Der Startpreis des iMac mit Retina-Display ist nicht gerade niedrig – ist er sein Geld wert? Oder bietet ein „normaler“ iMac das bessere Preis-/Leistungsverhältnis? Diese Frage habe ich mir selbst gestellt, da eine Neuanschaffung ansteht. Meine Überlegungen:

iMac kaufen: Welches Modell lohnt sich?

Für mich war eigentlich immer klar: Wenn ich mein 5 Jahre altes MacBook Pro in Rente schicke, kaufe ich mir privat ein neues MacBook. Seit ich bei GIGA mit einem 27-Zoll-iMac arbeite und jetzt den iMac mit Retina-Display getestet habe, ist das nun keine glasklare Sache mehr: Es könnte schon bald ein Standrechner statt des Laptops werden, und für Unterwegs-Einsätze müssen das alte MacBook sowie das iPad herhalten.

Warum? Meistens nutze ich meinen Rechner am Schreibtisch, eine stationäre Lösung ist also akzeptabel. Der iMac ist schick und bietet ein hochwertiges, großes Display – ob mit, oder ohne Retina-Auflösung. Da kann so ein 15-Zoll-MacBook einpacken.

iMac: Wo bekommen wir ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis?

Im Sommer habe ich den neuen Einsteiger-iMac (21 Zoll) getestet und kam zu dem Entschluss: 200 Euro für das nächsthöhere Modell auszugeben ist durchaus sinnvoll. Die unterste Liga ist – überspitzt ausgedrückt – für Textverarbeitung an der Hotelrezeption gedacht.

Kommen wir nun gleich zu den 27-Zoll-Modellen. Ein 27-Zoll-Display auf dem Schreibtisch ist einfach eine ganz andere Liga als ein 15-Zoll-Laptop. Der iMac ist somit verlockend, zumal es für ein 5K-Display schon aus technischen Gründen keine wirkliche Alternative gibt. Dell hat ein Modell in Vorbereitung, es wird aktuell ein Preis in Höhe von 1800 Euro (nur der Monitor, kein Rechner!) erwartet. 4K reicht natürlich auch, eine Display-Übersicht hat Sven veröffentlicht. Doch wirklich gute und große Bildschirme kosten auch schon 500 Euro aufwärts. Die naheliegende Kombination „MacBook Pro plus Zweitbildschirm“ ist somit eine flexible Lösung – aber nicht unbedingt günstiger: Bei leistungsstarken Modellen kommen wir (inklusive Bildschirm).

Entsage ich tatsächlich dem MacBook, stehen für mich zwei Optionen in der engeren Wahl:

1. High-End mit dem iMac 5K

  • iMac mit Retina 5K Display in der Standardausführung (3,5 GHz), aber mit dem 3 TB Fusion Drive (+150 Euro). Gegebenenfalls mit 16 GB Arbeitsspeicher (+200 Euro).
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Klotzen, nicht kleckern: In dieser Option soll der iMac mindestens die nächsten fünf Jahre mein Hauptrechner sein. Hierbei kommt er vor allem für Fotoentwicklung zum Einsatz. In späteren Jahren darf er immer noch als Medienspieler seinen Dienst leisten. 3 TB Fusion Drive bieten hierfür eine hervorragende Voraussetzung.

Übrigens: Der iMac mit Retina-Display wird schon in der Standard-Ausführung mit Fusion Drive (Kombination aus SSD und HDD) ausgeliefert. Bei den anderen Modellen müssen wir hierfür zahlen. Damit beträgt der Unterschied zwischen „Retina“- und „Nicht-Retina“-Ausführung noch 400 Euro. Der Zuschlag geht somit an den iMac 5K!

2. „Low Budget“: Generalüberholter iMac

Im Apple Store finden wir immer wieder : Den iMac mit 27 Zoll bekommen wir manchmal schon unter 1600 Euro! Klar müssen wir Abstriche in der Leistung machen, sie reicht aber noch gut aus. Haken an der Geschichte: Hier sind fast immer HDDs als Speicher verbaut – ein Geschwindigkeits-Nadelöhr. Nur mutige Bastler wagen sich an den komplizierten (und offiziell nicht vorgesehenen) Wechsel der Festplatte.

Die Ausgaben lägen bei diesem Kauf fast bei der Hälfte! Den Rechner würde ich wahrscheinlich in 2 bis 3 Jahren durch ein top ausgestattetes MacBook Pro ergänzen. Photoshop-Lightroom zieht auf die tragbare Lösung, als Medienplayer bleibt aber der iMac erste Wahl. Zudem dient er als Zweitbildschirm für das MacBook. Diese Funktion ist leider noch nicht mit dem Retina-Modell möglich, gleichzeitig ein Argument für die Nicht-Retina-Modelle.

Fazit zum iMac-Kauf

Letzteres, der generalüberholte iMac, ist eigentlich meine bevorzugte Wahl. Lediglich die Standard-Festplatte lässt mich zurückschrecken – ohne Flash oder zumindest einer Kombination aus beidem (also Fusion Drive) ist ein Rechnerkauf heutzutage nicht mehr sinnvoll.

Die Entscheidung ist bei mir noch offen. Wird es dann vielleicht doch wieder ein MacBook Pro...?!

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