USB 3.0 nachrüsten – so wirds gemacht

Henry Kasulke

Der Standard USB 3.0 ist mit seinem Superspeed-Modus, der eine Übertragungsrate von mehr als 400 MByte/s bietet, rund zehnmal schneller als der Vorläufer USB 2.0. Nutzen könnt ihr den Geschwindigkeitsvorteil natürlich nur, wenn ihr einen PC oder ein Notebook mit USB-3.0-Anschluss habt. Ihr könnt USB-3.0-Geräte auch an einen USB-2.0-Port anschließen, doch profitiert ihr dann von keinem höheren Tempo. Ihr müsst hierfür also an eurem Computer USB 3.0 nachrüsten. Hier erfahrt ihr, wie es geht.

Video: USB 2.0 vs. 3.0 – Das kann der neue Standard

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USB 2.0 und 3.0 - Alles Wichtige zu den Standards

USB 3.0 nachrüsten – Hardware

  • Euer Motherboard sollte PCI-Express 2.0 unterstützen. Bei den meisten Rechnern, die ab dem Jahr 2008 hergestellt wurden, ist dies der Fall.
  • Die USB-3.0-Karte, die ihr einbauen möchtet, sollte ebenfalls PCI-Express 2.0 unterstützen. Sonst ist die potenzielle Maximalgeschwindigkeit von mehr als 400 MByte/s nicht möglich.
  • Anschlüsse: Erhältlich sind Controller mit 2 und 4 Ports. Vergewissert euch, ob euer Rechner mit 4 oder nur mit 2 Anschlüssen arbeiten kann.

Einbau der USB-Karte

  • Fahrt den Computer herunter, nehmt das Stromkabel ab und öffnet durch Lösen der Schrauben das PC-Gehäuse.
  • Nachdem ihr euren USB-2.0-Controller gefunden habt, löst ihr dort die Schrauben und die Steckverbindung.
  • Installiert die neue USB-Karte so, wie die 2.0-Karte eingebaut war und schließt das PC-Gehäuse.

Achtung: Sowohl beim Deinstallieren der alten Karte als auch beim Installieren der neuen darf sich bei keinem Element im PC ein Kratzer ergeben. Die Hardware ist zum Teil empfindlich und kann schnell funktionsunfähig werden.

Der genannte Vorgang gilt natürlich nur für Desktop-PCs. Wenn euer Notebook auf USB 3.0 nachgerüstet werden soll, empfiehlt sich das Upgrade durch einen Experten.

USB-3.0-Kabel

Um von der 3.0-Geschwindigkeit profitieren zu können, braucht ihr bestimmte USB-Kabel. Diese sind ein wenig dicker als die Vorgänger und übertragen mehr Daten und mehr Strom an das Endgerät. Dadurch fällt die früher bei externen USB-Festplatten übliche zusätzliche Stromversorgung per Y-Stecker weg.



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