Die Latenzzeit soll meistens so gering wie möglich sein. Aber was ist das eigentlich?

Was ist Latenzzeit?

Latenzzeit bedeutet eine Verzögerung oder Reaktionszeit. Damit ist die Zeitspanne gemeint zwischen dem Auslösen eines Ereignisses und dem Eintreffen des Ereignisses. Wenn die Latenzzeit null ist, findet das Ereignis zeitgleich mit dem Auslösen des Ereignisses statt. Ist die Latenzzeit zu groß, entstehen meistens unerwünschte Wirkungen.

Beispiele:

  • Internetgeschwindigkeit: Je länger das DSL-Kabel ist, desto höher kann die Latenzzeit des Internets sein (Stichwort: Ping).
  • Bluetooth-Controller: Wenn ihr mit einem Bluetooth-Controller ein Videospiel spielt, möchtet ihr eine möglichst geringe Latenzzeit haben. Das heißt, ihr drückt die Sprung-Taste und im gleichen Moment springt der Charakter im Spiel. Wäre die Latenzzeit höher und ihr drückt die Sprung-Taste, würde der Charakter im Videospiel erst deutlich später reagieren.
  • Online-Multiplayer: In Online-Multiplayer-Spielen wie „PUGB“ ist eine geringe Latenzzeit überlebenswichtig. Bei einer zu großen Latenz ist die Spielfigur im schlechtesten Fall bereits tot, aber der Spieler merkt es erst einige Sekunden später. Im Grunde merkt der Server erst zu spät, dass eine bestimmte Aktion ausgelöst wurde und schickt die Bestätigungsinformationen entsprechend zu spät zurück.

Das Comedy-Video des YouTube-Kanals „Viva la Dirt League“ zeigt auf, was passiert, wenn die Latenzzeit zu groß in Spielen ist:

Was bedeutet Latenz im Internet?

Über eine Eingabekonsole kann man die Latenz bestimmen, die ein Datenpaket von eurem Computer zu einem Server und wieder zurück benötigt. In diesem konkreten Beispiel wird die Latenz „Ping“ genannt:

Hohe oder niedrige Latenz?

Meistens wünscht man sich eine niedrige Latenzzeit.

  • Wenn man Spiele spielt, soll die Spielfigur genau dann reagieren, wenn ich den Knopf am Controller drücke.
  • Wenn ich eine Webseite aufrufe, soll sie so schnell wie möglich geladen sein.