Bildschirmreiniger: So seht ihr wieder klar!

Marco Kratzenberg

Auch ohne eigenes Zutun werden Bildschirme mit der Zeit schmutzig. Verschiedene Bildschirmreiniger sollen uns da helfen. Welche es gibt und was ihr bei der Anwendung beachten müsst, erfahrt ihr hier.

Bildschirmreiniger gibt es in verschiedenen Ausführungen: Als Reinigungstücher, Pumpsprays, Reinigungsschaum oder Sprühdosen. Einige versprechen antistatische Wirkung, andere biologische Abbaubarkeit. Sie sind nicht alle gleich gut und „streifenfrei“ stellt sich schnell als relativer Begriff heraus. Davon abgesehen könnt ihr bei falscher Anwendung mit einigen dieser Bildschirmreiniger auch euren Monitor beschädigen oder eure Gesundheit gefährden. Darum stellen wir euch ein paar gut bewertete Beispiele vor und erklären, worauf ihr bei der Anwendung unbedingt achten solltet.

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Reinigungstücher als Bildschirmreiniger

Am praktischsten scheinen Bildschirmreiniger zu sein, die ihr als sofort verwendbare Reinigungstücher kaufen könnt. Diese Bildschirmreinigungstücher kommen zumeist in runden Dosen, mit einem Klappdeckel, aus dem ihr die feuchten Tücher entnehmen könnt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Reinigungsflüssigkeit und Reinigungstuch bilden eine Einheit. Ihr könnt beides jederzeit bei euch tragen und bei Bedarf anwenden.

Allerdings sind bei diesen Tüchern die Kritiken zumeist mittelmäßig. Die meisten Anwender kritisieren die Handhabung. Die einzelnen Tücher sind schlecht zu erreichen, nachdem das erste entnommen wurde. Ist sie nicht richtig geschlossen, trocknen die Tücher aus.

Als ganz praktisch haben sich hier einzeln verpackte Bildschirmreinigungstücher erwiesen, die man auch in kleinen Mengen mit sich führen kann und auf keinen Fall austrocknen können. Die haben gute Kritiken. 50 Stück davon bekommt ihr bei Amazon für knapp 9 Euro. Bei größeren Paketen könnt ihr deutlich sparen.

Bildschirm mit Pumpspray reinigen

Pumpsprays als Bildschirmreiniger haben den Vorteil, gut dosierbar zu sein. Allerdings braucht ihr parallel dazu immer auch ein trockenes Tuch, mit dem ihr den Schmutz und die Flüssigkeit abwischen könnt. Hier gibt es eine große Bandbreite an Reinigungsmitteln, mit oder ohne Alkohol, antistatisch und als Kombi-Pakete – zusammen mit Mikrofaser-Tüchern.

Traut man den Kritiken bei Amazon, dann scheint das Angebot von Rogge ganz gut zu sein. Ihr bekommt für 9,80 Euro. Das Tuch ist maschinenwaschbar und die Flüssigkeit antistatisch, alkoholfrei und biologisch abbaubar.

Was man bei diesen Reinigungsmitteln immer bedenken muss: Wenn sie antistatisch sind, dann hinterlassen sie einen hauchdünnen Film auf dem Bildschirm. Um Streifenfreiheit zu erreichen, müsst ihr ihn gründlich und ohne starken Druck mit einem wirklich trockenen Tuch abwischen!

Kleiner Tipp: Versucht es doch erst einmal mit einem haushaltsüblichen Glasreiniger. Die sind günstig, jeder hat sie zuhause stehen und oft sind sie ebenso gründlich in der Reinigung.
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Tipps zur Bildschirmreinigung

Die meisten Tipps sind euch sicher selbst klar. Während man bei den früheren Röhrenmonitoren wenig zu befürchten hatte, sind TFTs und Laptop-Bildschirme doch deutlich druckempfindlicher. Darum unser erster Rat:

  • Selbst wenn es sich um hartnäckige Verschmutzungen handelt, dürft ihr nicht zu fest drücken. Ansonsten wird der Bildschirm irreparabel beschädigt. Lieber öfter wiederholen, als Kraft einzusetzen. Unter Umständen braucht ihr einfach einen besseren Reiniger – etwa bei Edding-Spuren.

Davon abgesehen müsst ihr bedenken, dass die Reinigungsmittel in der Regel feucht sind. Was sich bei Reinigungstüchern noch in Grenzen hält, kann euch bei Sprays in Gefahr bringen.

  • Immer nur so viel Bildschirmreiniger auf einmal einsetzen, dass er nicht unten ins Gehäuse läuft und eventuell einen Kurzschluss erzeugt. Außerdem solltet ihr den Bildschirm vom Strom trennen, wenn ihr Feuchtreiniger verwendet. Wenn dann Feuchtigkeit ins Gehäuse kommt, gebt dem Monitor Zeit zum Trocknen. Diese Flüssigkeiten verdunsten schneller als normales Wasser.

Auch wichtig: Bildschirmreiniger sind Chemikalien!

  • Falls ihr zu Allergien neigt – oder einfach vorsichtig sein wollt – tragt bei der Reinigung des Bildschirms Handschuhe. Atmet die Dämpfe nicht direkt ein und sprüht euch nicht auf die Haut.

Außerdem solltet ihr noch bedenken, dass Monitore manchmal zur besseren Entspiegelung mit einer speziellen Schutzschicht versehen sind. Die kann durch aggressive Chemikalien oder kräftiges Reiben beschädigt werden.

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