Google Chrome: So verhindert ihr nervige Werbe-Umleitungen

Simon Stich
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Jeder kennt sie, niemand mag sie: Unerwünschte Werbe-Umleitungen durch Online-Anzeigen. Nun zieht Google endlich den Stecker und blockiert dieses Vorgehen. Wir zeigen euch, wie ihr die Funktion jetzt schon aktivieren könnt.

Google Chrome: So verhindert ihr nervige Werbe-Umleitungen

Google Chrome: So funktioniert das Ad-Hijacking

Beim sogenannten Ad-Hijacking versuchen Werbe-Anzeigen, die Kontrolle über den Browser-Inhalt zu bekommen. Statt einfach nur eine Anzeige darzustellen, übernimmt der dahinterstehende Code die Kontrolle. Nutzer werden ohne ihr Zutun – also ohne auf die Anzeige geklickt zu haben – mit bildschirmfüllender Werbung konfrontiert. Auf Smartphones kommt dann manchmal noch ein Vibrationsalarm hinzu, um die vermeintliche Wichtigkeit der Werbung zu unterstreichen.

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Viele Nutzer sind von dieser aggressiven Werbung zurecht genervt, zumal sich diese automatisch öffnet. Die Betreiber der Webseiten trifft dabei – wenn überhaupt – nur eine Mitschuld. Anzeigen werden heute größtenteils automatisiert ausgeliefert, das heißt Algorithmen besitzen die Kontrolle. Erst wenn sich Betreiber oder Nutzer der Webseite beim Anzeigennetzwerk beschweren und dieser die entsprechenden Anzeigen aus dem System nimmt, herrscht wieder Ruhe. Zu diesen Anzeigennetzwerken gehört unter anderem Google AdSense.

Google Chrome zieht den Stecker

Mit Chrome 64, das sich gerade in Entwicklung befindet und getestet wird, soll Ad-Hijacking der Vergangenheit angehören. Anzeigencode aus Frames von Drittanbietern soll nicht mehr ohne Zutun der Nutzer ausgeführt werden. Erst wenn ein Nutzer auf eine Anzeige klickt, darf sich der Browser-Inhalt verändern. Falls Anzeigen dennoch ein Ad-Hijacking versuchen, blendet Chrome einen Warnhinweis in der Info-Bar ein.

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Das Feature ist jetzt schon in der bereits erhältlichen Version 62 von Google Chrome vorhanden, aber standardmäßig deaktiviert. Zur Aktivierung einfach „chrome://flags/#enable-framebusting-needs-sameorigin-or-usergesture“ in die Adresszeile eingeben und die markierte Option aktivieren. Der Browser muss danach neu gestartet werden.

Google Chrome: Weitere Maßnahmen gegen aggressive Werbung geplant

Mit Version 65 von Google Chrome wird bald auch ein weiteres Ad-Hijacking unterbunden. Hier soll es nicht mehr erlaubt werden, dass sich Links automatisch in einem neuen Tab öffnen, wenn gleichzeitig die ursprüngliche Seite zu einer Werbe-Weiterleitung führt. Für den Beginn des nächsten Jahres plant Google übrigens, Chrome standardmäßig mit einem Werbeblocker auszuliefern.

Quelle: Android Police

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