Welches ist die beste kostenlose DynDNS-Alternative?

Marco Kratzenberg
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Lange Jahre galt der Anbieter DynDNS als die erste Anlaufstelle, wenn man z.B. seinen eigenen PC von außen über das Internet unter einer festen Webadresse erreichen wollte. Jetzt ist es nicht länger kostenlos und so haben wir nach DynDNS-Alternativen für Euch gesucht!

Welches ist die beste kostenlose DynDNS-Alternative?

Da das Angebot kostenlos war, war es entsprechend beliebt. Dochoffenbar gab es dort einen Besitzerwechsel oder das Konzept wurde zu teuer. Jetzt gibt es dort gar nichts mehr kostenlos. Schritt für Schritt wurde der Service abgebaut, bis er für den Normaluser nicht mehr zu gebrauchen war. Zum Glück gibt es einige Alternativen, die uns vergleichbare Dienste weiterhin kostenlos garantieren.

DynDNS-Probleme durch festgelegte Router

Damit man seine aktuelle IP über eine feste Webadresse freigeben kann, muss der Router das auch zulassen. Die Kommunikation mit dem Router setzt voraus, dass es für Zugänge von außen eine vorgefertigte Lücke gibt. Und genau da liegt das Problem. In der aktuellen Firmware des weit verbreiteten Telekom-Routers Speedport W 723V gibt es beispielsweise nur vorbereitete Gates für vier Anbieter. Da ist natürlich DynDNS. Dann ist da noch TZO.com. Aber das gehört mittlerweile ebenfalls zu DynDNS und ist nicht mehr kostenfrei.

Die beiden anderen Möglichkeiten sind noip.com und selfhost.de. Aber selbst wenn man es damit versucht, kann man nicht auf seinen Rechner zugreifen. Das liegt daran, dass die Telekom diesem Router irgendwann die Möglichkeit genommen hat, Ports und IPs anständig nach außen freizuschalten. Wenn man solch einen Router betreibt, sollte man es erst einmal mit den voreingestellten Diensten versuchen, bevor man überhaupt versucht, eine Verbindung von außen herzustellen. Und auch bei NO-IP ist der User gezwungen, sich mindestens einmal in 30 Tagen anzumelden. Selfhost hingegen fragt extrem viele persönliche Daten selbst für das kostenlose DNS-Angebot ab.

DynDNS-Alternative aus deutschen Landen: SPDNS

Sieht auf den ersten Blick aus wie SPD, und spdns.de hat auch eine rote Webseite, aber nichts mit der Partei zu tun. Das SP im Namen kommt von Securepoint, der Firma hinter dem Angebot.

Die Anmeldung ist bei SPDNS schnell erledigt und weitgehend anonym. Mehr als einen frei wählbaren Benutzernamen, eine E-Mailadresse und ein Passwort braucht man nicht. Nach der Bestätigung über einen E-Mail-Link kann man sofort loslegen. Sofort nach dem Anlegen eines Hosts ist die Adresse benutzbar. Angenehm ist hier, dass man seine Adresse aus acht verschiedenen Domainnamen aussuchen kann. Fünf verschiedene Hostnamen dürft ihr Euch hier anlegen. Die IP-Adresse wird automatisch eingefügt, aber man kann natürlich auch eine andere angeben. Insgesamt ein schnelles und einfach gehaltenes Angebot. Allerdings muss halt der Router damit zurechtkommen.

Die simple, effektive DynDNS-Alternative: afraid.org

Der kostenlose DNS-Service von freedns.afraid.org ist optisch simpel gehalten, bietet aber alles, was man für seine private Subdomainumleitung benötigt. Da der Dienst die Domains einiger Mitglieder zur Verfügung gestellt bekommt, kann man als Premiumkunde auf über 100.000 Domainnamen zurückgreifen. So viele sind es als Gratiskunde natürlich nicht.

Auch hier ist die Anmeldung schnell erledigt und wir brauchen wider nur einen Benutzernamen, eine E-Mailadresse und ein Passwort. Zwar wird dieses Mal auch ein Name abgefragt, aber nicht geprüft. Nach der Anmeldung bekommen wir eine Bestätigungsmail und dann kann es direkt wieder losgehen. Auch hier kann sich der Anwender fünf freie Umleitungen in Form von Subdomains anlegen. Sofort nach dem Anlegen sind diese verfügbar und sie können ebenso schnell wieder gelöscht oder auf andere IP-Adressen umgeleitet werden.

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Weitere Themen: LogMeIn Hamachi, Speedport W 722V Typ A, T-Entertain, Deutsche Telekom

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