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Ford wird zu Big Brother: Alptraum für Autofahrer rückt näher

Ford hat eine Technik in der Hinterhand, die sich gewaschen hat. (© IMAGO / ZUMA Press)

Je digitaler Autos werden, umso mehr wächst bei vielen Fahrern die Sorge: Sind die fahrbaren Untersätze vor Fremdzugriffen sicher? Ford zeigt jetzt: Vor unbefugter Einmischung mögen die Autos geschützt sein, aber manche Autofahrer sollten eher den Hersteller fürchten.

 
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Ford plant Fernabschaltung für Autos, wenn Kunden nicht zahlen

Denn mit einem neuen Patent will Ford sichergehen, dass der Hersteller nicht leer ausgeht, wenn Kundinnen und Kunden mal ihre Zahlungsversprechen nicht erfüllen. In diesem Fall könnten in Zukunft per Fernzugriff wichtige Funktionen im Fahrzeug deaktiviert werden – oder das Auto sogar komplett fahruntüchtig gemacht werden. Das entsprechende Schutzrecht für künftige Entwicklungen hat man in den USA kürzlich eingereicht.

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Los geht es dem Patent zufolge mit einer einfachen Warnung, die im Fahrzeug und auf dem Smartphone erscheinen kann, wenn eine Zahlung ausbleibt. Wird diese von säumigen Zahlern ignoriert, könnten erste Einschränkungen bei der Nutzbarkeit folgen. Ford soll dabei etwa daran denken, das Fahren an Wochenenden nicht mehr zu ermöglichen. So könnten Kunden das Auto unter der Woche für den Job weiter nutzen, damit Ford an sein Geld kommt. Darüber hinaus würde das Auto aber zwangsweise stehen bleiben.

Auch könnte per GPS nur das Fahren in bestimmten Gebieten ermöglicht werden oder im Extremfall das Fahrzeug ganz fahruntauglich gemacht werden. Durch ferngesteuertes Aktivieren von Hupe oder Radio, besonders nachts, könnte man außerdem Druck aufbauen. So wüsste die Umgebung direkt, wenn jemand ein unbezahltes Auto fährt (Quelle: t3n).

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Die grundlegende Technik für solche Schritte ist längst auf dem Markt angekommen. Diverse Autobauer bieten manche Zusatzfunktionen per Abo an. Freigeschaltet werden diese per Internetverbindung „over the air“. So können sie auch wieder deaktiviert werden. Ford zufolge will man aber dafür sorgen, dass Notfallfahrten – etwa zu einem Krankenhaus – weiter möglich sein werden.

Auch fürs Aufladen von E-Autos hat Ford eine neue Idee:

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Auto per Software deaktivieren: In Europa möglich?

Anlass des Patents sind offenbar zunehmende Zahlungsausfälle in den USA. Die bräuchte Ford mit diesen Techniken nicht mehr anderweitig verfolgen, sondern könnte einfach die Nutzung erschweren oder sogar unmöglich machen. Sorgt das nicht dafür, dass Kunden ihre Zahlungen leisten, könnte in einer noch etwas ferneren Zukunft das Auto sich selbstständig wieder aus dem Staub machen. Ob Ford solche Techniken auch für den europäischen Markt nutzen könnte, steht allerdings nicht fest, da hier andere gesetzliche Rahmenbedingungen gelten können.

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