Ihr seid Sky-Kunde und fragt euch, was es mit dem erzwungenen Pairing eurer SmartCard und eurer Hardware auf sich hat? Im Wesentlichen bedeutet dies, dass ihr eure SmartCard nur mit dem Satelliten-Receiver, den ihr von Sky bekommen habt, nutzen könnt. Was ihr außerdem dazu wissen müsst, seht ihr in diesem Beitrag.

 

Sky Go

Facts 
Sky Go Tutorial

Zu den Sky-Angeboten

Sky-Pairing: was genau heißt das?

Seit 2014 wird bei Sky-Kunden nach und nach Zwangspairing eingeführt. Im Einzelnen heißt das:

  1. Wer bisher eine Nagravision SmartCard wie die S02 verwendet, wird diese laut Sky spätestens ab Ende 2015 nicht mehr nutzen können. Die alten SmartCards werden durch neue Karten ersetzt und sind dann nicht mehr funktionsfähig.
  2. Die neuen Karten können nur mit von Sky bereitgestellten Satelliten-Receivern arbeiten. Ihr könnt nur noch wählen zwischen dem Sky-Gerät mit und dem ohne Festplatte. Mit diesen könnt ihr keine modernen Techniken wie HbbTV verwenden, und auch andere moderne Funktionen wie das Steuern einer motorisierten Antenne sind nicht möglich.
  3. Für Aufnahmen braucht ihr eine verschlüsselte Sky-Festplatte, die für viele Kunden (je nach Abo) für eine Zusatzgebühr erhältlich ist.
  4. Euer bisheriges Gerät könnt ihr nur weiterhin nutzen, wenn es über einen CI+-Modul-Schacht verfügt. Aufnahmen sind dann nicht mehr möglich.
  5. Die SmartCard wird dem Receiver zugeordnet, der in eurem Kundenkonto eingetragen ist.
  6. Nur wenn ihr ein Cl-Plus-Modul als Receiver habt, könnt ihr ihn mit der Karte in eurem Haushalt mit mehreren Cl-Plus zertifizierten Geräten verwenden.

Sky-Pairing

Sky-Pairing mit Zwang: Warum?

Der Anbieter hält sich zu der ganzen Sache recht bedeckt. Sky meint hierzu, dass das umfassende Angebot an Sportübertragungen, Filmen und Serien geschützt werden müsse. Durch das Zwangspairing wolle man verhindern, dass ein Kunde eine nicht „gepairte“ Karte per Cardsharing missbrauchen könne. Dadurch könne man Nachteile für die ehrlichen Kunden und für die produzierende Industrie ausschließen, so Sky.

Auch sei eine Umstellung auf DVB-S2 von Bedeutung. Hiermit wolle Sky die Nutzung der möglichen Bandbreiten und Kapazitäten verbessern. Zudem wollte der Anbieter nur noch auf
das Verschlüsselungssystem von NDS setzen.

Sky-Pairing - Logo

Fazit

Im Wesentlichen scheint es so zu sein: Der Anbieter möchte es unmöglich machen, dass man eine SmartCard bei jemandem verwendet, der kein Sky-Kunde ist. Tatsächlich ist durch dieses erzwungene Sky-Pairing ein unrechtmäßiges Cardsharing nicht mehr ohne Weiteres möglich. Hierfür kann man Sky keinen Vorwurf machen.

Das Problem bei der ganzen Sache sind die aufgezwungenen Empfänger. Moderne Techniken wie HbbTV sind hiermit unmöglich, und aufnehmen kann man nur mit einer Sky-Festplatte, für die viele Kunden einen Aufpreis zahlen müssen. Falls euch dies stört, solltet ihr euch also für einen anderen Anbieter entscheiden.

Quiz: Welcher Streaming-Anbieter passt zu dir?