Druckertinte ist u.a. deswegen so teuer, weil sie das Verstopfen der Druckköpfe verhindern soll. Wenn der Drucker ein verschmiertes oder blasses Druckbild abliefert, müssen wir selbst den Druckkopf reinigen. Hier ein paar Tipps, wie es am besten klappt.

Den Druckkopf reinigen: Die besten Tipps

Die Druckertinte besteht größtenteils aus Wasser ein paar Farbstoffen sowie stabilisierenden Chemikalien. Insbesondere das Wasser muss hochrein sein, um Ablagerungen im Druckkopf zu verhindern. Denn die winzigen Öffnungen darin können leicht verstopfen und das Ergebnis sind entweder verschmierte Farben oder aber ein blasser, fehlerhafter Ausdruck, weil nicht mehr genug Tinte durchkommt. Trotzdem kommt es regelmäßig dazu, dass man den Druckkopf reinigen muss. Das geschieht zum einen beim Gebrauch billiger Tinte, zum anderen ist es tatsächlich eine Form von Abnutzung. Tinte trocknet mehrmals an nur sporadisch gebrauchten Druckern und die Verschmutzung ist vorprogrammiert.

Druckkopf reinigen mit dem Reinigungsprogramm

Bei der Installation des Druckertreibers vom Support-Datenträger des Herstellers wird in der Regel auch ein Wartungsprogramm installiert. Treiber und Software kann man meist auch von den Supportseiten downloaden. Diese Wartungssoftware erreichen wir zumeist direkt aus dem Eigenschaften-Dialog des Druckmenüs. Sie bietet, neben verschiedenen Einstellungsoptionen, meist gleich mehrere Test- und Reinigungsmodi, mit denen wir den Druckkopf reinigen können.

Im Windows-Startmenü findet man unter „Geräte und Drucker“ die Auflistung der angeschlossenen Drucker. Klickt man mit der rechten Maustaste auf den Drucker, öffnet sich ein Kontextmenü, das u.a. den Punkt Druckereigenschaften enthält. Dieser Menüpunkt sollte ein Fenster öffnen, in dem wir dann u.a. eine Option mit einer Bezeichnung wie Wartung oder Pflege finden. Hier sollte sich auch eine Punkt finden, mit dem wir den Druckkopf reinigen können.

Falls verfügbar, sollte man in jedem Fall zuerst einen Düsentest durchführen. Denn oftmals ist anhand der fehlerhaften Ausdrucke nicht ersichtlich, welcher Druckkopf gereinigt werden muss und diese sind auch nicht zwangsläufig sichtbar verschmiert. Der Düsentest druckt ein Muster auf eine Seite, bei der jeder Druckkopf und alle Farben verwendet werden. Nun ist deutlich zu sehen, bei welchem Druckkopf die Probleme liegen.

Als nächstes sollte man dann ein Reinigungsprogramm für den Druckkopf starten. Falls möglich sogar eine Intensivreinigung. Anschließend kann man den Düsentest nochmal durchführen, um zu kontrollieren, ob die Probleme beseitigt wurden. Erst wenn das nicht der Fall ist, greift man zu einer manuellen Reinigung.

Kleiner Tipp

Bei Reinigen der Druckköpfe mit dem Reinigungsprogramm wird natürlich Tinte verbraucht. Zuallererst sollte man bei einem blassen Ausdruck mal kontrollieren, ob überhaupt noch genug Tinte da ist. Denn sonst kann auch eine solche Reinigung keinen Erfolg bringen.

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Druckkopf reinigen – manuell

Sollte das Wartungsprogramm nichts bewirkt haben, dann gibt es nur zwei andere Möglichkeiten. Wir können den Druckkopf reinigen, indem wir selbst Hand anlegen, oder wir kaufen einen neuen. Druckköpfe sind allerdings meist sehr teuer und im Vergleich zum Druckerpreis machen sie einen Löwenanteil der Kosten aus. Die Preise sind so seltsam kalkuliert, dass es bei manchen Firmen sogar günstiger sein kann, einen neuen Drucker zu holen, anstatt ihn mit neuen Tintenpatronen zu befüllen.

Wie bereits erwähnt, besteht Druckertinte hauptsächlich aus Wasser, Farbstoffen und verschiedenen Chemikalien, zu denen auch Lösungsmittel gehören. Auch diese müssen wasserlöslich bzw. in Alkohol lösbar sein. Also sollten Wasser und Alkohol unsere ersten Einsatzmittel sein, um einen Druckkopf zu reinigen.

Das Wasser sollte dabei aber nicht einfach aus dem Wasserhahn stammen. Leitungswasser enthält viele gelöste Stoffe, zu denen auch Kalk gehört. Die Reinigung eines Druckkopfes mit Leitungswasser kann den Schaden u.U. vergrößern. Also geht man in die Drogerie, Apotheke oder zur Tankstelle und holt sich destilliertes Wasser.

Je nachdem, ob es sich um einen Druckkopf handelt, der in Drucker verbaut ist, oder um einen Druckkopf an einer Tintenpatrone, nimmt man das entsprechende Teil und legt es in eine flache Schüssel, die mit destilliertem Wasser gefüllt wird. Darin bleibt er ein paar Stunden liegen. Bei starken Verschmutzungen auch über Nacht. Das sollte die Rückstände gründlich lösen. Abschließend wird der Druckkopf vorsichtig mit Papiertüchern trockengetupft und wieder im Drucker eingesetzt. Nun kann man den Düsentest und die Druckkopfreinigung noch einmal durchführen und etwas Glück, arbeitet der Druckkopf nun wieder korrekt.

Druckkopf reinigen mit Alkohol

Im Gegensatz zu Wasser wird Alkohol zur direkten, manuellen Druckkopf-Reinigung genutzt. Man kann Alkohol auch zum Einweichen nutzen, aber er verdunstet mit der Zeit, wenn die Meng zu gering ist. Alkohol wirkt bei Druckertintenrückständen als Lösungsmittel und kann Verschmutzungen entfernen. Dabei greift man zu Wattestäbchen und tränkt diese in medizinischem Alkohol (oder Reinigungsbenzin), den man ebenfalls in Apotheken oder Drogerien bekommt. Man sollte es nicht mit dem Gin oder Wodka versuchen, den man noch zuhause rumstehen hat. Dessen Inhaltstoffe können das Problem vergrößern.

Nun reibt man mit dem Wattestäbchen vorsichtig über den Druckkopf und feuchtet ihn evtl. sogar etwas an, um den Alkohol dann einwirken zu lassen. Das Problem bei dieser Reinigung liegt darin, dass es sich nur um eine oberflächliche Maßnahme handelt. Rückstände in den dünnen Kanälen des Druckkopfes werden oft nicht erreicht und haben auch keine Zeit, gründlich einzuweichen.

Nach der Reinigung lässt man den Druckkopf nun trocknen, setzt ihn wieder ein und führt auch hier einen Düsentest sowie eine Druckkopfreinigung durch das Wartungsprogramm durch. Wenn das keinen Erfolg hatte, kann man einen einzelnen Druckkopf vielleicht noch mit einem Ultraschallgerät reinigen. Druckerpatronen tauscht man in diesem Fall besser einfach aus.

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