Google Pixel 3a ausprobiert: Die 5 wichtigsten Erkenntnisse der ersten 24 Stunden

Frank Ritter

Wir haben Google ein Exemplar des Pixel 3a abgeluchst und damit herumgespielt. Erste Erkenntnis: Wer das 3a als uninteressant abtut, macht einen Fehler. Hier 5 weitere Entdeckungen und Überraschungen.

Google Pixel 3a und 3a XL vorgestellt: Alle Details zu den neuen Smartphones.

Google Pixel 3 oder 3a? Schwer zu sagen

Bereits aus näherer Entfernung hat man Probleme, das Pixel 3a von seinem teureren Gegenstück Pixel 3 zu unterscheiden. Die Geräte sehen sich, zumindest auf der Rückseite, zum Verwechseln ähnlich. Und das, obwohl das Material auf der Rückseite grundverschieden ist – Glas beim teureren Pixel 3, Polycarbonat, vornehm für Plastik, beim Pixel 3a. Nimmt man das ebenfalls kaum von seinen Nachfolgern zu unterscheidende Pixel 2 dazu, ist die Verwirrung komplett. Google will vermutlich, dass man sich zwar als Besitzer eines Pixel-Telefons zu erkennen gibt, innerhalb dieser Gemeinschaft allerdings eine „klassenlose Gesellschaft“ etablieren.

Plastik? Egal.

Als die ersten Gerüchte zu den neuen Pixel-Smartphones aufkamen, machte sich hie und da Enttäuschung breit: Ein Plastikgehäuse fühlt sich schließlich weniger wertig an. Stimmts? Pustekuchen! Die Geräte mögen etwas leichter sein als Pixel 3 und 3 XL, das ist aber kaum ein Nachteil. In Sachen Anmutung und Aussehen gibt es sonst kaum einen Unterschied zwischen dem Glas der Pixel-3-Geräte und dem Kunstoff-Unibody der 3a – das hat mich ziemlich überrascht.

Die Kamera ist echt gut

Mal abgesehen von der nicht ganz so guten, aber immer noch brauchbaren Frontkamera, 4K-Video mit 60 Frames und ein paar eher exotischeren Funktionen, die den „Visual Core“ des Pixel 3 benötigen, sind die Ergebnisse, die die Kamera produziert, zu denen vom Pixel 3 vergleichbar. Kein Wunder, schließlich ist das Kameramodul auf der Rückseite dasselbe und die Software – in der die „Pixel-Magie“ geschieht – nahezu identisch. Und das Pixel 3 gilt unter vielen Tech-Reviewern immer noch als Maßstab unter den Handy-Kameras. Schon beeindruckend, dass Google das geschafft hat.

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Google Pixel 3a im Kamera-Test: Kann das 400-Euro-Handy mit dem Pixel 3 mithalten?

Die Leistung stimmt

Die Unmittelbarkeit der Reaktion auf Eingaben, das Fehlen von Mikrorucklern in Animationen, das schnelle Wechseln in andere Apps – das sind Eigenschaften, die die Software auf den Pixel-Smartphones auszeichnet. Diese „snappy“ Erfahrung praktisch eins-zu-eins auf ein Smartphone mit dem Mittelklasse-Chip Snapdragon 670 zu übertragen, ist eine weitere durchaus beeindruckende Leistung von Google. Klar, man muss abwarten, ob sich das Gerät immer noch so gut schlägt, wenn man es ein halbes Jahr in Benutzung hatte, der Speicher vor installierten Apps und aufgenommenen Bildern und Videos nur so birst. Zunächst aber kann man festhalten: das Teil flutscht nur so, keine Kritik an der Performance.

Viel Handy fürs Geld

Das Pixel 3a und sein großer Bruder sind beides tolle Smartphones im Bereich zwischen 400 und 500 Euro. Google hat sehr genau darauf geachtet, Prioritäten richtig zu setzen (Kamera, wahrgenommene Performance, Stereo-Lautsprecher) und Abstriche dort zu machen, wo sie am wenigsten wehtun (nominelle Leistung, Wasserdichtheits-Zertifizierung).

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Wenn es um aktuelle Smartphones geht, ist das Pixel 3a im Grunde konkurrenzlos. Betonung auf „aktuelle“, denn die Geräte konkurrieren dennoch mit etwas älteren Top-Handys, die mehr Leistung oder mehr Funktionen bieten, etwa dem Samsung Galaxy S9 (aktuell ab ca. 440 Euro), dem OnePlus 6 (ab ca. 430 Euro) und den Google-eigenen Geräten Pixel 2 und 2 XL. Wir sind gespannt, welchen Einfluss das Pixel 3a und sein XL-Schwesetrgerät aufs Preisgefüge in der Mittelklasse haben.

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