Wie kann ich meine Festplatte einfach schneller machen? [Tipp]

Marco Kratzenberg

Technisch ist es natürlich nicht möglich, seine Festplatte zu beschleunigen. Anders als etwa einen Prozessor, kann man eine Festplatte nicht tunen oder übertakten. Die einzige Chance, eine Festplatte schneller zu machen, liegt in einer Optimierung der Dateizugriffe. Und da kann man zum Glück einiges tun.

Trotzdem das - seit Windows XP eingeführte - NTFS-Festplattenformat eine Fragmentierung der Daten weniger schlimm macht, gibt es immer noch physikalische Gegebenheiten einer Harddisk, denen man sich beugen muss. Auch eine runde Scheibe hat einen Anfang und ein Ende. Da ist es schon günstig, die meistgenutzten Daten dort zu platzieren, wo sie am schnellsten erreicht werden, oder?

Festplatte schneller machen? Regelmäßig defragmentieren!

Bevor man seine Festplatte defragmentiert, sollte man sie entrümpeln. Veraltete, temporäre Dateien nehmen unnötig Platz weg und sollten sie zudem defragmentiert sein, kostet auch das Zeit. Also weg damit. Es ist sicher auch kein schlechter Gedanke, das Speichern von manchen Daten gleich zu vermeiden. Die Cache- und Chronikdaten der Browser zum Beispiel, sind nicht nur meist unnötig, sie sind auch ein Teil der Privatsphäre, deren Schutz offenbar heutzutage immer wichtiger wird.

Zum Defragmentieren des Festplatte bringt Windows bereits alle Voraussetzungen mit. Öffnen wir den Ordner „Computer“, werden uns alle aktuellen Laufwerke angezeigt. Klicken wir mit der rechten Maustaste auf ein beliebiges Laufwerk, so öffnet sich ein Kontextmenü, das ganz unten den Menüpunkt „Eigenschaften“ aufweist. Dahinter verstecken sich, neben verschiedenen Angaben zur Festplatte, unter dem Kartenreiter Tools einige nützliche Werkzeuge. Der Button „Jetzt defragmentieren“ ruft das windowseigene Defragmentierungsprogramm auf, mit dem wir die Festplatte schneller machen können. „Datenträger analysieren“ untersucht das ausgewählte Laufwerk auf den Grad der Defragmentierung hin. Als Ergebnis bekommen wir einen Hinweis, ob das Laufwerk überhaupt defragmentiert werden muss.

Bilderstrecke starten(42 Bilder)
41 Beweise dafür, dass die Welt Linkshänder hasst

Bei dieser Defragmentierung greift Windows übrigens auf die sogenannten „Prefetch-Dateien“ zurück. Im normalen Betrieb speichert Windows in einem Ordner ab, welche Daten und Programme besonders häufig aufgerufen werden und welche seltener. In einer Spezialdatei werden dann die letzten 8 Untersuchungen nochmal gespeichert. Darauf greift die Windows-Defragmentierung zurück und entscheidet, welche Daten „wichtig“ sind und weiter vorne liegen sollen, wo sie schneller erreicht werden. So kann man also durch die Defragmentierung tatsächlich die Festplatte schneller machen!

Festplatte schneller machen - vollautomatisch

Das Problem der vielen vernünftigen Dinge, die man an seinem Computer tun sollte, ist ziemlich groß: Man muss daran denken, sie zu erledigen! Ich sollte regelmäßig ein Backup machen, ich sollte meine Passworte sichern, ich sollte die Festplatte öfter defragmentieren. Da ist es doch schön wenn mir mal jemand eine notwendige aber langweilige Arbeit abnimmt. Das oben vorgestellte Defragmentierungstool von Windows hat soger eine Automatik, um meine Festplatte schneller zu machen.

Oben im Programm sehen wir den Button „Planung aktivieren“. Dahinter versteckt sich ein ganz kleines Fenster, in dem ich angeben kann, wann und wie häufig welche meiner Platten defragmentiert werden sollen. Daraufhin wird im Windows-Zeitplaner eine Aufgabe erstellt, die automatisch abgearbeitet wird. Wenn ich will, kann ich sogar jeden Tag in der Mittagspause meine Platten neu anordnen lassen. Was will ich mehr?

Umfrage: Refurbished oder Neuware?

Ist es für euch in Ordnung, wenn das Smartphone-Display ein wenig verkratzt ist oder schon ein paar Gebrauchsspuren auf der Rückseite hat? Oder muss ein Artikel beim Kauf wirklich komplett neu sein?

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung