Längst ist Cloud-Gaming in aller Munde. Doch was genau ist das überhaupt und was unterscheidet die verschiedenen Anbieter wie Google Stadia, Nvidia GeForce Now oder PS Now voneinander? GIGA erklärt, welche Cloud-Gaming-Services es aktuell gibt, wie sie im Vergleich abschneiden und worauf ihr bei den verschiedenen Abos achten müsst – so trefft ihr garantiert die richtige Wahl.

 

PlayStation Now

Facts 

Euer Gaming-PC ist nicht mehr der neueste und kommt bereits beim bloßen Anblick von grafikhungrigen AAA-Spielen wie Cyberpunk 2077 ins Schwitzen? Ihr habt nun zwei Möglichkeiten: Entweder ihr verpasst eurem Rechner ein kostspieliges Upgrade – beispielsweise in Form einer neuen Grafikkarte. Oder ihr entscheidet euch für einen der zahlreichen Cloud-Gaming-Dienste und macht damit die Anschaffung eines neuen, teuren Rechners obsolet.

Solche Dienste kosten euch monatlich oftmals nur den Bruchteil eines leistungsstarken Gaming-Rechners und erlauben es euch dennoch, alle erdenklichen Spiele zu zocken. Das ist aber längst nicht der einzige Grund, warum sich ein Abo bei einem der zahlreichen Anbieter lohnen könnte. Wir haben uns einige der beliebtesten Cloud-Services näher angeschaut und gehen im Detail auf die jeweiligen Leistungen, Möglichkeiten sowie Kosten ein.

Cloud-Gaming-Dienste 2021: Alle GIGA-Empfehlungen im Überblick

Preis-Leistungs-Sieger Raytracing zum Spartarif Die beste kostenlose Alternative Auch abseits von Gaming nützlich Für Fans von Konsolen-Games
Name Xbox Cloud-Gaming Nvidia GeForce Now Google Stadia Shadow PS Now
Preis (monatlich) 12,99 Euro kostenlos/9,99 Euro kostenlos/9,99 Euro ab 12,99 Euro 9,99 Euro
Plattform PC, Xbox PC, Mac, Android, iOS, Shield TV PC, Android PC, Mac, Linux, Android PC, PS5/PS4
Vorteil Top Preis-Leistungs-Verhältnis Zahlreiche vorinstallierte Spiele Kostenlose Version Eigener virtueller Windows-PC Viele Exklusivtitel auf PC spielbar
Nachteil Befindet sich noch in der Beta Begrenzte Session-Dauer Plattformzwang Lange Aktivierungszeit PS4-Controller zwingend notwendig
Angebot Amazon Bei Nvidia Im Google Store Bei Shadow Amazon

Der Preis-Leistungs-King: Xbox Game Pass Ultimate

Bild: Microsoft.

Xbox Game Pass Ultimate bei Amazon

Vorteile

  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Enthält sowohl den Xbox Game Pass als auch Cloud-Gaming
  • Spiele aus der Cloud oder von der Konsole auf Mobilgeräte streamen

Nachteile

  • Befindet sich noch in der Beta
  • Verbesserungswürdige App

Mit dem Xbox Game Pass hat Microsoft voll ins Schwarze getroffen. Nun wird die beliebte Spiele-Flatrate auch um Cloud-Gaming erweitert – ehemals unter dem Namen xCloud bekannt. Wer also bequem aus der Wolke zocken möchte, muss hierfür lediglich im Besitz des Xbox Game Pass Ultimate für 12,99 Euro pro Monat sein. Während am Spiele-Abo bereits seit einiger Zeit gefeilt wird, befindet sich das Cloud-Gaming-Angebot noch in der Beta. Demnach sollte man den Dienst bislang noch mit Vorsicht genießen. Das zeigt sich vor allem bei der mobilen App, die noch immer eher unfertig wirkt.

Trotz des Beta-Status habt ihr aber bereits jetzt die Möglichkeit, aus über 100 Xbox-Titeln zu wählen und sie von der Cloud auf euer Smartphone zu streamen – sowohl über WLAN als auch über das Mobilfunknetz. Konsolenspieler profitieren zusätzlich vom Xbox Console Streaming: Hier streamt ihr die Spiele direkt von eurer eigenen Xbox auf ein mobiles Gerät. Wer also ohnehin schon den Game-Pass abonniert hat, könnte ein Upgrade durchaus in Erwägung ziehen.

Die beste kostenlose Alternative: Google Stadia

Bild: Google.

Zum Anbieter: Google Stadia

Vorteile

  • Stadia Base kostenlos nutzbar (beschränkt auf Full-HD/60 FPS)
  • Jeden Monat neue kostenlose Spiele für Besitzer von Stadia Pro
  • Optionaler Controller mit nützlichen Zusatzfunktionen

Nachteile

  • Spiele müssen separat erworben werden
  • Gekaufte Spiele sind an die Plattform gebunden
  • Lückenhaftes Crossplay

Google fährt mit ihrem Cloud-Gaming-Angebot Stadia derzeit ein gänzlich anderes Konzept. Bei Stadia handelt es sich nämlich um eine eigenständige Plattform, so wie beispielsweise den PC oder die PS5. Somit können nur Spiele per Stadia gestreamt werden, die ihr separat für die Plattform erworben habt oder die im Stadia Pro Abo für knapp 10 Euro im Monat enthalten sind. Die kostenlose Version Stadia Base unterstützt Streaming in Full-HD mit 60 FPS und stellt somit die ideale Gelegenheit dar, um den Dienst bedenkenlos auszuprobieren. Gaming in satter 4K-Auflösung, 60 FPS sowie 5.1-Surround-Sound bleibt aber dem kostenpflichtigen Angebot Stadia Pro vorbehalten.

Löblich ist außerdem die nahtlose Integration von Stadia in ihr bisheriges Google-Ökosystem. Entscheidet ihr euch beispielsweise für die Premiere Edition, so erhaltet ihr zusätzlich zum Pro Abo den Stadia Controller samt Google Chromecast Ultra. Letzterer ist für das Zocken auf dem Fernseher allerdings notwendig, während der Controller rein optionaler Natur ist. Durch dedizierte Buttons für Screenshots und den Google Assistant ist dieser aber smarter als gewöhnliche Gamepads. Was Online-Titel anbelangt, so unterstützt nicht jedes Spiel auf Anhieb plattformübergreifendes Crossplay. Es wäre also ratsam, sich diesbezüglich genau zu informieren und das bei einer Kaufentscheidung entsprechend zu berücksichtigen.

Raytracing zum Spartarif: Nvidia GeForce Now

Bild: Nvidia.

Zum Anbieter: Nvidia GeForce Now

Vorteile

  • Kostenlose Version verfügbar
  • Vorinstallierte Spiele erleichtern die Handhabung
  • Wechselnde Auswahl an Spielen
  • Unterstützt Raytracing

Nachteile

  • Begrenzte Session-Dauer (bis zu sechs Stunden je nach Abo)
  • Teils sehr lange Wartezeiten
Hinweis: Seit dem 18. März 2021 profitieren bestehende Mitglieder von einem weiteren Vorteil – Founders For Life. Solltet ihr vor diesem Datum also bereits ein Abo abgeschlossen haben, erhaltet ihr GeForce Now weiterhin zum vergünstigten Einstiegspreis von 5,49 Euro/Monat. Solltet ihr euer Abo zwischendurch kündigen, verfällt dieser Bonus jedoch.

Nvidias Anwärter für den Cloud-Gaming-Thron nennt sich GeForce Now und verfolgt ein ganz eigenes Konzept: So gibt es eine vorgegebene Auswahl an Spielen, die mit mehreren hundert Titeln (Tendenz steigend) beispielsweise deutlich umfangreicher ausfällt als etwa beim Konkurrenten Stadia. Bereits gekaufte Spiele können außerdem innerhalb kürzester Zeit heruntergeladen werden oder sie sind bereits vorinstalliert und ihr könnt direkt loszocken. Dennoch kann es sein, dass einige Nischentitel nicht verfügbar sind, weshalb ein Vorab-Blick auf die Liste der unterstützten Spiele ratsam wäre.

Der nächste große Unterschied macht sich vor allem bei der kostenlosen Variante von GeForce Now bemerkbar: Hier beschränkt sich die maximale Session-Dauer auf gerade mal eine Stunde. Zwar könnt ihr euch nach Ablauf der Zeit unbegrenzt oft für eine nächste Session einloggen, aber gerade zu Stoßzeiten müsst ihr dann oftmals mit längeren Wartezeiten rechnen. Das kann auf Dauer schnell in Frustration münden. Hier kommt deshalb die kostenpflichtige Gründer-Edition ins Spiel. Die löst beide Probleme, indem ihr bis zu sechs Stunden am Stück zocken könnt und außerdem eine priorisierte Position in der Warteschlange einnehmt.

Für 9,99 Euro pro Monat kommt ihr dann sogar in den Genuss von Raytracing, was im Hinblick auf steigende Grafikkartenpreise ein weiterer Anreiz für das Abo sein dürfte. Wer ein Jahresabo abschließt, zahlt umgerechnet dann sogar nur noch rund 8 Euro im Monat.

Auch abseits von Gaming nützlich: Shadow

Das ist Shadow

Zum Anbieter: Shadow

Vorteile

  • Streaming in 4K mit 60 FPS oder Full-HD mit 144 FPS möglich
  • Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten abseits von Gaming
  • Für PC, Mac, Linux und Android verfügbar
  • Zukünftig noch leistungsstärkere Konfigurationen (Ultra und Infinite)

Nachteile

  • Bedienung des virtuellen Rechners erfordert teils mehr Aufwand
  • Lange Aktivierungszeit
  • Hoher Preis
Hinweis: Die noch leistungsstärkeren Konfigurationen Shadow Ultra für 24,99 Euro sowie Infinite für 39,99 Euro pro Monat sind aktuell noch nicht verfügbar. Neukunden steht momentan derzeit nur das Standard-Abonnement Shadow Boost ab 12,99 Euro/Monat zur Verfügung. Doch auch hier müsst ihr euch teils mehrere Monate gedulden bis ihr tatsächlich loszocken könnt, da euer virtueller Rechner erst noch aktiviert werden muss.

Wer auf der Suche nach einem wahren Multitalent unter den Cloud-Gaming-Diensten ist, der ist bei Shadow absolut an der richtigen Adresse. Hier erhaltet ihr nämlich Zugriff auf euren eigenen virtuellen Windows-PC. Somit könnt ihr jedes Spiel, das sich in eurem Besitz befindet, aus der Cloud streamen. Darüber hinaus können Nutzer diesen virtuellen Rechner ebenso für zahlreiche Dinge abseits von Gaming verwenden. Fotobearbeitung oder Videoschnitt? Alles kein Problem.

Zukünftig sollen außerdem noch leistungsstärkere Konfigurationen hinzukommen. Wer also bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, erhält Zugriff auf umso potentere Hardware und kann sogar von Raytracing oder mehr Speicherplatz auf seinem virtuellen PC profitieren. Dabei soll gesagt sein, dass selbst das günstigste Abo mehr als ausreichend ist, um so gut wie jeden gängigen Titel bei Bedarf mit bis zu 4K-Auflösung und flüssigen 60 FPS zu spielen – vorausgesetzt eure Internetverbindung gibt es her.

Einzig und allein die enorm lange Aktivierungszeit, die derzeit mehrere Monate zu dauern scheint, verpasst dem sonst wirklich attraktiven Angebot einen gehörigen Dämpfer. Bleibt nur zu hoffen, dass Shadow hier zukünftig noch weiter optimiert und interessierte Gamer dann nicht mehr ganz so lange warten müssen.

Für Fans von Konsolen-Games: PlayStation Now

Bild: Sony.

PlayStation Now bei Amazon

Vorteile

  • Große Auswahl an PS2-, PS3- und PS4-Spielen
  • Zahlreiche Titel auch offline spielbar
  • Ausgewählte PS4-Exklusivtitel auf dem PC spielbar

Nachteile

  • PS4 Controller notwendig (auch am PC)
  • Oft nur kurzfristige Verfügbarkeit von Spielen
  • Spiele-Streaming auf 720p und 30 FPS beschränkt

Sonys Abo-Service erfordert nicht einmal eine Konsole. Denn PlayStation Now funktioniert nicht nur auf PS4, sondern auch auf Windows-PCs (optional mit Dualshock-Controller). Der Dienst ist für 9,99 Euro im Monat, 24,99 Euro für drei Monate oder 59,99 Euro für ein Jahr verfügbar. Im reichhaltigen Programm finden sich über 800 Spiele aus allen Genres, die ursprünglich auf der PS2, PS3 oder PS4 erschienen sind. Hineinschnuppern in den Service könnt ihr dank einer siebentägigen Probephase.

Die Titel lassen sich entweder herunterladen (nicht bei PS3-Spielen) oder direkt streamen – je nachdem ob ihr genug Festplattenplatz oder eine gute Internetleitung besitzt. Vorsicht: Einige Spiele sind nur ein paar Monate im Programm, weshalb man diese als erstes in Angriff nehmen sollte. Spielstände verbleiben lokal oder in der Cloud und können mit Erwerb der Kaufversionen weiter genutzt werden.

Die Auswahl an Games ist vorzüglich: Es finden sich Must-Haves wie GTA 5, Uncharted 4, The Last of Us und Persona 5. Auch PS3-Klassiker wie Red Dead Redemption, Metal Gear Solid 4, Bioshock oder Fallout New Vegas überzeugen. Über PS Now sind übrigens auch Mehrspieler-Partien (z. B. in GTA Online oder Elder Scrolls Online) möglich. Ebenso lassen sich Trophäen einheimsen. Sony empfiehlt eine Bandbreite von mindestens 5 MBit/s für das Streaming. In der Praxis sind jedoch 25 MBit/s sowie der Anschluss über LAN-Kabel ratsam. Sonst kann es hin und wieder zu Aussetzern und Stotterern kommen. Kurzum bietet PlayStation Now ein reichhaltiges Angebot zum fairen Preis.

Cloud-Gaming-Anbieter: So haben wir getestet

Cloud-Gaming ist inzwischen auf fast allen gängigen Plattform verfügbar. Aus diesem Grund war es uns auch wichtig, jeden dieser Bereiche mit unserer Auswahl abzudecken. So soll gewährleistet werden, dass im Idealfall für jeden ein passender Anbieter dabei ist. Um euch also den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir neben unseren eigenen Erfahrungen ebenso externe Meinungen in unsere Entscheidung mit einfließen lassen.

An dieser Stelle soll noch erwähnt werden, dass es sich bei Cloud-Gaming nach wie vor um ein relativ neues Konzept handelt. Gleichzeitig entwickelt sich dieses aber rasant weiter, was sich vor allem bei den einzelnen Anbietern zeigt. Diese bieten euch nämlich zunehmend mehr Features oder aber neue Abo-Modelle, die sowohl eine Spiele-Flatrate als auch Cloud-Gaming miteinander vereinen.

Welche Dienste kommen noch?

An dieser Stelle sollen noch weitere Cloud-Gaming-Dienste genannt werden, die in absehbarer Zeit auf den Markt kommen. So möchte Medion zukünftig ebenfalls im Cloud-Gaming-Sektor mitmischen – das Unternehmen ist den meisten wohl dadurch bekannt, da sie regelmäßig preiswerte Gaming-Rechner beim beliebten Discounter Aldi anbieten.

Um ihre Position im Gaming-Bereich weiter zu festigen, möchte das Unternehmen daher zeitnahe mit Medion ERAZER Cloud Gaming an den Start gehen. Ähnlich wie bei anderen Konkurrenten soll es auch hier eine vordefinierte Auswahl an Spielen geben. Diese beschränkt sich zu Beginn jedoch auf nur etwa 50 Titel, die allesamt im Abo für monatlich 9,99 Euro enthalten sind. Es bleibt außerdem abzuwarten, welche Spiele das genau sein werden und welche zukünftig noch dazukommen.

Zum Anbieter: Medion ERAZER Cloud Gaming

Auch der Versandgigant Amazon möchte in Zukunft im Cloud-Gaming-Segment Fuß fassen. Ihr Dienst hört auf den Namen Amazon Luna und befindet sich derzeit noch in der Early-Access-Phase. Interessant ist hierbei, dass es ähnlich wie bei Google Stadia ein eigens für den Dienst entwickelten Controller gibt – inklusive Alexa-Spracherkennung versteht sich.

Bild: Amazon.

Aktuell zahlt man 5,99 Dollar pro Monat und erhält dafür Zugang zu einer wachsenden Zahl an Spielen, die auf bis zu zwei Geräten gleichzeitig gestreamt werden können: Unterstützt werden momentan PC, Mac, Fire TV, iOS und ausgewählte Android-Smartphones. Spannend könnte außerdem das separate Abo für Ubisoft-Spiele sein, das ebenfalls in Kombination mit dem Cloud-Gaming-Dienst nutzbar sein soll. Allerdings ist der Dienst vorerst nicht in Deutschland verfügbar.

Zum Anbieter: Amazon Luna

Cloud-Gaming: Wie funktioniert das überhaupt?

Mit Google Stadia könnt ihr das selbe Spiel auf unterschiedlichen Geräten zocken. (Bild: Google)

In der Regel funktioniert der Großteil der Cloud-Streaming-Dienste auf die selbe Art und Weise: Euch steht ein Server mit äußerst leistungsstarker Hardware zur Verfügung, auf dem eure eigenen jeweiligen Spiele dann tatsächlich laufen. Lediglich das ausgegebene Bild wird über eine App auf euer jeweiliges Endgerät gestreamt. Deshalb ist es auch egal, über wie viel Leistung es verfügt. Die eigentliche Arbeit übernimmt der externe Server.

Das bedeutet: Solange das Gerät eurer Wahl – das kann entweder ein Smartphone, Tablet oder auch ein in die Jahre gekommener PC/Laptop sein – Videos flüssig wiedergeben kann, könnt ihr vermutlich auch ohne Weiteres auf Cloud-Gaming zurückgreifen.

Ohne Netz nichts los: Wie schnell sollte mein Internet sein?

Der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Der wichtigste Faktor, wenn es darum geht, aus der Wolke zu zocken: eine schnelle sowie stabile Internetverbindung. Hier versuchen sich die zahlreichen Dienste natürlich zu unterbieten, indem sie mit möglichst geringen Mindestvoraussetzungen in Bezug auf die benötigte Internetleistung werben. Dabei bewegen sich diese Angaben zwischen 5 Mbit/s bis zu 35 Mbit/s oder mehr. Die Faustregel lautet: Je besser euer Spielerlebnis sein soll (FPS, Bildwiederholrate, Auflösung und Grafikqualität), desto leistungsfähiger muss auch euer Internet sein.

Damit ihr bei so vielen Zahlen den Überblick nicht verliert, hier ein kurzes Rechenbeispiel. Angenommen, ihr verfügt über eine 16.000er-Leitung, so würde das einer Geschwindigkeit von umgerechnet etwa 16 Mbit/s entsprechen. Die meisten Dienste erfordern jedoch mindestens 20 Mbit/s, damit ihr mindestens mit einer Auflösung von 1080p und mit flüssigen 60 FPS zocken könnt.

Unsere Empfehlung: Für das optimale Spielerlebnis solltet ihr mindestens über eine 50.000er-Leitung verfügen und euch außerdem einen zuverlässigen Provider suchen – ein LAN-Kabel ist außerdem meistens zuverlässiger als die Verbindung per WLAN. Praktischerweise könnt ihr bei einigen Anbietern wie etwa Google Stadia eure Internetgeschwindigkeit direkt auf der Webseite testen lassen. Somit erfahrt ihr vorab, ob ein Upgrade des eigenen Internets überhaupt notwendig ist.

Hier geht's zum offiziellen Google-Stadia-Speedtest

Cloud-Gaming-Anbieter: Die Unterschiede erklärt

Auf den ersten Blick mögen sich die Cloud-Gaming-Angebote allesamt sehr ähnlich sehen, dennoch unterscheiden sie sich in einigen Punkten sehr stark voneinander. Das fängt damit an, in welcher Auflösung ihr spielen wollt. Während einige Services lediglich eine Auflösung von 1080p bieten, könnt ihr bei anderen Diensten sogar in 4K oder aber mit einer erhöhten Bildwiederholrate von 144 Hz spielen. Hierbei hängt alles erneut von eurer zur Verfügung stehenden Internetleitung ab  mehr Pixel oder FPS brauchen immer auch mehr Bandbreite.

Der nächste große Punkt wären die Spiele selbst. Viele der Anbieter bieten eine vordefinierte Auswahl an Spielen. Diese wird erfahrungsgemäß zwar stetig erweitert, sollte euer absolutes Lieblingsspiel aber trotzdem nicht mit dabei sein, könnte das ein K.O.-Kriterium darstellen. Es wäre also ratsam, sich im Vorfeld über den angebotenen Spielekatalog zu informieren. Im Falle von Shadow wird euch sogar ein kompletter virtueller Windows-PC zur Verfügung gestellt. In diesem Fall habt ihr also theoretisch unbegrenzte Möglichkeiten, die sich nicht nur auf Zocken beschränken müssen.

Google Stadia: Alles was ihr wissen müsst - rund um die neue Gaming-Plattform

Hybrid-Abos als die Zukunft von Cloud-Gaming?

Inzwischen scheinen sich die zahlreichen Abo-Strukturen immer mehr zu vermischen und somit tauchen vereinzelt auch Hybride auf – gute Beispiele hierfür sind etwa der Xbox Game Pass Ultimate oder PlayStation Now. Beide Abos bieten euch nicht nur eine Spiele-Flatrate, sondern können unter anderem auch dazu genutzt werden, um Spiele gleichzeitig auf eure Konsole, euren PC oder sogar euer Smartphone zu streamen.

Der Cloud-Gaming-Trend, scheint also gerade erst so richtig durchzustarten. Es bleibt daher spannend, zu beobachten, in welche Richtung sich der Markt zukünftig noch entwickeln wird. Eins steht aber jetzt schon fest: Gerade Spieler profitieren vom immer größer werdenden Angebot an Spielen und den entsprechenden Streaming-Möglichkeiten. Vor allem in Zeiten, in denen leistungsstarke Hardware immer mehr zum raren Gut wird.