Die PC-Lüfter reinigen und dem Hitzetod vorbeugen

Marco Kratzenberg

„Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann“, heißt es in einem bekannten Sketch von Loriot. Auch in einem PC saugt und bläst es und das ist auch dringend nötig. Bei der Arbeit produzieren das Netzteil sowie die Prozessoren von Hauptplatine und Grafikkarte eine Menge Wärme. Gleichzeitig sind diese Bauteile aber wärmeempfindlich. Die Hitze muss also weg. Zuerst vom Prozessor und dann raus aus dem PC.

Die PC-Lüfter reinigen und dem Hitzetod vorbeugen

Wo Luft zirkuliert, werden auch Staubteile herumgeblasen. Und die setzen sich mit Vorliebe in kleinen Löchern und engen Spalten fest. Kein Wunder, dass Lüfteröffnungen, aber auch die Ventilatoren selbst sowie die Kühler, nach einiger Zeit völlig verdreckt sind. Und dann leiten Sie Wärme schlecht ab oder stellen den Dienst ganz ein. Dem muss man vorbeugen und die PC-Lüfter reinigen.

Darf man mit der Staubsauger den PC-Lüfter reinigen?

Wenn man seinen PC-Lüfter reinigen will, ist meist eigentlich noch viel mehr zu tun. Moderne, leistungsstarke PCs haben mehrere Luft-Ansaugöffnungen, während die warme Luft den Rechner oft über das Gebläse des Netzteiles verlässt.

Der Prozessor selbst wird über eine eigene Ansaugöffnung mit frischer Luft versorgt. Direkt dahinter sitzt oft ein großer Trichter, der die Luft an den vergleichsweise kleinen Lüfter und den dahinterliegenden Prozessor saugt. Hier sitzt also bereits ein Nadelöhr. Wenn die kleinen Löcher verstopft sind, kann keine kühlende Außenluft mehr zum Prozessor kommen. Das Ergebnis kann eine Überhitzung sein - und die Zerstörung des Hauptprozessors.

Allerdings sollte man nicht - und schon gar nicht im laufenden Betrieb - nun an diese Öffnungen einfach den Staubsauger halten und möglichst kräftig lossaugen. Durch den Trichter direkt hinter der Öffnung ist das nämlich ein geschlossenes System. Der Sog würde sich bis zum relativ schwachen Motor des Lüfters fortsetzen. Der bleibt daraufhin vielleicht stehen. Es kann sogar sein, dass er andersherum dreht, als er soll. Im besten Fall wird nun Staub aus dem Rechner in die Prozessorkühlung gesagt. Im schlimmsten Fall geht der Motor des Lüfters kaputt. Man kann diese Öffnung durchaus mit einem Staubsauger reinigen (obwohl da oft auch schon ein Lappen reicht). Aber man sollte dazu die Seitenklappe abnehmen und das ohne den dahinterliegenden Trichter machen. Danach reinigt man die anderen Öffnungen und schließlich das Rechnerinnere. Und zuletzt sollte man den PC-Lüfter reinigen.

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PC-Lüfter reinigen: Wie sollte man es richtig machen?

Wenn man den PC dann schon mal auf hat, wird man sicher recht überrascht feststellen, dass es in dem vermeintlich geschlossenen Kasten staubiger ist, als unterm Bett einer albanischen Absteige.

Nun sollte man hier auch keinesfalls einfach einen Staubsauger reinhalten. Dafür ist die Gefahr zu groß, empfindliche Bauteile zu beschädigen. Empfehlenswert ist eine erste Reinigung mit einem Pinsel. All das natürlich bei ausgeschaltetem Rechner und gezogenem Stecker. Der Pinsel hilft auch, erste grobe Verschmutzungen im Lüftertrichter zu entfernen. Anschließend können wir mit dem Pinsel auch den PC-Lüfter reinigen.

Jetzt sollte Druckluft aus der Spraydose zum Einsatz kommen. Diese wird mit dünnen, langen Auslassrohren angeboten, so dass man selbst den Lüfter und andere schwer erreichbare Gebiete des PC erreicht. Wer es ganz clever machen will, kann den Staubsauger nun auf hoher Leistung laufen lassen und das Saugrohr an den Rand des PC-Gehäuses legen. Wenn wir nun mit dem Druckluftsprayer sowie dem Pinsel Staub lösen, wird dieser gleich in den Staubsauger gezogen. So wird nichts beschädigt und trotzdem alles sauber.

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