Die Auswahl bei kabellosen Kopfhörer ist riesig: Over-Ear, In-Ear, für Sport, mit aktivem Noise-Cancelling oder ohne – GIGA-Audioexperte Stefan stellt seine Auswahl der besten Kopfhörer-Modelle mit kabelloser Verbindung per Bluetooth vor.

Bluetooth-Kopfhörer 2020: Alle Testsieger und Bestseller im Überblick

Platzierung Produkt Preis Angebot
Stiftung-Warentest-Sieger 2020 (In-Ear) JBL Reflect Flow ca. 125 Euro
Günstige Kopfhörer (In-Ear) Anker Soundbuds Flow ca. 23 Euro
Bester Klang (Over-Ear) Beyerdynamic Amiron Wireless ca. 575 Euro Zu Beyerdynamic
Bester On-Ear-Kopfhörer Bowers & Wilkins PX5 ca. 300 Euro
Bester Kopfhörer für Sport (In-Ear) Beats Powerbeats Pro ca. 250 Euro Zu MediaMarkt
Noise Cancelling (Over-Ear) Sony WH-1000XM3 ca. 300 Euro Zu Otto
Noise Cancelling (In-Ear) Libratone Track Air+ ca. 200 Euro
Bassqualität (Over-Ear) Nura Nuraphone ca. 400 Euro Zu Saturn
Bester Kopfhörer für iPhones (In-Ear) Apple AirPods Pro ca. 280 Euro

Der beste Bluetooth-Kopfhörer: So haben wir getestet und ausgewählt

Fast alle hier besprochenen Bluetooth-Kopfhörer hat GIGA-Audioexperte Stefan selbst ausprobiert. Zu einigen der Produkte findet ihr auf GIGA auch ausführliche Testberichte, die beim jeweiligen Modell verlinkt sind. Die Testmuster wurden uns dabei von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Vorgestellt werden hier zudem aktuelle und beliebte Kopfhörer-Modelle, die besonderes Lob von Presse und Kunden erhalten haben und sich daher für einen Kauf empfehlen.

Ihr sucht nach speziellen Kopfhörer-Typen? Bei uns findet ihr auch:

Noise-Cancelling-Kopfhörer Headsets

Die besten Bluetooth-Kopfhörer im Detail

Der Stiftung-Warentest-Sieger: JBL Reflect Flow

JBL Reflect Flow In-Ear *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 10.4.2020 2:10 Uhr

In der Liste der besten In-Ear-Kopfhörer der Stiftung Warentest ist derzeit das True-Wireless-Modell JBL Reflect Flow für 149 Euro (UVP) an der Spitze zu finden. Die Testnote lautet 1,7 („gut“), somit kann sich der JBL Reflect Flow sogar gegen deutlich teurere Mitbewerber von Apple, Beats und Sony durchsetzen.

Der JBL Reflect Flow wird auch vom britischen Magazin Whathifi gelobt (Bewertung: 5 Sterne), hervorgehoben werden der gute Klang mit dem kräftigen Bass und der hohe Tragekomfort. Das Magazin Computerbild (Ausgabe 02/2020, auch bei Readly erhältlich*) hat eine Laufzeit von etwas mehr als 7 Stunden mit einer Ladung ermittelt.  über eine nicht überzeugende Verarbeitungsqualität, die manchmal einen Umtausch notwendig macht.

Vorteile:

  • Guter Sound mit kräftigem Bass
  • Hoher Tragekomfort, auch für Sportler geeignet (wasserdicht)

Nachteile:

  • Klobiges Transportcase
  • Bedienung nicht optimal: Betätigen der Buttons kann die Gehäuse unangenehm in den Ohrkanal schieben

JBL Reflect Flow bei Amazon *

Der beste Bluetooth-Kopfhörer für wenig Geld: Anker Soundbuds Flow

Anker SoundBuds Flow Bluetooth Kopfhörer *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 10.4.2020 3:49 Uhr

Preiswerte Bluetooth-Kopfhörer gibt’s in unüberschaubarer Zahl. Die Hersteller sind meist chinesische Marken wie TaoTronics, Mpow oder eben Anker (manchmal auch als „Anker Soundcore“ gekennzeichnet). Das Modell Anker Soundbuds Flow ist ein Paradebeispiel dafür, was man heutzutage für rund 20 Euro* an brauchbarer Leistung bekommt. Dieser Kopfhörer funktioniert wunderbar mit jedem Smartphone, bietet einen durchschnittlichen Klang und bis zu 7 Stunden Akkulaufzeit. Natürlich merkt man die Sparmaßnahmen: Die Verarbeitungs- und Materialqualität ist kaum auf langjährige Nutzung ausgelegt und der Sound entspricht nicht gerade audiophilen Ansprüchen. Aber dafür spart man sich im Vergleich zu so manchem Premiumprodukt schnell eine dreistellige Summe, das ist ein gewichtiges Argument.

Vorteile:

  • Spielt zuverlässig Musik mit ordentlichem Klang ab

Nachteile:

  • Kein Produkt für die Ewigkeit (kann bei umsichtiger Nutzung aber trotzdem lange halten)

Anker Soundbuds Flow bei Amazon *

Der Bluetooth-Kopfhörer mit dem besten Klang: Beyerdynamic Amiron Wireless

Beyerdynamic Amiron Wireless Over-Ear-Kopfhörer *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 10.4.2020 3:40 Uhr

Profimusiker vertrauen seit Jahrzehnten auf ein kleines Unternehmen aus Heilbronn namens Beyerdynamic. Das drahtlose Spitzenmodell Amiron Wireless steht Studio-Kopfhörern in Sachen Klangqualität und Tragekomfort in nichts nach. Eine Besonderheit ist die Klang-Personalisierung, bei der sich der Kopfhörer an das Hörvermögen des Trägers anpasst. Gesteuert wird der Amiron Wireless über ein Touch-Feld auf der rechten Ohrmuschel – das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Alles in allem einer der teuersten Bluetooth-Kopfhörer auf dem Markt, der sich aber vor allem beim genußvollen Hören zuhause voll bezahlt macht.

Vorteile:

  • Überragende Klangeigenschaften, zeigt alle Details von Aufnahmen. Unterstützt aptX, aptX HD, aptX LL und AAC
  • Gute Verarbeitung
  • exzellenter Tragekomfort

Nachteile

  • Ein wenig zu schwer geraten (400 g).
  • Hoher Preis, besonders die technisch identische lässt den Geldbeutel weinen

Beyerdynamic Amiron Wireless bei Amazon *

Der beste On-Ear-Kopfhörer: Bowers & Wilkins PX5

Bowers & Wilkins PX5 On-Ear Kopfhörer mit Noise Cancelling *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 10.4.2020 3:42 Uhr

On-Ear-Kopfhörer bezeichnet man auch als „ohraufliegend“: Die Gehäuse umschließen nicht wie bei einem Over-Ear, sondern liegen auf dem Ohr auf. Manche empfinden das als unangenehm, andere schätzen das dadurch etwas kompaktere Design. Der edle Bowers & Wilkins PX5 wurde von britischen Ingenieuren entwickelt und konnte im GIGA-Test begeistern (Wertung: 84 Prozent).

Der warm abgestimmte Klang ist wunderbar natürlich und zeigt seine Stärken vor allem bei Klassik und Jazz. Gelungen sind auch die Hardware-Buttons zur Bedienung – logisch angebracht und schnell erlernbar. Da er etwas stramm sitzt, ist der PX5 allerdings eher für kleine Köpfe zu empfehlen. Alle anderen sollten im Ladengeschäft einige Minuten probetragen.

Vorteile:

  • Wunderbare Klangqualität, besonders bei Streichern und Gesangsstimmen

Nachteile

  • Zu eng gebaut für große Köpfe
  • Hoher Preis

Bowers & Wilkins PX5 bei Amazon *

Der beste Bluetooth-Kopfhörer für Sport: Beats Powerbeats Pro

Beats Powerbeats Pro *

Die Beats Powerbeats Pro für 249 Euro* (UVP) sind das, was sich sportliche Apple-Fans von den originalen AirPods immer gewünscht haben: Ein absolut kabelloser Kopfhörer („True Wireless Earbuds“), der aber schweiß- und wasserbeständig ist und dank flexibler Ohrbügel sicher sitzt – egal was man damit macht. Die Akkulaufzeit ist dank des effizienten H1-Chips mit bis zu 9 Stunden pro Ladung ausgesprochen gut. Wichtiges Detail für alle, die Touch-Bedienung bei Kopfhörern kritisch gegenüberstehen: Die Lautstärke kann mit Hardware-Buttons am Gehäuse eingestellt werden. Das Case ist ziemlich groß und übrigens nicht wassergeschützt. Die Beats Powerbeats Pro sind in erster Linie für iPhone-Nutzer gedacht, denn sie verfügen über die Funktion „Hey Siri“ – die digitale Assistentin lässt sich einfach per Zuruf während des Workouts starten, ein Knopfdruck ist nicht notwendig. Ähnliches werden wir in naher Zukunft auch von anderen Herstellern sehen. Abgesehen davon ist das Modell auch für Android-Nutzer eine interessante Wahl, aber dann nur mit den wichtigen Grundfunktionen. Am Klang scheiden sich die Geister: Manche lieben die temperamentvolle Abstimmung, manchen ist der Sound auf Dauer zu anstrengend. Weitere Infos auch in unserem ausführlichen Testbericht (Wertung: 86 Prozent).
Vorteile:

  • Konsequent für Sport konzipiert mit sicherem Sitz
  • Hervorragende Akkulaufzeit

Nachteile:

  • Ohrbügel sorgen für Sicherheit bei Bewegungen, könnten aber Brillenträger stören
  • Relativ großes Transport-Case

Beats Powerbeats Pro bei MediaMarkt *

Der beste Over-Ear mit Noise Cancelling: Sony WH-1000XM3

Sony WH-1000XM3 *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 10.4.2020 3:42 Uhr

 

Sony hat mehrere Anläufe gebraucht, aber es dann mit dem WH-1000XM3 für 379 Euro (UVP)* endlich geschafft: Der beste Klang, kombiniert mit dem besten Noise Cancelling. Bose kontert beim Klassiker QuietComfort 35 II mit einem noch etwas bequemeren Sitz. Beyerdynamic bietet beim Lagoon ANC individualisierbare Klangprofile. Aber das beste Gesamtpaket, die klare Empfehlung für jeden Vielreisenden mit hohem klanglichem Anspruch – dieses Prädikat geht aktuell an den Sony.

Vorteile:

  • Guter Klang
  • Wirkungsstarkes Noise Cancelling

Nachteile:

  • Touch-Bedienung statt Hardwarebuttons – das gefällt nicht jedem

Sony WH-1000XM3 bei Amazon *

Der beste In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling: Libratone Track Air+

Libratone TRACK Air+ *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 10.4.2020 3:41 Uhr

Das dänische Unternehmen ist ein verhältnismäßig kleiner Hersteller mit einer überschaubaren Auswahl an Kopfhörern und Lautsprechern. Dafür kann man von jedem behaupten, dass hier große Sorgfalt bei der Entwicklung geherrscht hat. Das gilt für das typisch skandinavische Produktdesign, aber auch für technische Eigenschaften. Die Libratone Track Air+ für 199 Euro (UVP)* schlagen sogar teurere Konkurrenten, was bestimmte Eckdaten angeht. Zwei davon muss man hervorheben: Die Akkulaufzeit ist mit bis zu 6 Stunden pro Ladung für die kompakte Gehäusegröße beachtlich und das Feature der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) haben aktuell nur wenige Wettbewerber zu bieten. Mein bisheriges Highlight unter den 2019 erschienenen True-Wireless-Kopfhörern.

Vorteile:

  • Kompakte Bauweise (gilt auch für das drahtlos aufladbare Transportcase)
  • effektives Noise Cancelling
  • guter Sitz

Nachteile:

  • Die dazugehörige Smartphone-App lässt sich nur nutzen, wenn man sich einen Login anlegt

Libratone Track Air+ bei Amazon *

Der beste Bluetooth-Kopfhörer für basslastige Musik: Nura Nuraphone

Nuraphone *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 10.4.2020 3:42 Uhr

Etwas schwer, etwas unbequem, nicht platzsparend zusammenklappbar und dann auch noch Gummiteile im Inneren, die in den Gehörgang eindringen: Der Nuraphone ist ein etwas seltsamer Kandidat, der einige Zugeständnisse beim Nutzer einfordert. Aber: Dieses High-Tech-Gerät ermittelt automatisch die individuellen Hörfähigkeiten des Trägers und passt den Sound entsprechend an. Per Schieberegler in der dazugehörigen Smartphone-App lässt sich zudem die „Immersion“ einstellen – gemeint ist im Wesentlichen ein geradezu körperlich spürbarer Bass. Wer den Nuraphone (UVP 399 Euro)* besitzt und Techno bei angemessenem Pegel (=sehr laut) hört, wird direkt in den Club gebeamt. Ein phänomenales Gänsehaut-Erlebnis, das man bei den meisten anderen Kopfhörern so nicht geliefert bekommt.

Vorteile:

  • Persönlich angepasster, präziser Sound mit unfassbarem Druck – ideal für alle Musikrichtungen mit einer Kickdrum. Nutzer spart das Geld für Eintritte in Technoclubs

Nachteile:

  • Ungefähr so bequem wie ein zu enger Helm, aber aus Gummi

Nuraphone bei Thomann *

Der beste Bluetooth-Kopfhörer für iPhones und iPads: Apple AirPods Pro

Apple AirPods Pro *

Trotz der großen Auswahl an In-Ear-Kopfhörern ganz ohne Kabel (True Wireless) hat es Apple mit den AirPods Pro geschafft, ein überragendes Paket zu schnüren, das die Konkurrenz so nicht zu bieten hat. Die Kombination aus Leichtigkeit, Tragekomfort, Klangqualität und wirkungsvollem Noise Cancelling ist vorbildlich – an den weißen Ohrsteckern gibt’s fast nichts zu bemängeln. Mehr dazu in unserem ausführlichen Testbericht auf GIGA (Wertung: 90 Prozent). Die Stiftung Warentest hat die Apple AirPods Pro Ende März 2020 mit der Note 2,0 („gut“) eingeordnet, womit sie dort deutlich vor den Huawei FreeBuds 3 (3,0), aber knapp hinter den Sony WF-1000XM3 (1,8) landen.

Der Preis ist wie gewohnt von Apple etwas hoch angesetzt, dafür ist die Integration in iOS mit der einfachen Kopplung und dem schnellen Wechsel der Quelle nirgendwo sonst so toll gelöst. Ein Pflichtkauf für iPhone-Nutzer.

Vorteile:

  • Sie sind magisch. Perfekt für iOS und macOS, dank spielend leichtem Pairing
  • Sehr hoher Tragekomfort
  • Gute Abschirmung von Umgebungslärm per ANC

Nachteile:

  • Der Klang ist gut, aber nicht spitzenmäßig. Audiophile vermissen ein Schippe mehr Druck und Klarheit

AirPods Pro bei Amazon *

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AirPods Pro: 12 Dinge, die jeder vor dem Kauf der Kopfhörer wissen sollte

Bluetooth-Kopfhörer kaufen: Was man wissen muss

Warum der Sitz so wichtig ist

Kopfhörer sind etwas, das man direkt am Körper trägt („Wearable“). Das bedeutet, dass ein guter Sitz entscheidend ist. Um teure Fehlkäufe und nervige Retouren zu vermeiden, sollte man das gewünschte Modell vorher selbst ausprobieren – sei es ausgeliehen von einem Freund oder in einem Ladengeschäft (wo man den passenden Artikel fairerweise auch gleich erwirbt).

Bei In-Ear-Modellen kommt es auf die Silikon-Passstücke an, ob der Sitz im Gehörgang richtig ist. Nur eine gute Isolation sorgt für satten Sound: Sitzen die Gehäuse zu locker in den Ohren, geht der Bass verloren. Sitzen sie zu fest, führt das innerhalb von Minuten zu einem unangenehmen Druckgefühl und sogar zu Schmerzen. Empfehlenswert sind Passstücke aus flexiblem Memory-Schaum. Beim Hantieren mit In-Ears sollte man übrigens auch auf die Hygiene achten (saubere Hände) – immerhin steckt man sich einen Gegenstand in die Nähe des Trommelfells.

Sind Bluetooth-Kopfhörer gesundheitsschädlich?

Zum Thema Gesundheit gibt es auch vereinzelt Bedenken wegen der Strahlenbelastung, die durch Bluetooth-Geräte ausgeht. Die elektromagnetischen Felder sind zwar klar messbar, aber selbst für Wissenschaftler nicht so leicht zu interpretieren. „Gemäß heutigem Kenntnisstand (…) ist die durch Bluetooth-Netzwerke erzeugte hochfrequente Strahlung zu schwach, um (…) akute gesundheitliche Wirkungen auslösen zu können,“ so das Faktenblatt des schweizerischen Bundesamts für Gesundheit (PDF). Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt generell, die Strahlenbelastung zu minimieren, um mögliche, aber „bisher nicht erkannte gesundheitliche Risiken“ gering zu halten (Infoblatt als PDF). Weiterführende Informationen findet ihr im GIGA-Artikel: „Ist Bluetooth schädlich oder ungefährlich? Einfach erklärt.“

Klangqualität von Kopfhörern

Über Klang wird viel geschrieben und diskutiert, auch hier bei GIGA. Trotzdem muss man sich bewusst sein, dass es sich um eine individuelle Sinneswahrnehmung handelt. Dem einen Hörer gefällt ein neutraler Sound (geradliniger Frequenzgang), ein anderer empfindet das als steril und langweilig. Ein Klassik-Fan hat andere Anforderungen an einen Kopfhörer als jemand, der Tech-House mag. Tendenziell gilt: Ein hochwertiger Kopfhörer schafft es besonders gut, all die verschiedenen Herausforderungen zu meistern und eine Art Allround-Werkzeug zu sein. Ein schlecht klingender Kopfhörer lässt sich hingegen selbst mit Software-Equalizern per App kaum noch retten.

Kopfhörer: Apps und Datenschutz

Wer einen modernen Bluetooth-Kopfhörer kauft, bezahlt im Prinzip nicht nur für den Kopfhörer selbst (Hardware), sondern auch für Firmware und App, die zum Betrieb dazu gehört (Software). Manche Kopfhörer lassen sich ohne Smartphone-App nicht in vollem Umfang nutzen – das rückt dann in den Fokus, wenn man zur App-Nutzung einen Login anlegen muss, über den wiederum Daten gesammelt und an den Hersteller übertragen werden. Wer großen Wert auf Datenschutz legt, sollte diesen Aspekt berücksichtigen und sich vorher informieren, wie sich der Hersteller die Nutzung vorgestellt hat.

Noise Cancelling (ANC) bei Kopfhörern: Was leistet die Technologie?

Test: So leise ist Noise Cancelling.

Das Thema Noise Cancelling drängt seit einigen Jahren immer stärker zu den Konsumenten durch. Die aktive Absenkung von Außengeräuschen durch Gegenschall kann tatsächlich für wohltuende Ruhe sorgen, indem vor allem tieffrequente und monotone Störquellen (Motorbrummen, Klimaanlagenrauschen) ausgeblendet werden. Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass so manches Werbeversprechen der Hersteller übertrieben ist. Absolute Stille wie in einem schalltoten Raum bekommt auch der beste ANC-Kopfhörer nicht hin, das ist technisch (noch) nicht machbar. Es wird aber hörbar angenehmer, auf Flug- oder Bahnreisen Musik zu genießen. Vereinzelt stellen sich Nutzer auch die Frage, ob Noise Cancelling gesundheitsschädlich ist: Die Antwort darauf lautet nein, wie uns ein HNO-Experte der Uni Dresden auf Anfrage bestätigt hat.