Ikea wehrt sich gegen das Spiel The Store Is Closed. Den Anwälten des Unternehmens zufolge darf das Spiel in bestehender Form nicht auf den Markt kommen, da Markenrechte verletzt würden. Tatsächlich spielt das Game unverwechselbar in einem Einrichtungshaus, das eigentlich nur Ikea sein kann.

 
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Ikea: The Store Is Closed muss geändert werden

Noch ist das Survival-Horrorspiel The Store Is Closed gar nicht auf dem Markt, da sorgt Ikea für einen echten Popularitätsschub. Das Indie-Game, das gerade bei Kickstarter zu finden ist, gefällt den Anwälten des Unternehmens ganz und gar nicht. Jetzt wurde der Solo-Entwickler Jacob Shaw aufgefordert, Änderungen an dem Spiel vorzunehmen. Nur zehn Tage lässt Ikea dem Entwickler, um „alle Hinweise auf die berühmten Ikea-Möbelhäuser zu entfernen“.

Tatsächlich spielt The Store Is Closed in einem Möbelhaus, das sicher nicht zufällig an Ikea erinnert. Den Anwälten zufolge fühlt man sich zwar geschmeichelt, dass sich „andere von der Marke Ikea inspirieren lassen“, doch die Parallelen gehen ihnen dann doch etwas zu weit.

Unter anderem führen sie „ein blaues und gelbes Schild mit einem skandinavischen Namen“ auf. Auch die Kleidung der im Spiel vorkommenden Personen ähnelt der des Ikea-Personals. Hinzu kommen noch „Möbel, die wie Ikea-Möbel aussehen“.

Ikea zufolge lassen die genannten Elemente „sofort vermuten“, dass es sich nicht um irgendein Möbelhaus, sondern um eine Ikea-Filiale handelt – auch wenn sie im Spiel „Styr“ genannt wird. Der Entwickler hält dagegen und erläutert, dass die Möbel im Spiel mit vorgefertigten Assets erstellt wurden. Ob er die geforderten Änderungen vornimmt, lässt er bislang offen. Er würde sich aber nach rechtlichem Beistand umschauen (Quelle: Kotaku).

Ikea oder nicht? Macht euch selbst ein Bild:

Trailer zum Horrorspiel The Store is Closed

Ikea verhilft Kickstarter-Game zu Erfolg

Die Aufmerksamkeit durch Ikea hat The Store Is Closed schon vor der Veröffentlichung geholfen. Ursprünglich sollten über die Kickstarter-Kampagne etwas mehr als 11.500 US-Dollar eingenommen werden. Mittlerweile darf sich der Entwickler auf über 65.000 US-Dollar freuen.