Virus auf dem iPhone: So sicher ist das iOS-Gerät

Martin Maciej

Bei all den virtuellen Gefahren rund um Viren, Trojaner und Phishing-Mails liegt es nahe, dass auch iPhone Besitzer sich Gedanken über die Sicherheit des Geräts machen. Während Android-User auch auf Smartphones schon seit längerem mit virtuellen Bedrohungen rechnen müssen, ist ein iPhone Virus bis jetzt noch kaum verbreitet.

Virus auf dem iPhone: So sicher ist das iOS-Gerät

Das geschlossene System des Apple Stores in iTunes mag in einiger Hinsicht auf Kritik stoßen. Durch die Kontrolle der angebotenen Apps wird jedoch immerhin sichergestellt, dass keine Apps und Programme angeboten werden, die einen schadhaften Inhalt aufweisen können. Zudem ist es durch das geschlossene Dateisystem für Hacker nur unter sehr schwerem Aufwand möglich, einen iPhone Virus in das iOS-System einzuschleusen.

Habt ihr euer iPhone jedoch gejailbreakt, sieht das Thema Virus und iPhone schon ganz anders aus. Zwar mag sich beim jailbreaken der eine oder andere Vorteil bei der Benutzung des iOS-Geräts ergeben. Trojanern und Viren wird auf diesem Wege auf dem iPhone jedoch Tür und Angel geöffnet. Besonders iPhones mit aktivierter SSH-Verbindung sind gefährdet. Mit einem iPhone Jailbreak lassen sich Apps auf dem Gerät installieren, die nicht durch die Kontrolle Apples gegangen sind. In nicht überprüften Anwendungen kann sich ein iPhone Virus verstecken. Ein früher iPhone Virus war der iKee-Wurm. Dieser wurde ebenfalls auf gejailbreakten Geräten ausgeführt. Bei dem ersten iPhone Virus handelte es sich jedoch noch um einen Gag, schließlich wurden keine Inhalte und Daten gestohlen oder zerstört. Der Bildschirm-Hintergrund wurde lediglich mit einem Bild von Rick Astley ersetzt und mit dem Schriftzug „iKee is never going to give you up“ ausgestattet.

iPhone Virus: Gefahr für gejailbreakte Geräte

Zusätzlich könnt ihr euch einen Virus auf dem iPhone einfangen, wenn ihr Dateien aus unzuverlässiger Quelle, z. B. einer Cloud oder SMS, bzw. E-Mail öffnet. Dieser Virus mag auf dem iPhone vielleicht nichts bewirken. Bei der nächsten Synchronisation und Erstellung eines Backups auf dem Computer wird dieser jedoch auf euren Rechner übertragen und kann dort seinen Dienst verrichten. Das iPhone ist damit nicht Ziel des Virus, sondern lediglich das Hintertürchen, um euren PC oder Mac mit Schadsoftware zu infizieren. Nicht nur aus diesem Grund ist eine sichere und aktualisierte Antivirensoftware auf jedem Computer unverzichtbar.

Schutz vor einem Virus auf dem iPhone

Wer partout nicht um das Jailbreaken herumkommt und eine SSH-Verbindung aktiviert, sollte im ersten Schritt das von Apple eingerichtete Root-Passwort ändern. In der Standardeinstellung ist das Passwort „alpine“. Zudem sollten Dateien, Apps und E-Mails aus unbekannten Quellen nur unter Vorsicht, bzw. gar nicht geöffnet werden. Auch offiziell angebotene Apps sind teilweise nicht vor Viren gefeit. Beim Herunterladen von Spielen und Apps sollte darauf geachtet werden, welche Rechte die Anwendung verlangt. Ein Spiel benötigt zum Beispiel in den seltensten Fällen Zugriff auf das Adressbuch oder GPS-Daten. Antivirensoftware, ganz gleich ob kostenlos oder Bezahlversionen finden sich im App Store nicht. OS X User können mit Panda Antivirus für Mac auch iPhones und iPads auf Viren überprüfen.

Das Gerät reagiert nicht: Ist das ein iPhone Virus?

In einigen Fällen kommt es vor, dass das iPhone nach dem Öffnen einer Datei oder der Installation einer App nicht, bzw. nur träge reagiert. Hierbei handelt es sich im Regelfall jedoch lediglich um eine Funktionsstörung des Geräts. Nach einer kurzen Wartezeit, bzw. einem Neustart des iPhones sollte das Smartphone in diesem Fall wieder ordnungsgemäß funktionieren.

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