Gegenüber klassischen Tintenstrahldruckern steigt die Beliebtheit von Laserdruckern. Gründe sind ihre Langlebigkeit, günstigere Drucke und bessere Druckqualität. Doch welchen Farblaserdrucker sollte man kaufen? GIGA klärt auf.

 

Kaufberatung

Facts 

Farblaserdrucker 2021 im Test: Unsere Auswahl im Überblick

GIGA-Preis-Tipp Testsieger Stiftung Warentest Bestes Kombigerät Amazon-Bestseller
Produkt HP Color Laser 150nw Canon i-Sensys LBP623Cdw Canon i-Sensys MF643Cdw HP Color LaserJet Pro M479fdw
Preis ca. 200 Euro ca. 300 Euro ca. 400 Euro ca. 450 Euro
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GIGA-Preis-Tipp: HP Color Laser 150nw

HP Color Laser 150nw: netzwerkfähiger Farblaserdrucker

HP Color Laser 150nw: netzwerkfähiger Farblaserdrucker

Vorteile

  • gutes Druckergebnis
  • übersichtliches Bedienfeld

Nachteile

  • Druckerpapier-Einschub lässt sich ab ca. 150 Blatt nicht mehr schließen
  • kein Duplex-Druck
  • Schwächen im Grafik- und Fotodruck

Für den privaten Gebrauch eignet sich der HP Color Laser 150nw gut. Der Farblaserdrucker verfügt über ein übersichtliches Bedienfeld, alle notwendigen Funktionen sind schnell auffindbar. Die Druckergebnisse bei Text sind hochwertig, Fotos und Grafiken überzeugen jedoch weniger. Befindet sich der Drucker länger nicht in Benutzung, schaltet er sich automatisch in den Strom sparenden Standby-Modus.

Der HP Color Laser 150nw hat ein kompaktes und schlichtes Design. Leider lässt sich der untere Einschub für das Druckerpapier ab einer Anzahl von etwa 150 Blatt nicht mehr vollständig schließen. Das gibt dann nicht nur im Hinblick auf die Optik Abzugspunkte, sondern erhöht auch den Platzbedarf. Wer auf das automatische beidseitige Drucken (Duplexdruck) nicht verzichten möchte, wird sollte lieber einen Blick auf das nächsten Modell werfen.

Testsieger Stiftung Warentest: Canon i-Sensys LBP623Cdw

Canon i-SENSYS LBP623Cdw A4 Farblaserdrucker

Canon i-SENSYS LBP623Cdw A4 Farblaserdrucker

Vorteile

  • hohe Druckqualität
  • leise und schnell
  • Netzwerkdruck per LAN/WLAN/AirPrint

Nachteile

  • Bedienungsanleitung nicht optimal

Nachdem man die etwas komplizierte Ersteinrichtung überstanden hat, bekommt man mit dem Canon i-Sensys LBP623Cdw einen guten und günstigen Drucker für den privaten Einsatz. Das Gerät erzielt gute bis hervorragende Druckergebnisse. Er druckt schnell als auch leise und lässt sich zudem übers Netzwerk steuern. Die Druckkosten sind mit 3 Cent pro S/W-Seite und 90 Cent pro Foto vergleichsweise günstig. Dank AirPrint-Unterstützung lassen sich Bilder oder Dokumente von allen Apple-Geräten zuverlässig drucken. Insgesamt gab es weniger Probleme mit der Nutzung von Apple-Geräten als mit Windows betriebenen Computern. Die Stiftung Warentest kürte den Canon i-Sensys LBP623Cdw mit einer Gesamtnote von 2,4 („gut“) zum Testsieger. Anders als Kombigeräte können reine Drucker wie dieses Modell nicht scannen oder faxen. Dafür sind sie günstiger und sparen Platz.

Bestes Kombigerät: Canon i-Sensys MF643Cdw

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Vorteile

  • schnell eingerichtet
  • Einsatz zuhause und in kleinen Büros
  • schnelle Aufwärmphase, schneller Druck

Nachteile

  • kein Duplex-Scan
  • komplizierte Einrichtung der E-Mail-Funktion

Als bestes Kombi-Gerät erweist sich der Canon i-Sensys MF643Cdw. Der Duplex-Druck stellt für dieses Modell kein Problem dar, einen Duplex-Scan gibt es allerdings nicht. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Druckgeschwindigkeit und schnelle Aufwärmphase. Der Canon i-Sensys MF643Cdw taugt daher sowohl für das eigene Zuhause als auch für das Büro. Zudem zeichnet sich der Drucker durch seine schnelle Einsatzbereitschaft und der Funktion des direkten Mailens eines Scans via Mail oder an einen PC über das Heimnetzwerk. Als bestes Farblaser-Kombigerät erlangte er bei der Stiftung Warentest die Note 2,8 „befriedigend“.

Amazon-Bestseller: HP Color LaserJet Pro M479fdw

HP Color LaserJet Pro MFP M479fdw: Netzwerk-Farblaserdrucker mit Scanner, Kopierer und Fax

HP Color LaserJet Pro MFP M479fdw: Netzwerk-Farblaserdrucker mit Scanner, Kopierer und Fax

Vorteile

  • hohe Druckgeschwindigkeit
  • Einrichtung unkompliziert

Nachteile

  • erhöhte Druckkosten

Eine gute Verarbeitung, ein schneller Druck und eine unproblematische Einrichtung – das bietet der HP Color LaserJet Pro M479fdw Multifunktions-Farblaserdrucker. Der Druck vom Handy über die HP-Smart-App funktioniert ebenso einwandfrei wie der Druck vom PC. Schwächen zeigt der Drucker jedoch laut einer Amazon-Rezension in manchen Fällen bei Druck- und Scanqualität. Je nach Anwendungsfall lässt sich das jedoch verschmerzen. Die Kosten pro Seite sind bei HP-Gerät etwas höher als bei anderen Geräten.

So haben wir die besten Farblaserdrucker 2021 ausgewählt

Bei der Zusammenstellung der besten Farblaserdrucker haben wir unsere eigenen Erfahrungen einspielen lassen sowie Beiträge verschiedener Testinstitutionen zur Seite gezogen. Zusätzlich haben wir Kundenrezensionen von Amazon als externe Quelle mit in die Bewertung einfließen lassen.

Verwendete Quellen: Stiftung Warentest (Ausgabe 09/2020)

Farblaserdrucker kaufen: Das müsst ihr wissen

Drucker – Das solltet ihr wissen

Die wichtigsten Fragen, die beim Kauf eines Farblaserdruckers aufkommen, haben wir im Folgenden beantwortet.

Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker: Welcher Druckertyp bietet welche Vor- und Nachteile?

Farblaserdrucker haben einige technische Vorteile und können sich auf lange Sicht trotz des höheren Einstiegspreises auch finanziell rechnen.

  • Ein Farblaserdrucker kann auch nach Wochen der Nichtbenutzung zuverlässig drucken, bei Tintenstrahlern trocknen Druckköpfe und Tinte nach einiger Zeit ein. Hier muss man regelmäßig drucken oder die Druckkopfreinigung nutzen – letzteres verbraucht viel Tinte.
  • Die Druckergebnisse sind bei Laserdruckern weniger anfällig für Umwelteinflüsse (Sonnenlicht, Feuchtigkeit).
  • Papierkosten sind bei besonderen Ausdrucken geringerer, da für diese kein Spezialpapier notwendig ist.
  • Ein Laserdrucker druckt meist schneller. Bei geringen Druckaufträgen ist das egal, aber wer ein 100-Seiten-Dokument ausdruckt, wird dafür dankbar sein.
  • Tintenstrahldrucker produzieren in niedrigen Preisbereichen beim Fotodruck oft bessere Ergebnisse, sofern teures Spezialpapier verwendet wird.
  • Bei günstigen Tintenstrahldruckern ist der Neukauf selbst bei kleineren Defekten oft günstiger als die Reparatur beziehungsweise der Austausch eines Druckkopfes –  was natürlich schlecht für die Umwelt ist.
  • Weil Laserdrucker im Durchschnitt eine längere Lebensdauer haben als Tintenstrahldrucker, lohnt sich die etwas höhere Investition auf lange Sicht trotzdem.
  • Zum Drucken benötigen Tintenstrahldrucker Tintenpatronen und Farblaserdrucker sogenannte Tonerkartuschen. Toner sind in der Anschaffung teurer als Tintenpatronen. Dafür reicht eine Tonerkartusche für bis zu 3.000 gedruckten Seiten. Eine Tintenpatrone hingegen muss nach maximal 400 Seiten ausgewechselt oder aufgefüllt werden.

Unsere Empfehlung: Ein Laserdrucker ist für fast jeden Nutzer die bessere Wahl.

Farblaserdrucker oder Schwarzweiß-Drucker?

Nutzt ihr den Drucker nur, um Briefe, Retourenlabels und Ähnliches auszudrucken, ist ein in der Regel wesentlich günstigerer S/W-Drucker ausreichend. Durch die fehlenden Farbkartuschen sind S/W-Drucker auch kleiner als Farblaserdrucker.

Im Privatgebrauch sind für die meisten Nutzer:innen Schwarz-Weiß-Drucker ausreichend, für gelegentliche Fotodrucke muss man dann jedoch auf Drogeriemarkt oder Copyshop zurückgreifen – das ist dann aber auch billiger und im Ergebnis qualitativ besser. Für Fotografen und bei gewerblicher Nutzung empfehlen wir jedoch einen Farblaserdrucker. Ein Briefkopf sieht schließlich mit farbigem Firmenlogo, bunten Diagrammen, Hervorhebungen und dergleichen viel professioneller aus. Wird Farbe nur punktuell verwendet, hat das auch keinen nennenswerten Einfluss auf die Druckkosten.

Welche Druckkosten kommen auf mich zu und wie kann ich sie senken?

Neben dem Anschaffungspreis für das Gerät kommen weitere Druckkosten auf den Besitzer eines Farblaserdruckers zu. Darunter fallen Papierkosten, sowie Kosten für den Stromverbrauch und Ersatztoner. Bei jedem Laserdrucker gehört eine Tonerkartusche zum Lieferumfang. Ein Ersatztoner muss erst nach 2.000 bis 3.000 Seiten gekauft werden.

Ob ihr günstiges Recyclingpapier, normales Kopierpapier oder teures Laserdruckpapier nutzt, trägt maßgeblich zu den Druckkosten bei. Farblaserdrucker erreichen auf jedem Papier eine ordentliche Qualität. Wen der ungebleichte Look von Recyclingpapier stört, nimmt normales Kopierpapier. Laserdruckpapier ist unnötig und muss zudem mit dem Drucker kompatibel sein. Auch beim Toner-Kauf könnt ihr sparen. Kauft dazu Ersatztoner von seriösen Drittanbietern statt des Originals.

Verfällt die Garantie oder Gewährleistung bei der Nutzung eines kompatiblen Toners?

Weder die Garantie, noch die Gewährleistung verfällt, wenn ihr eine kompatible Tonerkartusche statt eines „Originals“ nutzt. Sollte jedoch ein Defekt am Drucker auf einen fremden Toner zurückzuführen sein, dürfte der Hersteller eine Garantiefall-Reparatur ablehnen. In dem Fall wäre jedoch der Hersteller des kompatiblen Toners in der Haftung.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei der Nutzung von Tonern eines Fremdherstellers?

Das kommt ganz auf den Toner an. Es gibt Refill-Toner und Rebuilt-Toner. Bei Refill-Tonern wird Toner in die Altkartusche gefüllt. Bei einem Rebuilt-Toner werden Verschleißteile durch Neuware ausgetauscht. Der größte Nachteil beim Refill-Toner ist die Qualität. Je öfter eine Kartusche befüllt wird, desto schlechter wird die erzielte Druckqualität. Auch die Anzahl der bedruckten Seiten ist nicht so hoch, wie mit den Originalen oder Rebuilt-Tonern. Dafür stimmt der Preis. Es gibt außerdem keine umweltschonendere Methode, da beim Auffüllen kein Müll produziert wird.

Rebuilt-Toner sind etwas teurer und nicht ganz so umweltschonend wie die Refill-Variante. Dafür bieten sie eine ausgezeichnete Druckqualität und im Vergleich zum Original noch immer einen sehr guten Preis. Weil Kunden die gute Qualität der Rebuilt-Varianten anzweifeln, bietet manch Anbieter einen Test an, bei dem man bei Unzufriedenheit das Geld zurückerhält. Außerdem ist eine Rückgabe im Rahmen des Widerrufsrechts bis zu 14 Tage nach der Lieferung möglich.

Vorsicht geboten ist bei fabrikneuen Tonerkartuschen. Oft handelt es sich dabei um Produkte aus Fernost, die die Patente der Druckerhersteller verletzen.

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