USB Stick mit Passwort schützen und sichern

Martin Maciej
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USB-Sticks sind eine praktische Erfindung. Wichtige Daten und Dokumente müssen nicht mehr umständlich auf zig Disketten herumgeschleppt oder zunächst umständlich auf eine CD gebrannt werden, sondern lassen sich einfach und schnell auf den portablen Speicher verschieben. Um zu vermeiden, dass die privaten Daten, Dateien und Dokumente bei einem Verlust oder Diebstahl in fremde Hände geraten, kann man den USB-Stick mit einem Passwort schützen. Möglich macht dies das Tool TrueCrypt.

Besonders, wer schon einmal einen USB-Stick verloren hat, wird das unsichere Gefühl kennen, bei welchem man überlegen muss, ob die darauf gespeicherten Daten in den falschen Händen für Schwierigkeiten sorgen könnten. Mit einem kostenlosen Verschlüsselungswerkzeug kann der USB-Stick mit einem Passwort versehen werden. Der Finder bekommt dann nur unwichtige und kryptische Informationen zu sehen.

Windows 10 vom USB-Stick installieren: Video

USB Stick mit Passwort schützen: Anleitung

Transportiert ihr euren Stick regelmäßig herum, sollte man auf das Verschlüsseln keinesfalls verzichten. Mit dem kostenlosen Tool TrueCrypt können Daten mit einem Passwort gesichert werden, ohne dabei große, umständliche Einstellungen vornehmen zu müssen. TrueCrypt hat ein einfaches Interface mit einigen nützlichen Optionen. So könnt ihr den USB-Stick mit einem Passwort sichern und somit schützen:

  1. Ladet euch das kostenlose Tool TrueCrypt herunter.
  2. Das Programm muss auf dem zu sichernden USB-Stick installiert werden. Wählt daher bei der Installlation „Extract“ und steuert als Zielordner den Pfad für den USB-Stick an.
  3. Zusätzlich sollte das Programm über „Install“ auch auf dem Windows-PC auf der Festplatte installiert werden. So stellt ihr sicher, dass auf alle benötigten Treiber auch zugegriffen werden kann.
  4. Beachtet, dass der Stick bei der Einrichtung formatiert wird. Die zu sichernden Daten sollten also vorerst nicht auf dem USB-Stick abgelegt werden.
  5. Startet nun TrueCrypt vom Stick.
  6. Steuert folgende Optionen an: „Einen verschlüsselten Daten-Container erstellen“-„Standard TrueCrypt-Volume“-„Datei“-„AES“-„Größe“.
  7. Setzt als Größe einen entsprechenden Speicherplatzbereich fest, den TrueCrypt sichern soll. Der restliche Speicherplatz bleibt unverschlüsselt auf dem USB-Stick. Unter „Datei“ werden die passwortgeschützten Daten hinterlegt.
  8. Nun könnt ihr euch entscheiden, ob der Zugriff auf die gesicherten Daten über ein Passwort, eine Key-Datei oder mit einer Kombination aus beiden Methoden geschützt wird.
  9. Bei der Entschlüsselung über die Schlüsseldatei muss sich die entsprechende Datei auf dem PC befinden, mit welchem der USB-Stick verbunden wird. Für unterwegs eignet sich diese Methode also nur bedingt.
  10. Wollt ihr einen USB-Stick schützen, den ihr z. B. zu Hause und auf der Arbeit benutzt, entscheidet euch für das Kennwort.
  11. Bestätigt die Eingaben und formatiert den Stick.

USB Stick mit Passwort verschlüsseln und

Ist die Ersteinrichtung einmal abgeschlossen, könnt ihr nun die Dateien auswählen, die auf dem Stick gesichert werden sollen.

  1. Öffnet erneut TrueCrypt auf dem USB-Stick.
  2. Wählt einen freien Laufwerkbuchstaben und steuert die Option „Datei“ an.
  3. Wählt an dieser Stelle die oben in Punkt 6 erstellte Dateisammlung aus und bindet diese ein.
  4. Nun könnt ihr, abhängig von der bei 9 gewählten Sicherungsmethode, ein Passwort eintragen. Die Schlüsseldatei kann über den Button „Schlüsseldateien“ ausgewählt werden.
  5. Im Windows-Explorer wird jetzt ein neues, leeres Laufwerk angezeigt. Verschiebt alle Dateien, die ihr schützen wollt, in dieses Laufwerk. Über den Button „Trennen“ in TrueCrypt wird dieses Laufwerk ausgeworfen.
  6. Nun enthält der USB-Stick den Ordner „TrueCrypt“ sowie die Datei „Data“, über die auf die geschützten Daten zugegriffen werden kann.

Weiterführende Informationen zum Sicherheitstool findet ihr in unserer TrueCrypt-Anleitung.

Ein gutes Passwort sollte zwar leicht zu merken, aber dennoch nicht einfach zu erraten sein. Auf den Namen des Haustiers, den Geburtsort oder Passwörter wie „Passwort123“ sollte man verzichten. Wir zeigen euch weitere irrsinnige Passwörter und haben zudem Tipps für die Wahl eines sicheren Kennworts.

Bildquelle: VERSUSstudio

Weitere Themen: USB, TrueCrypt Foundation

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