eBay-Preisvorschlag: Kaufen oder verkaufen mit Rabatt

Marco Kratzenberg

Beim eBay-Preisvorschlag gibt es zwei Seiten. Als Kunde könnt ihr damit Geld sparen. Als Verkäufer wird man so manches lange liegende Angebot doch noch los. In beiden Fällen müsst ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Hier die Fakten...

Unter manchen Artikeln findet ihr bei eBay die Option Preisvorschlag. In der Regel haben die Artikel einen Festpreis, aber über den könnt ihr dann mit dem Verkäufer verhandeln. Als Verkäufer könnt ihr diese Funktion auch nutzen. Der eBay-Preisvorschlag bringt so manchen Kunden dazu, sein Glück zu versuchen und ihr seid nicht gezwungen, das Angebot anzunehmen. Wenn ihr also eine Verhandlungsbasis habt, solltet ihr dieses Format einmal ausprobieren.

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Wie funktioniert eBay?

Artikel mit einem eBay-Preisvorschlag kaufen

Nicht bei jedem Artikel gibt es die Optionen, dem Verkäufer einen Preisvorschlag zu schicken. Und prinzipiell heißt es eben auch „Vorschlag“: Der Verkäufer ist nicht verpflichtet, den Vorschlag anzunehmen. Nutzt die Funktion vernünftig! Es ist wenig erfolgsversprechend, einfach den angegebenen Preis zu halbieren. Recherchiert vorher etwas, wieviel andere Händler für diesen Artikel nehmen und überschlagt dann, was ihr zahlen wollt.

Danach hat der Händler 48 Stunden Zeit, auf den Vorschlag zu reagieren. Wenn in dieser Zeit keinerlei Reaktion erfolgt, ist das zwar sehr unhöflich, aber legal – und der Vorschlag gilt als abgelaufen und abgelehnt.

Wer dieses Angebotsformat ernst meint, nutzt in der Regel die Option eines Gegenvorschlags, falls ihm der Preis nicht passt. Händler können auch automatisch auf einen eBay-Preisvorschlag reagieren. In dem Fall bekommt ihr sofort eine Ablehnung oder eben den Zuschlag. Da werden gewisse Limits eingestellt und solange ihr euch im Akzeptanzbereich befindet, könnt ihr den Artikel zum vorgeschlagenen Preis ersteigern.

Und falls das nicht klappt, könnt ihr ja auch immer noch einen eBay-Bietagenten zur Schnäppchenjagd benutzen!

eBay: Einen Preisvorschlag zurücknehmen

Entgegen der landläufigen Meinung dürft ihr euren eBay-Preisvorschlag zurücknehmen. Allerdings gibt es dafür nur zwei zulässige Gründe:

  1. Ihr habt den falschen Betrag eingegeben (viel zu hoch oder zu niedrig) und wollt vermeiden, dass ihr euch dadurch „disqualifiziert“.
  2. Nach Abgabe des Preisvorschlags hat der Verkäufer deutliche Änderungen an der Artikelbeschreibung vorgenommen.

In diesen beiden Situationen könnt ihr den Preisvorschlag zurückziehen. Das kann allerdings auch dafür sorgen, dass sich die Anzahl der möglichen Vorschläge verringert. Ihr solltet im ersten Fall vielleicht besser per E-Mail mit dem Verkäufer in Kontakt treten.

Ansonsten nutzt das bei eBay.

eBay-Alternativen in Deutschland: Sachen privat online verkaufen

Mit eBay-Preisvorschlag verkaufen – So funktioniert die Option

Wer einen Artikel bei eBay mit der Funktion eines Preisvorschlags verkaufen möchte, der muss zuerst einmal einige Voraussetzungen erfüllen.

Der Verkäufer muss berechtigt sein, Angebote als „Festpreisangebot“ einzustellen. Dazu muss er:

  1. Gewerblicher Verkäufer sein...
  2. … oder seit mindestens 14 Tagen eBay-Mitglied sein und im Bewertungsprofil mindestens 20 Punkte haben.
  3. Händler mit einem eBay-Shop müssen auf jeden Fall PayPal als zusätzliche Zahlungsoption einrichten.

Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, dürft ihr Festpreisangebote einstellen und erst dann könnt ihr auch den eBay-Preisvorschlag nutzen.

Ein paar Fakten zum eBay-Preisvorschlag

  • Ein angenommener Preisvorschlag ist für beide Seiten bindend.
  • Andererseits habt ihr als Händler das Recht, die eBay-Preisvorschläge abzulehnen.
  • Preisvorschläge haben eine Dauer von 48 Stunden. Danach laufen sie automatisch aus. Es sei denn, ihr hättet den Artikel vorher schon zu einem höheren Preis verkauft.
  • Ihr könnt jedoch einen Gegenvorschlag machen.

Es gibt auch eine Preisvorschlags-Automatik. Dabei könnt ihr wahlweise ein oberes oder unteres Limit setzen. Beim oberen Limit werden alle Angebote automatisch angenommen, die höher als das obere Limit sind. Beim unteren Limit werden automatisch jene Angebot abgelehnt, die unter dem eingestellten Limit liegen.

Damit könnt ihr auf zwei Arten automatisiert filtern und danach individuell reagieren. Beim oberen Limit könnt ihr im Einzelfall auf das abgegebene Angebot reagieren, wenn es niedriger als das Limit ist. Beim unteren Limit reagiert ihr auf alle Angebote, die nicht automatisch abgelehnt wurden, weil sie zu niedrig waren.

Wenn ihr beim eBay-Preisvorschlag darauf verzichtet, ein Limit zu setzen, dann könnt ihr alle ankommenden Angebote individuell behandeln. Die Regeln der Höflichkeit gebieten, wenigstens abzulehnen, wenn das Angebot zu niedrig ist. Ihr könnt dazu auch noch einen Grund nennen.

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