Die Entwickler der Corona-Warn-App prüfen eine erweiterte Funktion. Damit wollen sie das Scannen von QR-Codes bei Veranstaltungen verbessern. Statt wie bisher auf die Meldung einer Infektion durch die betroffenen Personen angewiesen zu sein, sollen auch Veranstalter oder das Gesundheitsamt eine Warnung auslösen können.

 

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Corona-Warn-App: Entwickler verbessern QR-Code-Registrierung

Die Entwickler der Corona-Warn-App überarbeiten deren Event-Registrierung per QR-Code. Ziel ist es das neue Tool effektiver zu machen und so auch die Warnquote zu verbessern. Derzeit werde noch die technische Machbarkeit geprüft, heißt es.

Geplant ist, dass in Zukunft nicht nur Nutzer der Corona-Warn-App eine Infektion mit dem Coronavirus melden können. Stattdessen sollen auch die Veranstalter oder ein Gesundheitsamt die Menschen per App warnen, wenn ein Infektionsrisiko besteht – auch wenn man von der Infektion „analog“ erfahren hat, die betreffende Person also die Warn-App nicht nutzt. So wird die zuletzt implementierte Funktion zur Event-Registrierung sinnvoll erweitert.

Im Fall einer Infektion werde das die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass betroffene Personen von ihrem Risiko erfahren. Bei einer Quote an App-Nutzern von rund 60 Prozent, die ein gegebenenfalls positives Testergebnis mitteilen, wäre das eine willkommene Möglichkeit, die Corona-Warn-App effektiver zu gestalten. Bisher bestehe lediglich eine Wahrscheinlichkeit von durchschnittlich 15 bis 20 Prozent in so einem Fall per App gewarnt zu werden, wie Golem.de berichtet.

Tipps für den Alltag mit dem Coronavirus findet ihr im Video:

Coronavirus: 8 Tipps für den Alltag

Corona-App und „analoge“ Infektionsnachverfolgung kombinieren

Die Warnmeldung von Veranstaltern oder einem zuständigen Gesundheitsamt könnte auch einen der größten Nachteile der bisherigen Apps aufheben: Wird bekannt, dass eine Person infiziert ist, die die App nicht nutzt, könnten so App-Nutzer trotzdem einfach und schnell gewarnt werden. Analoge Teilnehmer listen würden durch die App ergänzt. Entsprechende Forderungen gab es bereits seitens der Politik, wie der Spiegel berichtet.

Mit der Weiterentwicklung soll die Corona-Warn-App auch immer mehr zu einer besseren Alternative zur Luca-App und anderen Check-In-Anwendungen werden. Einen Termin für den Start der neuen Funktion gibt es bisher nicht.