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Was ist Dropshipping und ist dieses Geschäftsmodell etwas für mein Business?

Das hat es mit Dropshipping auf sich.
Das hat es mit Dropshipping auf sich. (© Getty Images / Tevarak)

Erfahre, was sich hinter Dropshipping verbirgt und ob dieses Geschäftsmodell etwas für dich ist! ➤ Jetzt umfassend informieren!

Zu den berühmtesten Dropshippern gehört der Online-Händler Amazon. Im Jahr 2022 wurde der Markt für Dropshipping auf einen Wert von über 225 Millionen US-Dollar geschätzt. Weiteren Einschätzungen zufolge soll dieser Wert bis 2028 noch steigen. Bei so hohen Zahlen ist es kein Wunder, dass die dazugehörigen Suchanfragen ebenfalls entsprechend stiegen. Das Interesse an diesem speziellen Geschäftsmodell steigt, da es erst einmal unkompliziert erscheint. Was Dropshipping genau ist, wie es funktioniert und wie du dir dein eigenes Business durch Dropshipping aufbauen kannst, verraten wir dir hier. Außerdem klären wir dich über die Vor- und Nachteile auf.

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Was ist Dropshipping?

Als Dropshipping wird eine Art des Online-Handels bezeichnet. Hierbei bietet ein Online-Shop Produkte auf seiner Website an, die er selbst gar nicht besitzt beziehungsweise lagert. Bestellt ein Kunde in dem Online-Shop ein Produkt, so leitet dieser die Anfrage weiter an den Großhändler. Dieser schickt das Produkt direkt an den Kunden. Somit fungiert der Online-Shop eher als eine Art Vermittler, welcher einen Teil des Umsatzes einnimmt. Der Kunde selbst weiß nicht, dass er die Ware direkt von dem Großhändler bekommt, da auf dem Paket der Name des Online-Shops steht.

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Dropshipping: Vor- und Nachteile

Dropshipping: Vorteile

Dropshipping eignet sich besonders gut für Unternehmen, welche gerade noch in den Kinderschuhen stecken. Beim Dropshipping ist die Höhe des benötigten Eigenkapitals relativ gering. Die einzigen Kosten entstehen für die eigene Website, die dazugehörige Domain und das eventuelle Programmieren für eventuelle Apps oder weitere Funktionen sowie natürlich für die eigene Arbeitsleistung. Eine weitere Ausgabe kann die Werbung sein, beispielsweise auf verschiedenen Social-Media-Plattformen. Weder für Lager noch für Personal muss Geld ausgegeben werden.

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Durch die eingesparten Kosten kann so ein breit gefächertes Sortiment geboten werden, da mit mehreren Großhändlern gleichzeitig zusammen gearbeitet werden kann. In einem kleinen Zeitfenster kann mit Dropshipping ein Unternehmen ausgebaut werden. Das dazu benötigte Wissen lässt sich ebenfalls sehr leicht mittels Internet aneignen. Für die Großhändler kann Dropshipping ebenfalls Vorteile mit sich bringen: Sie müssen sich nicht um den Vertrieb ihrer Waren kümmern.

Dropshipping: Nachteile

Ein großer Nachteil des Dropshippings ist, dass der Online-Shop dem Großhändler vertrauen muss. Dadurch, dass der Dropshipper die Ware nicht zu sehen bekommt, kann diese auch nicht auf Qualität überprüft werden. Auch der reibungslose Ablauf des Versands wird in die Hände des Großhändlers abgegeben. Sollten sich die Dropshipper mit einem Großhändler aus Asien zusammengetan haben, kann es zu langen Lieferzeiten und eventuell beschädigten Produkten kommen. Auch sind die dazugehörigen Lieferkosten und -zeiten immer höher, je weiter der Großhändler von den Kunden entfernt ist. Ein Frust über eben diese Probleme kann bei den Kunden schnell auftreten. 

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Zudem ist die Konkurrenz innerhalb des Marktes ziemlich hoch. So sollte sich der Dropshipper ein Nischenprodukt suchen oder ein gutes Branding für seine Produkte betreiben. Sollten Kunden unzufrieden mit dem erhaltenen Produkt sein, so muss der Dropshipper sich eigenständig um den Retourenprozess kümmern. Er muss die zurückzusendenden Produkte vom Kunden an eine eigene Adresse senden lassen, um sie selbst von dort aus an den Großhändler weiter zu leiten. Hinzu kommt, dass Dropshipping einen eher schlechten Ruf hat, obwohl es per se nichts Schlechtes ist. So benutzen auch viele unseriöse Anbieter dieses System, um auf ihrer Website ein Produkt als hochklassig zu bewerben, nur um dann ein eigentlich sehr viel schlechteres Produkt an den Kunden schicken zu lassen. Durch diese Vorkommnisse sinkt natürlich die Glaubwürdigkeit des Dropshippings.

Wie funktioniert Dropshipping?

Dropshipping
Wie funktioniert Dropshipping genau? (© Adrian / Pixabay)
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Wer ist beim Dropshipping beteiligt?

Grundsätzlich sind am Dropshipping drei Parteien beteiligt: die Kunden, der Dropshipper mit seinem Online-Shop und der Großhändler.

  • Der Dropshipper erstellt einen Online-Shop, in welchem er ein bestimmtes Sortiment an Waren anbietet. Diese gehören nicht ihm selbst, sondern dem Großhändler. Geht eine Bestellung beim Online-Shop ein, übermittelt er diese an den Großhändler.
  • Der Großhändler versendet die Waren, welche die Kunden im Online-Shop bestellen, direkt aus seinem Lager. Er selbst hat keinen Kontakt zu den Kunden.
  • Für die Kunden ist beim Bestellen nicht ersichtlich, ob es sich beim Online-Shop um einen Dropshipper handelt oder nicht.

Um den reibungslosen Ablauf des Retourenprozesses gewährleisten zu können, beauftragen einige Dropshipper einen weiteren Dienstleister. Diesen Prozess kann der Dropshipper allerdings auch selbst übernehmen; es ist nur mit mehr Aufwand verbunden.

Arten des Dropshippings

Grundsätzlich wird beim Dropshipping zwischen Dropshipping mit einem Großhandels- oder mit einem Konsignationslager unterschieden. Bei der Zusammenarbeit mit einem Großhandelslager hat der Online-Shop Zugriff auf das gesamte Sortiment des Großhändlers. Wenn allerdings ein Produkt ausverkauft ist, so kann die Bestellung (des Kunden) auch nicht mehr vollzogen werden. Bei einem Konsignationslager reserviert der Großhändler eine bestimmte Anzahl seiner Produkte für den Dropshipper in einem eigenen Lager. Der Online-Shop hat somit sein „eigenes“ Sortiment. Hierbei fallen allerdings auch Zusatzkosten an, andererseits ist die Warenbeständigkeit bei diesem Modell abzusehen.

Einsatzbereiche des Dropshippings

Das Geschäftsmodell des Dropshippings kann mit einem eigenen Online-Shop, einem Online-Markplatz wie beispielsweise Amazon-Marketplace oder aber auch in Offline-Läden genutzt werden. Bei einem Online-Marktplatz fallen allerdings zusätzliche Kosten gegenüber den Anbietern an. Diese bieten aber auch durch ihre vielen verschiedenen Produkte eine höhere Reichweite. Bei einem eigenen Online-Shop muss dieser erst aufgebaut werden.

Dropshipping wird hauptsächlich im Online-Handel eingesetzt, aber auch Offline-Läden können dieses Geschäftsmodell nutzen. So stellt ein Laden beispielsweise ein Möbelstück aus, hat dieses aber nicht selbst auf Lager. Möchte ein Kunde das Möbelstück haben, so bestellt er es im Laden, dieser leitet es dann an den Großhändler weiter, der das Möbelstück direkt an den Kunden schickt. Somit kann auch ein Offline-Laden auf diese Art und Weise Lagerkosten sparen.

Ist Dropshipping das richtige Geschäftsmodell für mich?

Bei deiner Entscheidung für oder gegen Dropshipping solltest du diese wesentlichen Punkte beachten: 

  • Die Qualitätssicherung wird beim Dropshipping abgegeben: Du hast beim Dropshippen keinen wirklichen Einfluss auf die Qualität der Produkte und kannst sie nicht eigenständig verbessern. Diese bestimmt nur der Großhändler.
  • Der Versand liegt nicht in deinen Händen: Auch die Verantwortung der Lieferzeiten und des Versands allgemein gibst du an den Großhändler ab.
  • Die Kreativität eigener Produkte fällt weg: Zwar kannst du dein eigenes Branding in Form von einer eigenen Beschreibung an die zu verkaufenden Produkte heften, wirklich dein eigenes Produkt verkaufst du allerdings nicht. Du bist sozusagen nur der kreative Stempel für einfache Produkte.
  • Welche Produkte wähle ich, um einen hohen Gewinn zu erreichen? Nicht alle Produkte bringen den gleichen Gewinn. Ein Nischenprodukt, welches Kunden nur bei dir finden, wird eher gekauft.

Weitere Tipps für das Dropshipping

Mit welchem Großhändler arbeite ich zusammen?

Da du selbst die Produkte, welche du durch deinen Online-Shop vertreibst, nicht zu Gesicht bekommst und diese somit nicht auf die Qualität überprüfen kannst, solltest du einen Großhändler wählen, dem du mit diesen Dingen vertrauen kannst. Auch den Versand legst du in die Hände von diesem. Zudem ist es wichtig, eine gute Kommunikation zwischen Online-Shop und Lieferanten herzustellen, um so den sicheren Verkauf und zufriedene Kunden zu gewährleisten. Wir empfehlen dir daher, einen Großhändler innerhalb der EU zu wählen und etwas mehr Geld zu bezahlen, auch wenn die günstigen Preise der asiatischen Anbieter verlockend sind.

Gehe auf Kundenbelange ein

Um eine gewisse Kundenzufriedenheit zu erreichen, solltest du dich mit den häufigsten Kritikpunkten deiner Kunden befassen. Hier helfen dir die Funktionen von verschiedenen Rezension-Websites. Hast du Probleme innerhalb deines Online-Shops herausgefunden, mach dich daran, diese zu beseitigen.

Finde ein Alleinstellungsmerkmal

Die Konkurrenz auf dem Markt ist hoch. Es ist wichtig, ein Alleinstellungsmerkmal für dich und deine Produkte zu finden. Außerdem bietet es sich an, sich immer wieder neu zu erfinden, um so mit der Zeit zu gehen und deinen Platz auf dem Markt zu behaupten. Dein eigenes Dropshipping-Unternehmen kannst du dir beispielsweise mit Shopify oder Amazon aufbauen.

Fazit

Obwohl das Dropshipping an sich ein einfach zu verstehendes Geschäftsmodell ist, sind die Hintergründe komplizierter. Als Dropshipper vertreibst du nur die Produkte eines Großhändlers an deine Kunden. Mit einem eigenen Online-Shop preist du deine Produkte an, welche, wenn sie Kunden bei euch bestellen, direkt von dem Großhändler verschickt werden. Die Dropshipper selbst haben keinen Einfluss auf die Qualität oder den Versand der Produkte. Dropshipping bietet eine sehr kostengünstige Alternative zu sonstigen Online-Shop-Modellen, da sich die Lager- und Personalkosten gespart werden können. Gerade für Start-Ups eignet sich dieses Geschäftsmodell besonders gut. Ob dieses Geschäftsmodell etwas für dich und dein Unternehmen ist, solltest du erst nach reichlicher Überlegung entscheiden.

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