In den USA hat ein Hersteller von smarten Thermostaten einfach selbst entschieden, wie hoch die Temperatur in Häusern sein darf. Tausenden Kunden mussten schwitzen, doch der Hersteller sieht sich im Recht.

Smarte Thermostate: Hersteller übernimmt Kontrolle

Im Idealfall sorgen individuell konfigurierte Thermostate dafür, dass weniger Energie verbraucht wird. Wie hoch die Temperatur liegt, können die Besitzer eigentlich immer selbst entscheiden. Das dachten auch Kunden des Anbieters Xcel im US-Bundesstaat Colorado, bis die smarten Thermostate plötzlich eine Art Eigenleben entwickelten. Während einer Hitzewelle war es bis zu 22.000 Besitzern nicht mehr möglich, die Temperatur nach eigenen Wünschen zu bestimmen.

Der Hersteller Xcel hat das Vorgehen bestätigt. Um das Energienetz während der Hitzewelle zu schützen, sei für wenige Stunden die Kontrolle über smarte Thermostate übernommen worden. Betroffene Kunden hätten sich auch nicht wundern sollen, da sie nach Angaben eines Firmensprechers an einem freiwilligen Programm teilnehmen würden. Über dieses Programm soll sichergestellt werden, dass das Energienetz auch bei hoher Belastung stabil bleibt.

Um Kunden vom Programm zu überzeugen, erhalten sie laut Xcel eine einmalige Prämie in Höhe von 100 US-Dollar sowie eine jährliche Zahlung von 25 US-Dollar. Dem Unternehmen nach handelt es sich um die erste Übernahme der intelligenten Thermostate seit sechs Jahren. Diese sei zwar „für kurze Zeit etwas unangenehm“, aber dafür auch „sehr, sehr hilfreich“. Manche Kunden hätten wohl schlicht vergessen, dass sie an dem Programm teilnehmen (Quelle: Denver7 bei YouTube).

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Energieverbrauch zu hoch: Hersteller deckelt Temperatur

Im konkreten Fall soll die Hitzewelle in Colorade dafür gesorgt haben, dass in außergewöhnlich vielen Haushalten die Klimaanlage angeworfen wurde. Besitzer von Xcel-Thermostaten berichten, dass diese nur ein Herunterfahren der Temperatur auf 26°C erlaubten.