Es gibt Situationen, in denen man unbedingt wach bleiben muss oder möchte, doch der Körper fordert seinen Schlaf. Das betrifft unter anderem Nachtarbeiter, aber auch Urlaubsreisende, die nachts leere Autobahnen nutzen wollen. GIGA hat für euch die besten Tipps für jede Situation zusammengestellt.

 

Ratgeber

Facts 

 

Tipp 1: Aufputschende Mittel zum wach bleiben

Für viele ist Kaffee das erste Mittel der Wahl, wenn sie nachts wach bleiben wollen. Für lange Autofahrten ist er eher nicht zu empfehlen, weil ihr regelmäßig „nachdosieren“ müsst und er zudem harntreibend wirkt.

Eine praktische Alternative sind Koffeintabletten. Sie enthalten in der Regel 200 mg Koffein, was ungefähr 2 - 3 Tassen Kaffee entspricht. Außerdem ist es in vielen Situationen einfacher, eine solche Tablette zu schlucken, als sich einen Kaffee zu besorgen. Man sollte nicht mehrere auf einmal nehmen, weil das unter anderem Kopfschmerzen und Muskelzittern bewirken kann.

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Eine aufputschende Alternative zum Koffein soll „Guarana“ sein. Das darin enthaltene „Guaranin“ hat angeblich eine dreimal so starke Wirkung wie Koffein. Fallt darauf nicht herein! Den Stoff „Guaranin“ gibt es nicht, er ist eine Marketingerfindung. Der Samen der Guarana-Frucht enthält einfach extrem viel Coffein. Solche Tabletten enthalten also ebenfalls nur Koffein und dürfen davon auch nicht mehr als 200 mg pro Tablette enthalten.

Koffein könnt ihr euch auch als Softdrink, wie etwa Coca Cola, zuführen, aber in den letzten Jahren haben „Energy Drinks“ der Kaffeebrause den Rang abgelaufen – allen voran das bekannte „Red Bull“.

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Diese Getränke enthalten zumeist Taurin und sind deswegen mit Vorsicht zu genießen! Der Stoff wirkt an vielen Stellen des menschlichen Körpers – allerdings nicht aufputschend. Die wachhaltende Wirkung solcher Getränke liegt nur an dem ebenfalls enthaltenen hochdosierten Koffein! Taurin selbst steht im Verdacht, Schäden an den Nieren und am Kreislaufsystem zu bewirken.

Im Grund läuft es also bei den legalen Aufputschmitteln immer auf Koffein hinaus. Wenn ihr wach bleiben wollt und deshalb Kaffee trinkt, Koffeintabletten schluckt oder einen Energy Drink zu euch nehmt, solltet ihr folgendes bedenken: Es dauert rund 20 – 30 Minuten, bis die Wirkung einsetzt und eine Überdosierung kann zu körperlichen Problemen oder sogar zum Gegenteil führen: Ihr werdet müder! Lest einfach mal nach, wie gesund oder ungesund Kaffee wirklich ist.

Tipp 2: Gehirn austricksen und zum wach bleiben zwingen – Licht an!

Licht signalisiert unserem Gehirn, dass es wach sein sollte. Das kennt jeder, der nach einer Partynacht schon mal versucht hat, im hellen Raum einzuschlafen. Licht kann euch beim Aufwachen helfen, wie etwa durch einen Wecker, der einen Sonnenaufgang simuliert, aber es kann euch auch wach halten. Wenn ihr also unbedingt wach bleiben müsst, schaltet Licht an – so viel wie möglich. Falls es sowieso heller Tag ist, öffnet alle Vorhänge oder geht am besten gleich nach draußen.

Falls ihr allerdings nachts am PC arbeiten müsst oder ein Tablet beziehungsweise Smartphone nutzt, achtet darauf, den Nachtmodus und Blaulichtfilter zu deaktivieren. Der soll normalerweise Schlaflosigkeit bekämpfen und ist hier kontraproduktiv.

Tipp 3: Bewegung kurbelt den Kreislauf an

Wird man müde, sinken auch der Blutdruck und Puls. Dem könnt ihr durch Bewegung entgegenwirken. Je nach den Möglichkeiten macht ihr dazu entweder ein paar Kniebeugen und Liegestützen, joggt auf der Stelle oder geht richtig laufen. Setzt euch aufs Rad, wenn ihr könnt. Falls das nicht möglich ist, könnt ihr durch ein paar Tricks versuchen, den Körper aufzuputschen:

  • Mit den Füßen auf den Boden stampfen.
  • Die Hände zu Fäusten ballen und wieder öffnen.
  • Kaltes Wasser ins Gesicht spritzen und dabei möglichst die Augen geöffnet lassen.
  • An den Ohrläppchen ziehen.
  • Arme, Beine und Handgelenke dehnen.
  • Schultern rollen.

Vielleicht könnt ihr euch hier auch noch ein paar Tipps zur Anregung holen:

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Tipp 4: Vorsicht vor dem Essen!

Ihr werdet es selbst oft genug gemerkt haben: Essen macht müde! Wenn man sich satt gegessen hat, könnte man sich gleich hinlegen. Das hat damit zu tun, dass der Magen für die Verdauungsarbeit viel Sauerstoff benötigt, der dann woanders fehlt. Ergebnis: Ihr werdet schläfrig.

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Wenn ihr wach bleiben wollt, nehmt also höchstens kleine Portionen zu euch, am besten frische Lebensmittel wie rohes Gemüse, Joghurt oder Nüsse. Vermeidet alles schwerverdauliche. Sättigend und leicht verdaulich sind auch Smoothies. Die könnt ihr kaufen oder leicht selbst herstellen. Die Vitamine und Mineralien darin geben euch einen zusätzlichen Kick.

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Tipp 5: Stimuliert eure Sinne und haltet das Hirn wach

So mancher kennt das schon von sich selbst, dass man zum Beispiel wach bleibt, wenn man sich mit jemandem unterhalten kann oder das Autoradio anmacht. Wenn das Gehirn angeregt und beschäftigt wird, ist es aktiv und ein aktives Hirn möchte nicht schlafen. Ihr könnt also etwa einen Film gucken oder euch Videos bei YouTube ansehen.

Auch andere Reize sorgen dafür, dass ihr nicht einschlaft und die Augen offen halten könnt:

  • Lutscht ein Bonbon oder einen Lolli.
  • Massiert die Kopfhaut.
  • Wascht euch das Gesicht mit kaltem Wasser oder duscht bei niedriger Temperatur.
  • Riecht an einem starken und erfrischendem Öl, z. B. Zitrone oder Pfefferminz.
  • Reißt die Fenster auf und lasst kalte Luft rein – dreht die Heizung herunter.

Tipp 6: Power-Napping

Power-Napping bedeutet ja eigentlich nicht „wach bleiben“, sondern das Gegenteil. Aber wenn es nicht schlimm ist, dass ihr etwa fünf bis zwanzig Minuten „ein Nickerchen“ macht, dann ist es sehr hilfreich.

Allerdings ist das Power-Napping eine Art Superkraft, viele können es nicht und schlafen entweder gar nicht erst ein oder werden nicht wach und schlafen weiter. Es ist aber wichtig, dass dieser Schlaf wirklich nur kurz ist, denn dann kann er euch für Stunden neue Energie geben. Dazu müsst ihr aber sehr diszipliniert sein und diesen „Trick“ lernen. Beim ersten Mal klappt das sehr selten und so solltet ihr euch eine Routine angewöhnen, mit der ihr schnell einschlafen und kurze Zeit später erholt aufwachen könnt.

Ein guter Trick soll angeblich sein, zu Beginn des Kurzschlafs einen starken Kaffee zu trinken und dann einzuschlafen. Wenn nach etwa einer halben Stunde die Wirkung des Koffeins einsetzt, werdet ihr geweckt und fühlt euch frisch und erholt.

Wie Power-Napping funktioniert, erfahrt ihr in verschiedenen Büchern, etwa in diesem:

Powernapping - Smarte Pausen mit großem Erfolg

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Wach bleiben – aber nicht zu lange!

Der Schlaf ist eine lebenswichtige Funktion, die in erster Linie aus dem Kopf kommt und für den Kopf da ist. Ihr werdet möglicherweise schläfrig sein, ohne dass euer Körper richtig müde wäre. Aber das Schlafen wird vom Gehirn benötigt und von diesem auch gesteuert. Dieses reduziert den Puls und den Blutdruck, verringert die Atemfrequenz und lässt euch müde werden. Das ist es, wogegen ihr ankämpft, wenn ihr wach bleiben wollt.

Warum der Körper Schlaf braucht, ist bis heute noch nicht bekannt. Sicher ist, dass der Schlaf nicht direkt mit einer Ermüdung des Körpers zu tun hat. Der könnte oft deutlich länger „durchhalten“. Dauerhafter Schlafmangel schadet euch aber auf jeden Fall und deswegen wird Schlafentzug sogar als Foltermethode eingesetzt.

Langer Schlafmangel kann auch körperliche Schäden nach sich ziehen. Wer also immer wieder nachts wach bleiben muss, sollte das auf jeden Fall durch einen entsprechenden Tagesschlaf ausgleichen.