Duplexdruck: Vor- und Rückseite bedrucken – so geht‘s

Marco Kratzenberg 1

Der Duplexdruck oder beidseitige Druck ist bei Büchern normal, aber bei selbstbedruckten Seiten eher selten. Hier werden die Vor- und Rückseiten eines Blattes in einem Durchgang bedruckt, sodass man beim Lesen einfach das Blatt umdreht. Wir erklären euch, wie ihr das mit eurem Drucker machen könnt.

Bei Druckern wird zwischen manuellem und automatischen Duplexdruck unterschieden. Dabei geht es vor allem um die Fähigkeiten des Druckers. Um automatisch beide Seiten bedrucken zu können, benötigt er eine sogenannte Duplexeinheit. Die lohnt sich allerdings nur, wenn man das Feature häufig benötigt, da es den Drucker deutlich teurer macht. Der manuelle Duplexdruck ist aber auch nicht sonderlich umständlich, wie ihr hier lesen könnt.

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So löst ihr Probleme mit dem Canon-Drucker.

Manueller Duplexdruck – das kann jeder Drucker

Beim Duplexdruck von Hand nutzt ihr eine Softwarelösung, um beide Seiten abwechselnd zu bedrucken. Dabei wird der Druck dann in die geraden und ungeraden Seiten aufgeteilt und der Drucker bedruckt erst die eine Seite des Papierstapels mit den ungeraden Seiten (1, 3, 5, …). Dann dreht ihr die Blätter um und startet die zweite Runde des Drucks, bei der dann die geraden Seiten (2, 4, 6, …) gedruckt werden.

Wichtig ist dabei:

Beim manuellen Duplexdruck werden die Blätter einzeln umgedreht – nicht der ganze Stapel auf einmal!

Wie der manuelle Duplexdruck gestartet wird, hängt im Wesentlichen vom verwendeten Programm und den möglichen Einstellungen eures Druckes ab. Textprogramme wie Word oder TextMaker haben spezielle Einstellungen in ihren Druckmenüs. Bietet ein Programm das nicht, müsst ihr in eure Druckereinstellung wechseln und dort etwas umstellen.

Oder klar ausgedrückt:

  • Die einfachste Möglichkeit ist, dass euer Programm dafür eine Einstellung hat.
  • Die schwierigste Option ist, dass ihr von Hand festlegt: Jetzt wird Seite 1 gedruckt, dann das Blatt umdreht und den Druck von Seite 2 startet.
  • Dazwischen liegt eine Option, die ihr oben im Bild seht. Dabei könnt ihr festlegen, dass erst die ungeraden, anschließend die geraden Seiten gedruckt werden.

So startet ihr den manuellen Duplexdruck:

  1. Öffnet euer Dokument in einem geeigneten Programm. Tipp: Manche Formate können von mehreren Programmen geöffnet werden und einige dieser Programme haben umfangreichere Druckdialoge. Probiert etwas herum!
  2. Drückt die Tasten Strg + P (Standard-Windows-Hotkey zum Starten des Druckens) oder startet den Druck über das Menü.
  3. Seht nach, ob das Menü eine Duplex-Funktion anbietet. Falls ja, nutzt die.
  4. Falls es keine Duplex-Funktion im Druckmenü gibt, öffnet über den Druckdialog die Druckereinstellungen und sucht dort nach entsprechenden Möglichkeiten.
  5. Druckt erst die erste Hälfte der Seiten, dreht die einzelnen Blätter um und druckt dann die zweite Hälfte. Wichtig: Einige Drucker und Programme (wie etwa Word) bieten euch an, wahlweise die kurze oder lange Seite des Papiers zu drehen. Achtet beim Drehen darauf, sonst stehen die zweiten Seiten auf dem Kopf.

Bei dieser Methode könnt ihr den Duplexdruck relativ einfach durchführen. Falls das verwendete Programm und der Drucker keine dieser Optionen anbieten, dann gibt es selbst im einfachsten Druckdialog noch die Option, dass ihr den Druck jeder Seite einzeln startet, indem ihr die entsprechende Seitenzahl dort von Hand eingebt.

Der automatische Duplexdruck – der Drucker dreht die Seiten um

Ein automatischer Duplexdruck ist nur bei bestimmten Druckern möglich. Sie müssen mit einer „Duplexeinheit“ ausgerüstet sein. In diesem Fall werden die Seiten normal nacheinander bedruckt, nur „wendet“ der Drucker das Blatt während des Drucks automatisch und führt es erneut dem Druckvorgang zu.

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In der Regel wird diese Art des Duplexdrucks nicht in den Druckdialogen der Programme berücksichtigt. Das bedeutet, ihr müsst erst den Drucker selbst umstellen, bevor ihr dann einen ganz normalen Druckvorgang im Programm startet.

Einige Drucker beherrschen sogar den sogenannten „Broschürendruck“. Damit sind die querliegenden DIN-A4-Blätter gemeint, die durch zwei Faltungen gedrittelt werden und dadurch Innen- und Außenseiten haben. In dem Fall isst es wichtig, schon im Programm die Seitengrößen entsprechend passend anzulegen.

Die eigentliche Bedeutung von Duplexdruck

Im allgemeinen Sprachgebrauch der „Druck-Laien“ hat sich das Wort Duplexdruck als Bezeichnung für das beidseitige Bedrucken von Seiten etabliert. Aber eigentlich ist damit etwas ganz anderes gemeint.

Vereinfacht gesagt ist in der Druckwelt damit gemeint, dass ein Bild zweimal hintereinander auf ein Blatt gedruckt wird, wobei eines ein Bild in Graustufen ist und beim zweiten Druck eine tönende Farbe verwendet wird. Das Ergebnis ist eine verstärkende Wirkung des Bildes.

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