Aktuell gibt es größere Probleme bei der Steuer-Plattform „Elster“. So ist es vielen Nutzern nicht möglich, sich auf der Plattform anzumelden oder Eingaben zu tätigen. Grund für die Störung ist ein hoher Andrang auf das Portal.

 
ElsterFormular
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Der Ansturm wird verursacht durch die Grundsteuerreform. Hierdurch versuchen viele Haus- und Wohnungseigentümer gleichzeitig ihre Angaben für die Steuererklärung online einzureichen.

Probleme bei Elster: Abwarten und später erneut probieren

Auf der Webseite des Elster-Portal heißt es:

Aufgrund enormen Interesses an den Formularen zur Grundsteuerrreform kommt es aktuell zu Einschränkungen der Verfügbarkeit.

Man verspricht, das Problem schnell beheben, um „so schnell wie möglich die gewohnte Qualität zur Verfügung zu stellen“. Noch ist unklar, wie lange die Zugriffsprobleme bei Elster anhalten werden. Das Problem ist nicht Browser-bedingt. Es hilft also wenig, ein anderes Programm zu nutzen. Auch gängige Lösungen wie das Löschen des Browser-Caches und Cookies helfen in diesem Fall weniger.

Wer dringend Steuersachen erledigen möchte, sollte den Besuch auf der Steuerplattform in späte Abendstunden oder den frühen Morgen verlegen, also Zeiten, an denen weniger Besucher gleichzeitig versuchen, den Dienst in Anspruch zu nehmen.

Elster geht nicht: Das steckt hinter den Problemen

Einige Nutzer vertreiben sich die Zeit, bis alle wieder wie gewohnt funktioniert, bei Twitter:

Hintergrund für den hohen Andrang ist die Grundsteuerrechtsreform. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss die Grundsteuer neu berechnet werden, wodurch Wohnungs- und Hausbesitzer seit Juli und bis spätestens 31. Oktober eine aktualisierte Steuererklärung abgeben müssen. Dafür müssen verschiedene Daten zum Objekt, etwa die Wohnfläche, der Bodenrichtwert und das Baujahr in der Erklärung angegeben werden. Rund 36 Millionen Grundstücke sind betroffen und müssen neu berechnet werden.

Welche Informationen man angeben muss, hängt vom Bundesland ab. Für Eigentümer ergeben sich durch die neue Berechnung Abweichungen im drei- bis vierstelligen Eurobereich. Die Erklärung kann ausschließlich online über das Elster-Portal erfolgen, wodurch es derzeit zu einem massiven Ansturm und damit verbundenen Ausfällen beim Dienst kommt.