The Witcher 2 - Assassins of Kings

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Der erste Teil des Rollenspiels The Witcher war ein durchwachsenes Vergnügen mit einigen Designschwächen. Dennoch gelang den bis dato recht unbekannten polnischen Entwicklern von CD Projekt RED, mehr oder weniger aus dem Stand, eines der besten Spiele des Jahres 2007. Mit The Witcher 2 – Assassins of Kings will das engagierte Team nun alles noch etwas besser machen, und dabei vor allem die Fehler des ersten Teils vermeiden. Das Ergebnis erscheint am 17. Mai 2011 und sieht schon jetzt verdammt gut aus.

Erneut schlüpft ihr in die Rolle des weißhaarigen Geralt of Rivia – seines Zeichens magisch begabter Hexer und schurkiger Frauenheld. Die Erzählung ist erneut an die Romane des polnischen Fantasyautors Andrzej Sapkowski angelegt und verspricht Geralt wieder in ein Netz aus Intrigen und Verschwörungen zu verstricken. The Witcher 2 setzt laut CD Projekt RED drei Monate nach den Ereignissen aus dem ersten Teil ein und wird euch in die nördlichen Königreiche führen.

Die erste Maßnahme des Fortsetzungsprojektes war es, die erheblich angestaubte Aurora Engine (u.a. BioWares Neverwinter Nights) auf den Byte-Kompost zu werfen und kurzerhand eine eigene zu programmieren. Eine gute Entscheidung, denn auch wenn Teil eins sich durchaus atmosphärisch zu inszenieren musste, waren der Kreativität des Teams oftmals Grenzen gesetzt.

Mit dem neuen Code konnte man sich hingegen nach Lust und Laune austoben, und so verspricht man bei CD Projekt RED nicht weniger als das bestaussehenste Rollenspiel des Jahres 2011. Dies lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt zwar noch nicht bestätigen, doch die Charaktermodelle, die Animationen sowie die um ein Vielfaches vergrößerte Umgebung, machen schon jetzt eine wirklich guten Eindruck.

Die Grundmechanik des ersten Teils bleibt hingegen erhalten. Erneut sollen eure Entscheidungen einen erkennbaren Einfluss auf den Verlauf der Handlung haben. Was im ersten Teil für rollenspielerfahrene bisweilen noch leicht aufgesetzt wirkte, könnte sich in der Fortsetzung etwas überzeugender in den Handlungsverlauf einfügen. Das System wurde nochmals ausgebaut und verspricht mit 16 unterschiedlichen Handlungsverläufen und Enden mehr Entscheidungsfreiheiten und ein individuelleres Spielerlebnis. Auch das Kampfsystem wurde überarbeitet und leicht gestrafft. Es wirkt nun sehr viel flüssiger und kompakter, ohne seine taktischen Elemente zu verlieren.

The Witcher 2 scheint erneut die Klasse des sehr guten Vorgängers zu haben. Allerdings mit einem wichtigen Unterschied: Die Schwächen des Vorgängers sind offenbar Geschichte. Sollte CD Projekt RED eine bugfreie Version abliefern steht einem großen Erfolg nichts mehr im Wege.

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