Wer zu Hause Internet über einen DSL-Festnetzanschluss nutzen möchte, kommt an einem DSL-Router nicht vorbei. Die Stiftung Warentest hat aktuelle Produkte getestet. Für uns keine Überraschung: Der Sieger hört auf den Namen „FritzBox“. GIGA stellt das Modell vor und gibt einen Überblick zum Thema.

Ein Router stellt für Computer, Tablets und andere Web-fähige Devices die Verbindung nach „draußen“: Er wählt sich in das Internet ein und ermöglicht über Kabelnetzanbindung und WLAN den Geräten im Haushalt somit einen Zugang zum Internet. Neben diesen Netzwerkfunktionen mit Schutzmechanismen bieten viele Router weitere Möglichkeiten – von der Telefonzentrale bis hin zum Smart-Home-Hub.

WLAN-Router: DSL, Kabel, Glasfaser?

Wer seinen Internetzugang über einen DSL-Tarif gebucht hat, benötigt einen DSL-Router. Er wird an den entsprechenden Anschluss der Telefondose im Haushalt angesteckt. Eine seltener genutzte Alternative ist der Kabelanschluss, der über die TV-Dose läuft. Darüber hinaus gibt es – im Privathaushalt (fast) nicht gebräuchlich – Router für Glasfaseranschlüsse. Die Produkte sind normalerweise nur für einen Anschlusstyp konzipiert.

Inhaltsverzeichnis

Die besten WLAN-Router 2020: Alle Testsieger im Überblick

Platzierung Produkt Preis Angebot
Testsieger bei Stiftung Warentest AVM FritzBox 7590 ca. 200 Euro Zu Amazon
Preistipp AVM FritzBox 7530 ca. 120 Euro Zu Amazon
Empfehlung für Kabelanschluss AVM FritzBox 6591 Cable ca. 250 Euro Zu Cyberport

Testsieger bei Stiftung Warentest: AVM FritzBox 7590

Im Test der Stiftung Warentest (siehe Heft 3/2020) belegt die FritzBox 7590 von AVM mit der Gesamtnote 1,5 den ersten Platz. Ob Datenübertragung, Sicherheitsfunktionen, Telefonieren, Handhabung oder Vielseitigkeit – überall erreicht der DSL-Router ein „sehr gut“. Einzige Ausnahme: der Stromverbrauch. Hier reicht es nur für Note 2,3. GIGA hat nachgemessen: Im Betrieb benötigt der Router bei uns rund 11 Watt. Es gibt nur geringe Energiesparmöglichkeiten, indem man zum Beispiel die DECT- oder WLAN-Leistung reduziert (nur in kleinen Räumlichkeiten sinnvoll). Am besten steckt man den Router aus, wenn man für ein paar Tage nicht zu Hause ist.

Die Ausstattung des Top-Routers von AVM ist üppig, regelmäßige Software-Updates mit Funktionserweiterungen können wir vom Berliner Hersteller erwarten. Dank WLAN AC+N und Multi-User-MIMO erreicht man über das kabellose Netz eine Geschwindigkeit von bis zu 1733 MBit/s (5 GHz) und 800 MBit/s (2,4 GHz). Eine DECT-Basis für den direkten Anschluss von DECT-Funktelefonen ist integriert.

AVM FritzBox 7590

AVM FritzBox 7590

Vorteile:

  • Schnelle Datenübertragung
  • Viele und sehr gute Funktionen

Nachteile:

  • Etwas hoher Stromverbrauch

Der Preistipp: AVM FritzBox 7530

Unser Preistipp ist die FritzBox 7530. Für kleinere Haushalte dürfte sie völlig ausreichen. Im Vergleich zum Topmodell sind die Maximalübertragungsraten des WLAN mit 866 MBit/s beziehungsweise 400 MBit/s niedriger, zudem bekommt man weniger Anschlüsse. Ansonsten bietet der Router ebenso die hohe Funktionsvielfalt, inklusive integrierter DECT-Basis.

Dass AVM ein guter Kompromiss gelungen ist, belegt auch der Test der Stiftung Warentest: Die FritzBox 7530 als eines der günstigsten Produkte punktet mit einem geringeren Stromverbrauch und nimmt mit Gesamtnote 1,6 den zweiten Platz ein. Zum Vergleich: Konkurrenzprodukte von anderen Herstellern erreichen die Note 2,1 oder schlechter.

AVM FritzBox 7530

AVM FritzBox 7530

Vorteile:

  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Viele und sehr gute Funktionen

Nachteile:

  • Wenige Anschlüsse

Kabelrouter bei Stiftung Warentest: AVM FritzBox 6591 Cable

Für Kabelanschlüsse hat die Stiftung Warentest 03/2020 nur die AVM FritzBox 6591 Cable getestet. Der noch etwas höherer Stromverbrauch als bei den DSL-Modellen sorgt für Abwertung, die FritzBox 6591 Cable bekam deshalb trotz Topnoten in den anderen Bereichen nur eine Gesamtnote von 2,0.

AVM Fritz!Box 6591 Cable

AVM Fritz!Box 6591 Cable

Vorteile:

  • Schnelle Datenübertragung
  • Viele und sehr gute Funktionen

Nachteile:

  • Hoher Stromverbrauch

Router-Kauf: Was man wissen sollte

Auf welche Funktionen sollte man beim Kauf einer FritzBox achten?

Auch nach einem Blick in das Heft der Stiftung Warentest – beziehungsweise auf die beiden DSL-Router oben – mag sich manch einer noch fragen, welches Modell er nehmen soll. Für mehrere Geräte und Personen im Haushalt, für einen üppigen Datentransfer innerhalb des Netzwerks oder Streaming mit einem leistungsfähigen Tarif ist eine hohe Geschwindigkeit sinnvoll, damit es nicht zu Leistungseinbußen kommt. Dann ist die FritzBox 7590 die erste Wahl. Auch auf die Anschlüsse sollte man achten. Nur das Topmodell liefert ISDN-Unterstützung und bietet zwei statt einen USB-Port. Hier kann man zum Beispiel einen Drucker und eine Festplatte anschließen.

Eine DECT-Basis und integrierte Telefonanlage-Funktionen bieten beide AVM-Router. Auch in der weiteren Ausstattung gleichen sich die Geräte. Wofür man die Geräte einsetzen kann, zeigen unsere Tipps für die FritzBox:

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FritzBox: Diese 20 Funktionen sollte jeder Besitzer kennen

Telekom, o2, Vodafone – welcher WLAN-Router ist für die DSL-Tarife sinnvoll?

Zumindest die großen Anbieter von DSL-Tarifen stellen den Kunden oft eigene Router zur Verfügung. Ist man mit dem jeweiligen Produkt zufrieden, spart man sich weitere Ausgaben für die Hardware. Diese Modelle sind normalerweise aber weniger leistungsfähig und funktionsreich als die oben genannten Router. Zum Beispiel hat der Telekom Speedport Smart 3 im Test der Stiftung Warentest nur „befriedigend“ abgeschnitten.

FritzBox und Geräte anderer Hersteller lassen sich einsetzen, egal bei welchem Anbieter man den DSL-Tarif gebucht hat. Die oben genannten DSL-FritzBoxen unterstützen zudem Supervectoring 35b (VDSL).

Kann man selbst den Router einrichten?

Einen guten Router selbst in Betrieb zu nehmen ist kein Hexenwerk. Am einfachsten verwendet man einen Windows-PC oder Mac, der über ein Netzwerkkabel mit dem Router verbunden ist. Im Browser kann man die Einrichtungsseite aufrufen. Wichtig: Man benötigt die Zugangsdaten seines Tarifs.

Braucht man einen WLAN-Repeater?

Ein WLAN-Repeater erweitert das Funknetz des WLAN-Routers. Ihn benötigt man nur, wenn das Netzwerk nicht überall erreichbar ist, wo man es benötigt, und eine günstigere Positionierung des Routers nicht möglich ist.

Praktisch: Einige FritzBox-Modelle kann man als Repeater einsetzen. Somit kann man einen ausgedienten Router noch für die WLAN-Erweiterung nutzen.

Welches Zubehör benötigt man für die FritzBox?

Das unbedingt notwendige Zubehör liegt bei – wie zum Beispiel die Anschlusskabel. Um einen Computer per Kabel an den Router anzuschließen, verwendet man ein Netzwerkkabel.

Für die Telefonie koppelt man ein DECT-Telefon mit der FritzBox. Am besten auf die Funktionen abgestimmt sind die Modelle des selben Herstellers, wie unser Test des FritzFon C6 ergab.

AVM FRITZ!Fon C6 DECT-Komforttelefon

AVM FRITZ!Fon C6 DECT-Komforttelefon

Nicht unbedingt notwendig, aber für manch einen interessant: AVM bietet Smart-Home-Geräte, die sich über die FritzBox ansteuern lassen. Zudem gibt es kostenlose Apps für iOS und für Android, die bei Konfiguration und Bedienung der angeschlossenen Geräte helfen.