Anzeige
Anzeige
Für Links auf dieser Seite erhält GIGA ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. GIGA
  2. Entertainment
  3. Gaming
  4. Animal Crossing: New Horizons: Zu politisch für China

Animal Crossing: New Horizons: Zu politisch für China

© Nintendo
Anzeige

In Animal Crossing: New Horizons können Gamer ihr Leben und ihre Umgebung beinahe vollkommen frei gestalten. Die chinesische Regierung hat den Verkauf des Spiels nun deswegen verboten.

Bisher konnten sich chinesische Gamer Animal Crossing: New Horizons über die Ebay-ähnlichen Auktionsportale Taobao und Pinduoduo bestellen. Der Verkauf des Spiels wurde dort nun aber von offizieller Seite aus verboten. Grund für die Restriktion ist die freie Meinungsäußerung innerhalb des Spiels.

Anzeige

Animal Crossing: New Horizons und Hong Kongs Demokratiebewegung

Im familienfreundlichen Hit Animal Crossing: New Horizons können Spieler ihr virtuelles Insel-Zuhause ganz nach Belieben gestalten und dekorieren. Diese Freiheit haben die Aktivisten von Hong Kongs Demokratiebewegung genutzt, um politische Statements in Form von Kleidung, Kunstwerken und Aktionen innerhalb des Spiels abzubilden – und die Resultate dann möglichst weitreichend auf Social-Media-Kanälen zu teilen.

Auf diese Weise konnten sie Kritik am Vorgehen von Hong Kongs Regierungschefin Carrie Lam und Chinas Staatspräsident Xi Jinping üben. Als Konsequenz wurde Verkäufern auf den Plattformen Taobao und Pinduoduo mitgeteilt, dass Animal Crossing: New Horizons dort nicht mehr angeboten werden darf. Weil ein offizieller Release in China bislang nicht stattgefunden hat, kommt dies einem kompletten Verkaufsverbot gleich.

Anzeige

Animal Crossing: New Horizons – Schlupfloch in Nintendos E-Shop

China ist für seine harte Linie in der Zensur von Videospielen und anderen Inhalten bekannt. Animal Crossing: New Horizons ist somit leider nicht das erste Spiel, das den Gamern im Reich der Mitte vorenthalten wird. Die dortigen Regularien ziehen Verbote von Medien vor allem dann nach sich, wenn ihre Inhalte von den Behörden als zu gewalttätig oder anstößig betrachtet werden. Dies schließt auch nutzergenerierte Inhalte mit ein.

Anzeige

Offiziell ist das Spiel nun in China also nicht mehr verkäuflich. Allerdings ist es damit nicht vollständig aus dem Land entfernt. Wer das Spiel bereits besitzt, kann weiterhin offline darauf zugreifen. Außerdem können Gamer die Länderregion auf ihrem Switch-Profil ändern – auf diesem Weg ist Animal Crossing: New Horizons weiterhin in Nintendos E-Shop verfügbar.

Anzeige