Die Banken versuchen Geldautomaten immer sicherer zu machen. Verbrecher versuchen hingegen, diese Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen. Eine besondere Technologie macht es für Banken jetzt fast unmöglich, die PIN-Eingabe am Geldautomaten zu schützen. Künstliche Intelligenz kommt nämlich ins Spiel und damit haben es die Verbrecher viel einfacher.

 
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Karten-PIN am Geldautomaten: KI kann Fingerbewegung erkennen

Es klingt wie eine Horrormeldung: Eine künstliche Intelligenz kann unseren Karten-PIN am Geldautomaten mit 41-prozentiger Sicherheit erraten, selbst wenn wir die Eingabe des PINs mit der zweiten Hand verdecken und so die genaue Eingabe der Zahlen nicht offen preisgeben (Quelle: BleepingComputer). Dazu ist nicht einmal eine große Manipulation des Geldautomaten nötig.

Bisher versuchen Verbrecher den PIN von Bankkunden herauszufinden, indem sie einen Kartenleser am Kartenschlitz befestigen und zusätzlich ein neues PIN-Pad montieren. Das ist aber viel zu auffällig und bei der neuen Methode nicht mehr nötig. Stattdessen platziert man einfach oberhalb des Automaten eine Kamera, die nur die Hände bei der Eingabe filmen muss. Selbst wenn der Kunde die PIN-Eingabe mit einer zweiten Hand verdeckt, wurde die künstliche Intelligenz so trainiert, dass sie den PIN zu 41 Prozent anhand der Bewegungen der Finger erraten kann.

Dazu wurde das System speziell trainiert. Über 5.000 Videos wurden aufgenommen und analysiert. Da die PIN-Pads bei allen Banken gleich aussehen, kann man anhand der Bewegungen der Finger, Haut und Knochen relativ genau vorhersagen, welche Zahlen eingetippt wurden. Trainiert man die künstliche Intelligenz weiter, dürfte die Genauigkeit immer mehr zunehmen. Dann brauchen Verbrecher nur noch einen Scanner am Kartenschacht zu befestigen, um die Karte zu kopieren, sowie eine Mini-Kamera oberhalb des Automaten, um die Hände zu filmen. Den Rest macht die Software.

Nicht nur in der Bank solltet ihr aufpassen, auch am Handy droht Betrug, wie wir euch im nachfolgenden Video zeigen:

Telefonbetrug: Diese Maschen sollte man kennen Abonniere uns
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Karten-PIN-Eingabe am Geldautomaten: Darauf sollte man achten

Bevor ihr Geld an einem Geldautomaten abhebt, solltet ihr euch diesen genau anschauen. Wenn euch etwas am Kartenschacht komisch vorkommt, schaut genauer hin. Hängt vielleicht was im Bereich des Kartenautomaten, in dem sich eine Kamera verstecken könnte? Dann fragt bei der Bank nach, ob das so sein soll. Banken hängen im Bereich der Kartenautomaten nämlich nichts auf. Zusätzliche Abdeckungen, nicht passende Farben von Oberflächen und Aufsätze am Automaten sind ein Anzeichen dafür, dass da was nicht stimmt.

Deckt die PIN-Eingabe natürlich weiterhin mit eurer zweiten Hand ab. 41 Prozent sind zwar viel, in der Kontrollgruppe wurde mit dieser Methode bisher aber nur eine 7,92-prozentige Erfolgsquote erreicht. Mit der Zeit dürfte die KI aber immer besser werden, sodass die Banken sich etwas einfallen lassen müssen. Die Methode ist neu und durchaus eine Herausforderung für die Geldinstitute. Andere Methoden sind schon bekannt, aber immer noch im Umlauf.