Die Plattform OnlyFans ist für äußerst freizügige Inhalte bekannt. Damit sollte ab Oktober wegen neuer Richtlinien aber Schluss sein. Das Geschäftsmodell mancher Nutzer wird nun doch nicht gehörig durcheinander gebracht.

Update vom 26. Juni, 14:17 Uhr: OnlyFans möchte sexuell anzügliche Inhalte nun doch nicht untersagen. Das Unternehmen gibt bekannt, dass OnyFans „weiterhin ein Zuhause für alle Medienschöpfer“ sein soll. Die geplante Änderung der Richtlinien zum 1. Oktober 2021 ist also abgesagt. Creator sollen über Details per Mail informiert werden (Quelle: OnylFans bei Twitter).

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OnlyFans verbannt pornografische Inhalte

Der britische Betreiber der Plattform OnlyFans arbeitet an einem Image-Wandel. Ab Oktober soll Schluss sein mit pornografischen Inhalten. Nackte Haut dürfte es danach zwar weiter geben, doch ganz so freizügig wie bisher soll es nicht mehr weitergehen. Die Verbreitung „sexuell eindeutiger Inhalte“ wird bald unterbunden. Der Schritt kommt überraschend, da OnlyFans für genau solche Inhalte bekannt ist.

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Der Grund für den Sinneswandel ist bei den Partnern der Plattform zu finden: „Mit diesen Änderungen kommen wir den Wünschen unserer Bankpartner und Zahlungsabwickler nach“, erläutert OnlyFans-Chef Tim Stokely in einer Stellungnahme. Um auch weiterhin „eine integrative Gemeinschaft von Creatorn und Fans“ bieten zu können, müssen die Richtlinien „weiterentwickelt“ werden, heißt es (Quelle: Bloomberg).

Wie genau die neuen Richtlinien ausgestaltet werden, hat OnlyFans noch nicht bekannt gegeben. Fest steht aber bereits, dass man vom Schmuddel-Image weg und stattdessen präsentabler erscheinen möchte. Nackte Darstellungen dürften weiterhin erlaubt sein. Nach Angaben des Unternehmens könnten rund zwei Millionen Creator von den verschärften Richtlinien betroffen sein. Seit der Gründung der Plattform im Jahr 2016 haben sich mehr als 130 Millionen Nutzer angemeldet.

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OnlyFans: Neue Finanzierungsrunde geplant

Die überraschende Kehrtwende der Plattform könnte auch mit einer neuen Finanzierungsrunde zusammenhängen, an der OnlyFans schon länger arbeitet. Im Jahr 2020 konnte das Unternehmen mehr als zwei Milliarden US-Dollar umsetzen. In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge mehr als fünf Milliarden US-Dollar an Creator ausgezahlt.