The Big Bang Theory

Beschreibung

Endlich: eine Serie mit Witzen über physikalische Gesetze! ““ ist Nerdvana für alle Pickelhauben, Internet-Geeks und asozialen Klemmis. Wer hier keinen Tick hat, ist langweilig oder taucht erst gar nicht auf.

Der absolute Weirdo-König ist Sheldon (Jim Parsons), ein sozial verkümmertes Superhirn mit Klugscheißgarantie und einem dicken Sack seltsamer Neurosen, doch auch Leonard (Johnny Galecki), Rajesh (Kunal Nayyar) und Howard (Simon Helberg) haben eigentlich nicht mehr alle Tassen im Schrank.

“Normalerweise“ würden diese Typen als Sidekicks verenden, sofern sie denn überhaupt vor eine Kamera dürften, doch bei “The Big Bang Theory“ stehen Gespräche über Comics oder “Star Wars“ auf einmal im Mittelpunkt. Das Nerdtum ist inzwischen so weit im Mainstream angekommen, dass die dazugehörige Plastikblase bereits kuschelige Sofas besitzt.

Nächtelange Computerspiele, akribisch archivierte Comicsammlungen und leidenschaftliche Diskussionen über “Star Wars“ und “Star Trek“. Was einst als plausibler Grund für blaue Augen auf dem Schulhof galt, ist nun ein irgendwie knuffiges Placebo für Legionen ähnlich handelnder oder zumindest sympathisierender Fernsehzuschauer. Was Doug Hefferman für ambitionslose Fettsäcke ist, stellt Sheldon für hoffnungslose Sozialneurotiker dar.

Wobei allerdings Doug immerhin regelmäßig Sex hat, was man von der “The Big Bang Theory“-Truppe nun wahrlich nicht behaupten kann. Obwohl es da ja Penny (Kaley Cuoco), die heiße Nachbarin, gibt, die besonders Leonard durchaus näher kommt, aber dann doch immer wieder durch Spleens, Eifersüchteleien oder einfach nur Missverständnisse auf die erotische Bremse treten muss.

Wenn man als Frischling auf “The Big Bang Theory“ stößt, kommt man kaum umhin, gesteigerte Irritation zu verspüren. Die Charaktere sind krass überzeichnete Stereotypen und verhalten sich kurz vor abstoßend, die Gags schwanken zwischen offensichtlich und Fragezeichen, und die ständig tuckernde Lacherspur geht einem ganz schön auf den Zeiger. Was ist das hier nur für eine seltsame, schrullige Welt?

Ganz einfach: „The Big Bang Theory“ ist pure Gewohnheit. Irgendwann hat man Sheldon so oft gesehen, dass man ihn eigentlich ganz gern hat – zumindest auf Bildschirm-Distanz. Die Prügelknaben von einst sind endlich reif für Star-Status!


von

Genres: Komödie
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