Borderlands 3: Darum rufen zahlreiche Fans zum Boykott des Shooters auf

Daniel Hartmann 2

Auf Twitter solidarisieren sich aktuell viele Spieler mit Streamer und YouTuber SupMatto, gegen den eine Untersuchung durch Take Two und 2K wegen Urheberrechtsverletzungen läuft. Die Community ruft deswegen zum Boykott des Spiels auf.

Vor allem der Besuch durch zwei Privatdetektive bei SupMatto zu Hause, ist für viele ein Einschüchterungsversuch und ein paar vergleichen die Aktion sogar mit Mafia-Methoden. Für viele ist klar, dass sie Take Two und 2K nicht weiter unterstützen werden und rufen auf Twitter unter dem Hashtag #BoycottBorderlands3 dazu auf, dass Spiel auf keinen Fall zu kaufen.

Die Twitter-Reaktionen auf die Untersuchung durch Take Two

Den größten Anstoß finden die Spieler an dem Besuch und der Befragung durch die zwei Privatdetektive:

Ein weiterer Nutzer erinnert uns daran, dass so etwas nicht zum ersten Mal in Zusammenhang mit Take Two vorkommt:

Einige scheinen zwar ihren Humor noch nicht verloren zu haben, wollen aber trotzdem das Spiel nicht kaufen:

Doch es gibt auch einige Gegenstimmen, die der Meinung sind, dass es falsch ist, Hunderte Menschen zu bestrafen aufgrund der Verfehlungen der Chefetage:

Ob der Aufruf zum Boykott merkliche Konsequenzen für das Spiel haben wird, bleibt abzuwarten. Trends auf Twitter sind in der Regel sehr kurzlebig und am Wichtigsten ist, es gibt noch keine Klarheit darüber, wie stichhaltig die Vorwürfe gegen SupMatto überhaupt sind.

Original-Meldung vom 8. August 2019, 13:33 Uhr:

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Borderlands 3-Entwickler lässt Privatdetektive gegen Streamer ermitteln

Der Publisher von Borderlands 3 2K treibt eine bereits zehn Monate andauernden Untersuchung an, unter anderem gegen Streamer SupMatto wegen der Veröffentlichung geheimer Information und Urheberrechtsverletzung.

Publik wurde die Untersuchung durch SupMatto selbst, der, nachdem er von zwei durch 2K und Mutterkonzern Take Two beauftragte Privatdetektive zu Hause aufgesucht und befragt wurde, ein Video-Statement dazu abgab. Die Untersuchung wurde von 2K und Take Two gegenüber IGN mit folgendem Statement bestätigt:

„Take Two und 2K nehmen die Sicherheit und Geheimhaltung von Geschäftsgeheimnissen sehr ernst. Die Schritte, die wir einleiten, sind das Ergebnis einer zehnmonatigen Untersuchung sowie die Geschichte dieses Content-Creators, der davon profitierte, unsere Richtlinien zu brechen, geheime Informationen über unser Produkt zu veröffentlichen und unser Recht als Urheber zu verletzen.“

Zum einen geht es um die Veröffentlichung von Informationen zur Twitch-Extension von Borderlands 3. SupMatto und Teile seiner Community sollen einen Twitch-Exploit genutzt haben, um Einsicht in private Test-Streams zu erlangen. Des Weiteren beziehen sich die Vorwürfe auf Videos aus dem Jahr 2018. Hier soll SupMatto detaillierte und akkurate Informationen zu Mechaniken und Charakteren veröffentlicht haben, lange bevor Take Two, 2K oder Entwickler Gearbox selbst etwas zu dem Spiel preisgegeben hatten.

SupMatto weist die Anschuldigungen zurück und gibt an, nur öffentliche Informationen genutzt zu haben oder welche, die von anderen bereits herausgefunden worden waren. Sein volles Statement findest du in diesem Video:

Seit seinem Gespräch mit den Privatdetektiven (welches er übrigens aus rechtlicher Sicht nicht hätte führen müssen) sind diverse Videos mit Inhalten zu Borderlands 3 von seinem Kanal verschwunden. Laut IGN untersucht auch Twitch den Vorfall, dazu gibt es aber keine offizielle Bestätigung. Ebenfalls unbestätigt ist die Untersuchung von SupMattos Discord-Server durch den Betreiber selbst. SupMatto soll gegen eine 5 Dollar-Mitgliedschaft für seinen YouTube-Kanal Zugänge zu einem privaten Discord-Server mit weiteren geleakten Informationen zu Borderlands 3 verkauft haben. Mit Ausnahme der Sperrung des Discord-Servers ist aber keine dieser Informationen bestätigt.

Borderlands 3 - Gameplay Reveal Event Trailer.

Aktuell gibt es noch keine Informationen, ob 2K und Take Two eine Klage anstreben oder nicht – und die Vorwürfe gegen SupMatto scheinen nur Teil einer größeren Untersuchung von geleakten Geschäftsgeheimnissen zu sein. Mit Ausnahme des Videos gibt es kein weiteres Statement von SupMatto. Allerdings macht seine Community gerade mobil und ruft zum Boykott von Borderlands 3 auf.

Tatsächliche Beweise fehlen hier also noch an vielen Stellen. Was denkst du allgemein über das harte Vorgehen von Publishern und Entwicklern gegen YouTuber und Streamer, die Leaks veröffentlichen?

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