Tests zum MacBook Pro 13 Zoll (2019): Neues Apple-Notebook mit guter Leistung und kleinem Makel

Holger Eilhard

Apple präsentierte Anfang Juli nicht nur ein neues MacBook Air, sondern auch ein überarbeitetes Einsteiger-MacBook-Pro mit 13 Zoll Bildschirmdiagonale. Während eine erste Vorschau bereits positive Details offenbarte, zeigt sich in den nun veröffentlichten Tests auch eine neue Schattenseite des aktualisierten Apple-Notebooks.

Tests zum MacBook Pro 13 Zoll (2019): Neues Apple-Notebook mit guter Leistung und kleinem Makel
Bildquelle: GIGA.

MacBook Pro (2019): 13-Zöller zeigt in Tests deutlichen Performance-Sprung

Das kürzlich vorgestellte MacBook Pro löst bekanntlich das alte 13-Zoll-Modell mit zwei USB-C-/Thunderbolt-3-Ports und klassischen Funktionstasten ab, welches Apple im Jahr 2017 vorgestellt hatte. Die Touch Bar ist gekommen, um zu bleiben und findet sich seit Anfang Juli 2019 in jedem aktuellen MacBook Pro. Geblieben sind auch die nur zwei Ports zum Anschluss von externen Geräten sowie der traditionelle 3,5-mm-Kopfhöreranschluss.

Bereits vor einigen Tagen berichteten wir über die gestiegene Performance des neuen 13-Zoll-MacBook-Pro. Dieser sorgte etwa bei Dan Seifert von The Verge für positive Erfahrungen. Trotz einer deutlich gesunkenen Basistaktrate im Vergleich zum Vorgänger – 1,4 statt zuvor 2,3 GHz – kann das nun mit einem Quad-Core-Chip ausgestattete MacBook Pro im Test überzeugen. Die Kollegen von MacRumors belegen mit einer Reihe von Geekbench-Werten einen deutlichen Performance-Sprung im Vergleich zum Vorgänger.

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Zum Bearbeiten von Fotos in Photoshop oder Lightroom bietet das Modell mit Intels i5-Chip genug Power. Auch zum gelegentlichen Bearbeiten von Videos reicht es aus. The Verge sieht keinen Grund zum Upgrade auf den optionalen i7-Prozessor. Dieser könnte unter Umständen ans thermische Limit des flachen Gehäuses stoßen.

13-Zoll-MacBook-Pro (2019): Integrierte Grafik mit T2-Unterstützung

Wer ein performanteres MacBook sucht und dies etwa primär für den Videoschnitt einsetzen will, sollte laut The Verge besser gleich zu den Vier-Port-Modellen im 13- oder 15-Zoll-Format greifen. Diese besitzen auch bessere Grafikoptionen, die das Bearbeiten beschleunigen können. Die Intel-Grafik des günstigen 13-Zöllers kann nämlich mit den dedizierten GPU-Optionen nicht mithalten, wie unter anderem auch 9to5Mac im Test feststellt. Optional kann aber natürlich dank Thunderbolt 3 auch eine eGPU angeschlossen werden, um die Performance zu steigern.

Darüber hinaus besitzt das neue 13-Zoll-Modell nun, wie bereits berichtet, ebenfalls über Apples T2-Chip. Dieser ist nicht nur für die Sicherheitsfunktionen des Macs verantwortlich, sondern bietet auch einen HEVC-Encoder, der den Umgang mit derartigen Videos deutlich beschleunigen kann.

Während 9to5Mac des Weiteren neutral der nun auch im Einstiegs-MacBook-Pro befindlichen Touch Bar gegenübersteht, freut man sich über den damit gleichzeitig hinzugekommenen Touch-ID-Sensor. Dieser ermöglicht beispielsweise eine Anmeldung am Mac oder eine Freigabe einer Zahlung mittels Apple Pay.

Wenig Neues gibt es leider vom weiterhin dunklen Tastaturkapitel zu berichten. Es ist noch zu früh, um Aussagen über die Zuverlässigkeit der mittlerweile vierten Aktualisierung des Schmetterlingsmechanismus machen zu können. Damit besteht weiterhin das Risiko, dass die Tastatur vorzeitig einen Defekt aufweist und eine störende Reparatur fällig wird. Wer auf ein vollständig neues Keyboard hofft, muss – wie unter anderem Macworld berichtet – noch etwas länger warten. Immerhin hat Apple das neue MacBook Pro gleich in das kostenlose Austauschprogramm mit aufgenommen.

So funktioniert der Tastaturtausch bei Apple:

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MacBook & MacBook Pro: So gibts den kostenlosen Tastaturtausch bei Apple.

MacBook Pro mit Achillesferse: Einstiegsmodell mit langsamerer SSD

Nachdem bereits erste Tests des ebenfalls neuen MacBook Air (2019) auf eine langsamere SSD hingewiesen hatten, musste 9to5Mac feststellen, dass diese Änderung offenbar auch das neue 13-Zoll-MacBook-Pro betrifft. Konnte das Basismodell des Vorjahres noch 1.881 MByte pro Sekunde lesen, schafft die neue Version nur noch 1.321 MByte. An der Schreibgeschwindigkeit hat sich hingegen nichts geändert. Beide Versionen bringen es hier auf rund 500 MByte/s.

Es wird vermutet, dass Apple hier den Rotstift angesetzt hat, um die Kosten des Einstiegsmodells senken zu können. Wer die maximale Performance benötigt, muss daher auch hier zum teureren Modell mit vier Thunderbolt-3-Ports greifen.

Insgesamt sind sich die Tester jedoch weitgehend einig, dass Apple mit dem neuen 13-Zoll-MacBook-Pro einen guten Kompromiss zwischen Preis und Performance geschafft hat. The Verge rät gar dazu, das kleine MacBook Pro aufgrund der Geschwindigkeit als Alternative zum MacBook Air in Erwägung zu ziehen – wie es übrigens auch Kollege Sebastian in seinem Artikel zu MacBook Pro und MacBook Air auf GIGA empfiehlt.

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