Noch ist Subnautica kostenlos, und die Betonung liegt auf „noch“: Lasst euch eines der besten Survival-Spiele nicht durch die Lappen gehen!

 

Subnautica

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Subnautica

Zum Spiel im PS Store

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Meinungsartikel, der den Standpunkt unserer Redakteurin widerspiegelt und nicht zwingend der Meinung der gesamten Redaktion entsprechen muss. Er erhebt keinen Anspruch auf eine universell gültige Wahrheit und deckt sich vielleicht nicht mit euren eigenen Vorstellungen.

Es ist Jahre her, als ich Subnautica entdeckt habe. Damals war das Survival-Spiel noch im Early Access, und einige YouTuber hatten es aus der Tiefe hervorgeholt und spielten es in ihren Let's Plays. Es war eine Zeit der Survival-Spiele, damals: The Forest hatte ebenfalls Early-Access-Schuhe an, Stranded Deep wurde gespielt, The Long Dark quälte Let's Player mit seiner gnadenlosen Kälte und Dunkelheit. Zu der Zeit habe ich nur anderen dabei zugeschaut, wie sie durch die Tiefen eines fremden Ozeans schwammen, weiter, weiter hinein, tiefer, tiefer, tiefer.

Es hatte mich fasziniert, doch ich dachte mir gleichsam: Ist es nicht einsam, Subnautica – das nur im Singleplayer verfügbar ist – zu spielen? Lieber zuschauen als selbst nass zu werden, dachte ich. Dann wurde Subnautica kostenlos im PS Store. Für alle, nicht nur für PS-Plus-Nutzer. Und plötzlich spielten es all meine Freunde, redeten die ganze Zeit darüber und ich konnte nicht anders, als Subnautica nun doch eine neue Chance zu geben: Der Captain bin dieses mal ich, bereit das Geheimnis dieses seltsamen, fremden Planeten allein zu erforschen. Seitdem kann ich nicht mehr aufhören, denn noch nie hat mich ein Survival-Spiel derart fest und faszinierend an der Gurgel gepackt.

So zieht euch Subnautica in die Tiefe – schaut es euch an:

Subnautica: Gameplay-Trailer

„Es ist vielleicht das beste Survival-Spiel, das jemals gemacht wurde.“ – Forbes

Ich lebe in meiner Freizeit seit Tagen nur noch unter Wasser. Entweder in meiner mehrstöckigen Basis, wo ich mir fremde Pflanzen heranzüchte, Eier mit einer Brutmaschine ausbrüte oder schlicht mein Schlafzimmer dekoriere. Oder auch in meinem kleinen Wasserfahrzeug, das mich in derart dunkle Tiefen des Ozeans befördert, dass mir zuweilen ganz flau im Magen wird: Wenn ihr glaubt, die Weite des Ozeans sei beeindruckend zu Beginn des Spiels, so täuscht euch nicht darüber hinweg, dass die Tiefe sehr viel weiter reicht – bis an die dunkelsten, unheimlichsten Orte, die ihr euch vorstellen könnt. Und lest „unheimlich“ bitte wortwörtlich: un-heimlich, fremd; Orte, die kein Heim bieten würden, Orte, die Menschen nicht besuchen sollten. Hier unten seid ihr nicht erwünscht.

Ist Subnautica ein Horrorspiel? Manche nennen es so. Aber so absurd es klingt, der Horror hier ist ein flauer, realistischer, der die Angst vor dunklen Tiefen bis ins kleinste Detail auskundschaftet. Getrieben von einer nahezu endlosen Faszination entdecke ich alle paar Minuten wieder und wieder neue Dinge, Geräte, Unterwasser-Wesen und -Welten, begleitet von einem tiefen Dröhnen, dass aus der schwarzen Tiefe dringt. Ich will es alles sehen, und vor allen Dingen will ich nicht mehr aufhören, zu spielen.

„Ich fühle mich, als sei ich in einem Sci-Fi-Film.“ – 8-BitRyan

In seinem wässrigen Herzen ist Subnautica, wie ihr euch schon denken könnt, ein Survival-Spiel. Für alle, die sich mit dem Genre nicht auskennen: Hier gilt es, zu überleben. Allein auf einem Alien-Planeten gestrandet, erkundet ihr das Unterwasserreich, um euch Nahrung, gefiltertes Wasser und eine mögliche Rettung zu sichern. Während euch einige Unterwasserwesen gern anbeißen und aufessen wollen, müsst ihr zusätzlich auf euren Sauerstoff-Verbrauch achten und erkunden, erkunden, erkunden. Nur so findet ihr genug Technologien und vielleicht sogar andere Überlebende, um eurer Flucht näherzukommen.

Fast alle Survival-Spiele vereinen ein gewisses Ernährungs- wie auch Bausystem: Sammelt Ressourcen, kocht und baut euch ein Heim, das euch vor der Wildnis schützen wird. Die Balance zwischen nervigem Ständig-Essen-suchen und zu einfachem Essen-interessiert-mich-gar-nicht ist dabei schwer zu halten. Subnautica aber brilliert darin – und nicht nur dort: Die unbekannte, nahezu endlose Unterwasserwelt fasziniert und lockt euch in der ersten Stunde genauso intensiv, wie in der zehnten. Immer wieder gibt es Neues zu entdecken, zu tun, zu sammeln; immer wieder werdet ihr belohnt und erlebt „Ach! Das geht auch?!“-Momente, immer wieder wird alles leichter und gleichsam schwerer.

Habt ihr einmal die Nahrungsbeschaffung unter Kontrolle, wollt ihr eure Basis bauen und braucht neue Ressourcen. Die Suche nach neuen Ressourcen führt euch tiefer ins Meer hinein, und plötzlich entdeckt ihr Welten und Geheimnisse, von denen ihr nicht einmal geträumt habt. Neue Technologien, aber auch neue Feinde treten in euer Sichtfeld, neue Ziele und Dinge, die ihr erledigen wollt. Während in anderen Survival-Spielen mein einziges Ziel vor einer Session oft heißt, „Baue mehr dies und das ab“, starte ich mit etlichen Möglichkeiten in jede Subnautica-Runde, alle verlockend und ja: verdammt spaßig.

Subnautica: Below Zero ist der nächste Teil. In unserer Vorschau erklärt euch Mandy, was das neue Subnautica-Stand-Alone zu bieten haben wird.

„Ich hätte nie gedacht, dass es mir derart viel Spaß machen würde.“ – Ich

Als ich mir Subnautica auf der PS4 installiert habe, dachte ich nicht, dass es mich umhauen würde. Als Gaming-Redakteur schaffen das nach einer Weile nur noch sehr wenige Spiele, zudem kannte ich Subnautica ja schon: Nicht die gesamte Story, aber doch die Prämisse und was genau das Spiel eigentlich ist. Falsch gedacht! Selbst in diesem Unterwasser-Sog zu verschwinden, ist eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte. Und ohne jetzt kitschig zu werden: Ein wenig hat mich Subnautica daran erinnert, wie toll Spiele eigentlich sein können.

Werdet ihr dasselbe fühlen, wenn ihr in Subnautica eintaucht? Ich weiß es nicht. Ein gewisses Faible für Survival, Erkundung und Bauen solltet ihr schon mitbringen. Habt ihr jedoch Angst vor Einsamkeit oder möglicher Langeweile, möchte ich euch beruhigen: Subnautica ist in meinen Augen einfach zu faszinierend, um langweilig zu werden. Die Liebe zum Detail ist eklatant, zudem bestätigt sich hier, dass gut Ding einfach Weile braucht: Das Spiel ist immerhin schon seit 2014 im Early Access, und war davor auch schon eine Weile in Entwicklung.

Das Beste aber? Es ist im Rahmen des Play-at-Home-Programms von Sony kostenlos für PS4/PS5 und kann von euch jetzt sofort gespielt werden. Das Angebot gilt bis zum 23. April, also beeilt euch! Für alle anderen Spieler: Herausgekommen ist es auch für PC, Xbox One und die Nintendo Switch.

Ihr seid Science-Fiction-Fans? Dann schaut hier vorbei:

Wo ist die Kritik? Ich bin kein Fan davon, nur der Kritik willen zu kritisieren. In meinen ganz subjektiven Augen – und in vielen Bewertungen zu dem Spiel – ist Subnautica in seinem Genre nahezu perfekt. Falls ihr aber Survival-Mechaniken wie Nahrungssuche nervig findet, könnte euch das insbesondere am Anfang stören. Und obwohl dieses Spiel wunderschön ist, wird euch keine Next-Gen-Realismus-Grafik erwarten. Mein Rat an euch: Probiert es einfach aus, immerhin ist es kostenlos. Wenn ihr Glück habt, nimmt euch Subnautica auf eine ähnlich unvergessliche Reise mit, wie mich. Ahoi!