Smartphone & Handy für Kinder – was Eltern beachten sollten & Top-Modelle

Robert Schanze

Eltern werden heute mit der Frage konfrontiert, ob und vor allem wann Kinder ein Smartphone bekommen sollen. Wir erklären, was dafür und was dagegen spricht. Außerdem zeigen wir euch die besten Kinder-Smartphones und -Handys, die wir finden konnten.

61.600
Die besten Smartphones bis 150 Euro

Smartphone für Kinder: ja oder nein?

Eltern sind heute auch in Gegenwart der Kinder immer öfter am Smartphone. Da Kinder ihr Verhalten von den Eltern abgucken, bekommen sie den Impuls, dass das sehr wichtig sein muss und wollen sich dadurch instinktiv auch mit Handys & Co. auseinandersetzen. Am Anfang genügt da noch ein , aber spätestens wenn sie ein zweistelliges Alter erreichen, wird der Ruf nach einem echten Smartphone laut.

Inhaltsverzeichnis:

Anforderungen an ein Kinder-Smartphone:

  • es sollte robust genug sein, falls es mal herunterfällt.
  • es sollte nicht zu teuer sein, falls es verloren wird.
  • es sollte sich eine Kindersicherung einrichten lassen.
  • es sollte nicht zu alt sein (Stichwort Konkurrenzverhalten: “Was hast du da denn für eine alte Kiste?”)

Eltern, die noch ohne Handy aufgewachsen sind, stehen Kinder-Smartphones manchmal kritisch gegenüber. In einer Welt, die aber immer hektischer und unüberschaubarer wird, ist ein Smartphone aber sehr praktisch, um schnell zu prüfen, ob es dem eigenen Kind gut geht. Und der Hauptgrund: Im Notfall kann man das Kind über das Handy orten.

Bedenklich ist aber die Gefahr, dass das Kind nur noch vor dem Smartphone hockt und sich gänzlich abschottet. Ich denke da an meine Kindheit: Bei meinem ersten Gameboy war das schon schlimm, und dieser hatte keine Internetverbindung, konnte nicht telefonieren und nicht chatten. Ein Smartphone ist heutzutage hingegen die mobile Multimedia-Spiele-Kommunikations-Kiste schlechthin und die Nummer-1-Ablenkung. Außerdem tut es Kindern gut, draußen unterwegs zu sein und die Welt mit ihren Händen und Füßen zu erleben. Ein Smartphone ist nur ein Guckloch in die digitale Welt. Unter Umständen hat das weitreichende Folgen auf die Entwicklung des Nachwuchses.

Wenn Eltern daher aus vollkommen nachvollziehbaren Gründen ihren Kindern vorerst noch kein Smartphone geben wollen, kommen leider andere Probleme auf: schließlich soll das Kind in der Schule nicht als Außenseiter gelten.

Tipp: Aufgrund versteckter Kostenfallen im Internet empfehlen wir für ein Kinder-Smartphone generell günstige Prepaid-Tarife. Außerdem sollten Eltern die Drittanbietersperre einrichten.

Ab welchem Alter sollten Kinder ein Smartphone bekommen?

Ab welchem Alter Eltern ihren Kindern ein richtiges Smartphone kaufen, können die Eltern selbst wohl am besten einschätzen. Als Orientierungshilfe haben wir eine Statista-Grafik aus dem Jahr 2014 eingefügt. Sie zeigt, wieviel Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen abhängig von ihrer Alterskategorie ein Smartphone in Deutschland nutzen.

Fazit Kinder-Smartphone – Pro & Contra

Pro Contra
Eltern können Kind schnell kontaktieren Kind wird leicht abgelenkt und schottet sich vielleicht ab
Eltern können Kind über Handy orten Bedenken wegen Einfluss des Smartphones auf die kindliche Entwicklung
Außenseiter-Gefahr vermeiden Kind muss geschult werden im Umgang mit Internet-Betrügern etc.

Wie auch immer eure Entscheidung ausfällt, wir zeigen euch die unserer Meinung nach besten Kinder-Smartphones und begründen, warum sie das sind. Auch zeigen wir einige Handy-Modelle ohne großes Display. Grundsätzlich sollten Eltern ihren Kindern eine Einweisung in die digitale Welt und das Mobilgerät geben. Vielleicht ist es auch sinnvoll die Handy-Zeit anfangs zu begrenzen, wenn das Kind davon nicht mehr los kommt.

10 Vorsätze für 2017: Nerd-Edition powered by GIGA GIGA Bilderstrecke 10 Vorsätze für 2017: Nerd-Edition powered by GIGA

Kinder-Smartphone #1: Moto G4

Das Motorola Moto G4 ist preiswert und aktuell: es soll das neueste Betriebssystem Android 7.0 Nougat bekommen. Außerdem könnt ihr es bei Online-Händlern wie Amazon manchmal schon ab 150 Euro kaufen. Das Display ist mit 5,5 Zoll für Kinderhände vielleicht schon zu groß. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier aber. Wem das zu teuer ist: es folgen günstigere und kleinere Modelle.

Technische Daten

Display 5,5 Zoll, Full HD (1.920 x 1.080 Pixel), 401 ppi
Prozessor Snapdragon 617, Octa-Core, 1,5 GHz
Arbeitsspeicher 2 GB
Interner Speicher 16 GB, aufrüstbar um bis zu 256 GB (microSD)
Hauptkamera 13 MP, f/2.2-Blende, Dual-LED-Blitz, 1080p Videoaufnahme
Frontkamera 5 MP
Konnektivität 4G LTE, Bluetooth 4.1, WLAN 802.11 b/g/n, GPS
Akku 3.000 mAh, Schnell-Ladetechnik
Abmessungen & Gewicht 153 x 76,6 x 7,9 – 9,8 mm, 155 Gramm
Betriebssystem Android 6.0.1 Marshmallow
Farben Weiß und Schwarz, abnehmbare Rückschalen, indivdualisierbar via Moto Maker

Kinder-Smartphone #2: Wiko Birdy

Das Wiko Birdy eignet sich ebenfalls als Kinder-Smartphone. Das Display ist zwar etwas kleiner als das Moto G4, aber mit 4,5 Zoll mehr als ausreichend. Der interne Speicher von 4 GB könnte bei vielen Apps schnell zu klein werden. Hier hilft eine microSD-Karte weiter, auf die ihr Apps verschieben könnt. Über die verschiedenen Gehäuse-Farben werden sich die Kinder freuen. Leider ist die Android-Version 4.4.2 etwas älter. Für rund 90 Euro ist das Smartphone aber ein guter Deal.

Technische Daten

Display 4,5 Zoll, 854 x 480 Pixel, 218 ppi
Prozessor Mediatek MT6582, Ouad-Core, 1,3 GHz
Arbeitsspeicher 1 GB
Interner Speicher 4 GB, aufrüstbar um bis zu 32 GB (microSD)
Hauptkamera 5 MP, Auto- und Touchfokus, 720p-Videoaufnahme
Frontkamera 2 MP
Konnektivität 4G LTE, Bluetooth 4.0, WLAN 802.11 b/g/n, A-GPS
Akku 2.000 mAh
Abmessungen & Gewicht 132 x 67 x 9,6 mm, 141 g
Betriebssystem Android 4.4.2 KitKat
Farben Schwarz, Pink, Gelb, Lila, Weiß

Kinder-Smartphone #3: Samsung Galaxy Young 2

Samsung ist für seine qualitativ hochwertigen Smartphones bekannt. Für Kinder hat der Hersteller das Samsung Galaxy Young 2 veröffentlicht. Es passt durch sein 3,5-Zoll-Display gut in kleine Kinderhände und bietet genug Funktionen, um in die Smartphone-Welt einzusteigen. Kosten: rund 130 Euro.

Technische Daten

Display 3,5 Zoll, 480 x 320 Pixel, 165 ppi
Prozessor 1.0 GHz Cortex-A7
Arbeitsspeicher 512 MB
Interner Speicher 4 GB, aufrüstbar um bis zu 32 GB (microSD)
Hauptkamera 3 MP
Frontkamera -
Konnektivität Bluetooth 4.0, WLAN 802.11 b/g/n, A-GPS, GLONASS
Akku 2.000 mAh
Abmessungen & Gewicht 109,8 x 59,9 x 11,8 mm, 108 g
Betriebssystem Android 4.4.2 KitKat
Farben Schwarz, Weiß

Kinder-Handy #4: Samsung E1200i

Wenn es ein Handy sein soll, empfiehlt sich das Samsung E1200i. Es lässt sich leicht bedienen, kann SMS schreiben und ist für Anrufe geeignet. Um eine Internetsperre muss man sich hier keine Sorgen machen, denn eine Internetfunktion wird von dem Handy gar nicht unterstützt. Mit gerade mal 240 Gramm ist das Smartphone super-leicht und hat einen Akku, der etwa eine Woche oder länger hält.

Kinder-Handy #5: Sony Ericsson Zylo W20i

Mit Fokus auf Musik: Zwar ist die Beliebtheit der sogenannten Slider-Handys in den letzten Jahren stark zurückgegangen – gerade für Kinder sind sie aber praktisch. Zu den integrierten Funktionen zählen Facebook, YouTube und Twitter. Per Browser kann zudem auch unterwegs im Internet gesurft werden. Das Haupt-Feature des Handys ist aber die Funktion als MP3-Player. Ansonsten überzeugen das kompakte Design und die lange Haltbarkeit des eingebauten Akkus.

Kinder-Handy #6: LG E435 Optimus L3 II

LG-E435-Optimus

Für rund 80 Euro kommt das LG E435 Optimus L3 II daher. Die Android-Version 4.1 ist leider etwas veraltet. Besonders interessant für Eltern dürfte die Safety-Care-Funktion sein: Damit können Kontakte definiert werden, die das Handy in einer Not-Situation kontaktiert. Dabei wird dann auch die aktuelle Position an die gewählten Kontakte übermittelt. Der auswechselbare Akku verspricht eine angemessene Arbeitsdauer, mit der 3 MP-Kamera können zumindest ein paar Schnappschüsse aufgenommen werden. Per microSD-Karte kann der interne Speicher des Smartphones erweitert werden – praktisch, wenn mehr Bilder oder Musik auf das Handy sollen.

Tipp: Abschließend findet ihr hier noch einen Prepaid-Anbieter, falls ihr keinen Vertrag abschließen wollt: WhatsApp-Tarif: So funktioniert die WhatsApp-SIM.

Neue Artikel von GIGA ANDROID