontrast) und bietet im Hinblick auf Multitasking-Szenarien mit mehreren Apps einfach mehr Platz. Den Kauf einer passenden Tastatur wie dem Magic Keyboard (ca. 429 Euro, bei Apple ansehen) und Apple Pencil (2. Gen., ca. 130 Euro, bei Saturn ansehen) sollte man mitberechnen, wobei man dann schon in Preisregionen von Gebrauchtwagen vorstößt. Hand aufs Herz: Wer sein iPad Pro täglich beruflich verwendet (und von der Steuer absetzt), kann den insgesamt hohen Preis für so ein Setup sicherlich rechtfertigen.

Trotzdem zu teuer? Zumindest mit einem Teil des Profi-Flairs kann man sich umgeben, wenn man sich das iPad Air (5. Gen., ca. 640 Euro, bei Amazon ansehen) kauft. Das laminierte Display (kein sichtbarer Abstand zum Bildschirmglas), der schnelle M1 Chip und die leichte Bauweise sprechen für das „iPad Pro light“.

Spartipp: Gebraucht kaufen statt neu

Aktueller Hinweis: Günstig kaufen – aber wann? Gute Rabatte für gebrauchte iPads gibt es erfahrungsgemäß am Jahresende. Der Black Friday findet dieses Jahr am 25.11.2022 statt, direkt danach folgt der Cyber Monday am 28.11.2022.

Die iPads sind bekannt für ihre sehr gute Verarbeitungsqualität und den langen Support mit aktueller Software.

Wenn etwas in die Jahre gekommene Hardware für die eigenen Anforderungen noch problemlos ausreicht, dann ist ein Blick auf ältere Modelle bei seriösen Gebraucht-Händlern wie etwa Rebuy zu empfehlen. So bekommt selbst das betagte iPad Pro 9,7 aus dem Jahr 2016 noch das neue iPadOS 16 – dieses Tablet ist für Preise unter 250 Euro zu finden. Nicht nur im Sinne der Nachhaltigkeit eine attraktive Option.