Was genau ist Cloud-Gaming überhaupt und was unterscheidet die verschiedenen Anbieter wie Google Stadia, PlayStation Plus oder Nvidia GeForce Now voneinander? GIGA erklärt, welche Cloud-Gaming-Services es aktuell gibt, wie sie im Vergleich abschneiden und worauf ihr bei den verschiedenen Abos achten müsst – so trefft ihr garantiert die richtige Wahl.

 
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Cloud-Gaming-Anbieter 2022: Alle GIGA-Empfehlungen im Vergleich

Euer Gaming-PC kommt bereits beim bloßen Anblick von grafikhungrigen AAA-Spielen wie Cyberpunk 2077 ins Schwitzen? Wer jetzt nicht direkt in eine neuen Grafikkarte investieren möchte, kann sich stattdessen für einen der zahlreichen Cloud-Gaming-Dienste entscheiden. Das macht die Anschaffung eines neuen, teuren Rechners theoretisch obsolet.

Solche Dienste kosten euch monatlich oftmals nur den Bruchteil eines leistungsstarken Gaming-Rechners und erlauben es euch dennoch, alle erdenklichen Spiele zu zocken. Das ist aber längst nicht der einzige Grund, warum sich ein Abo bei einem der zahlreichen Anbieter lohnen könnte. Wir haben uns einige der beliebtesten Cloud-Services näher angeschaut und gehen im Detail auf die jeweiligen Leistungen, Möglichkeiten sowie Kosten ein.

In Ausgabe 8/2021 der Stiftung Warentest wurden mehrere Cloud-Gaming-Dienste einem ausführlichen Test unterzogen. Dabei zeigte sich vor allem, dass eine ausreichende Internetverbindung nach wie vor den größten limitierenden Faktor darstellt. So wurde keiner der getesteten Anbieter mit besser als „befriedigend“ bewertet. Den Sieg konnte übrigens der Xbox Game Pass Ultimate mit einer Note von 2,9 für sich entscheiden.
GIGA-Tipp Nvidia GeForce NowGoogle StadiaPreistipp Xbox Game Pass UltimatePlayStation Plus PremiumShadow
    • Große Auswahl vorinstallierter Spiele
    • Begrenzte Session-Dauer
  • Jeden Monat kostenlose Spiele
  • Plattformzwang
  • Funktioniert auf Konsole, PC und Smartphone
  • Cloud-Gaming noch in der Beta
  • Viele Exklusivtitel auf PC spielbar
  • PS4/PS5-Controller zwingend notwendig
  • Eigener virtueller Windows-PC
  • Verhältnismäßig teuer
ab 9,99 Euro/Monat 9,99 Euro/Monat 12,99 Euro/Monat 16,99 Euro/Monat ab 29,99 Euro/Monat

Deshalb könnt ihr GIGA vertrauen

Wir betreiben für jeden Artikel dieser Art intensive Recherche, damit wir das gewonnene Wissen hinterher kompakt und vor allem verständlich an unsere Leserinnen und Leser weitergeben können. Ebenso werden alle gelisteten Produkte stets mit Sorgfalt ausgewählt und verschiedene Einsatzzwecke sowie Preissegmente berücksichtigt. Weitere Infos zu unseren Kaufberatungen findet ihr übrigens im Artikel „So beraten wir“.

Ich selbst begeistere mich bereits seit meiner Kindheit für Videospiele und die dafür notwendige Hardware. Meinen ersten eigenen Gaming-Rechner habe ich bereits im Jahr 2012 zusammengebaut und seitdem sind noch zahlreiche weitere gefolgt. Jegliches Wissen in Bezug auf Games sowie (PC) Hardware habe ich mir über die Jahre also selbst angeeignet – oft zur Freude meiner Familie oder meines Freundeskreises. Dort bin ich meist die erste Anlaufstelle wenn es darum geht, etwas zu reparieren oder sie bei der Anschaffung neuer Geräte zu beraten.

Um euch den bestmöglichen Überblick verschaffen zu können, haben wir uns neben eigenen Erfahrungen auch auf Nutzerwertungen sowie externe Testinstitutionen wie die Stiftung Warentest gestützt.

GIGA-Tipp: Nvidia GeForce Now

Bildquelle: Nvidia

Vorteile

  • Kostenlose Version verfügbar
  • Vorinstallierte Spiele erleichtern die Handhabung
  • Große Auswahl an Spielen
  • Unterstützt Raytracing

Nachteile

  • Begrenzte Session-Dauer
  • Teils lange Warteschlangen

Nvidias Anwärter für den Cloud-Gaming-Thron nennt sich GeForce Now und verfolgt ein ganz eigenes Konzept: So gibt es eine vorgegebene Auswahl an Spielen, die mit mehreren hundert Titeln (Tendenz steigend) beispielsweise deutlich umfangreicher ausfällt als etwa beim Konkurrenten Stadia. Bereits gekaufte Spiele können außerdem innerhalb kürzester Zeit heruntergeladen werden oder sie sind bereits vorinstalliert und ihr könnt direkt loszocken. Dennoch kann es sein, dass einige Nischentitel nicht verfügbar sind, weshalb ein Vorab-Blick auf die Liste der unterstützten Spiele ratsam wäre.

Der nächste große Unterschied macht sich vor allem bei der kostenlosen Variante von GeForce Now bemerkbar: Hier beschränkt sich die maximale Session-Dauer auf gerade mal eine Stunde. Zwar könnt ihr euch nach Ablauf der Zeit unbegrenzt oft für eine nächste Session einloggen, aber gerade zu Stoßzeiten müsst ihr dann oftmals mit längeren Wartezeiten rechnen. Das kann auf Dauer schnell in Frustration münden.

Meinung der Redaktion: „Mit 50-Mbit-DSL und 5-GHz-WLAN ist die Performance zwar nicht perfekt, aber gerade mit aktiviertem Raytracing macht Cyberpunk 2077 aus der Cloud deutlich mehr her als etwa die Version auf der PS4 Pro. Der PS4-Controller wurde auf dem Mac problemlos erkannt, allerdings orientiert sich die Steuerung stellenweise trotzdem am Layout des Xbox-Controllers, was manchmal Umdenken erfordert. Wer sich an gelegentlichen Rucklern oder am erhöhtem Input-Lag nicht stört, kann mit GeForce Now aber kaum etwas falsch machen.“

Hier kommen deshalb die kostenpflichtigen Versionen ins Spiel: „Priority“ und „RTX 3080“. Die lösen beide Probleme, indem ihr je nach Abo bis zu 8 Stunden am Stück zocken könnt und außerdem eine priorisierte Position in der Warteschlange einnehmt. Außerdem steht euch in beiden Fällen Raytracing zur Verfügung. Wer das absolute Maximum an Leistung herausholen möchte, kann sich für 19,99 Euro im Monat für das Abo mit exklusivem Zugriff auf einen RTX-3080-Server sowie weiteren Boni gönnen. Im Hinblick auf steigende Grafikkartenpreise dürfte das somit ein weiterer Anreiz für das Abo sein.

Nvidia GeForce Now im Überblick

  • Kostenlose Version auf einstündige Sessions beschränkt
  • Priority Abo für 9,99 Euro/Monat oder 49,99 Euro/6 Monate beinhaltet Raytracing, vorrangiger Zugriff auf Premium-Server und erweiterte Session-Dauer von maximal 6 Stunden
  • RTX 3080 Abo für 19,99 Euro/Monat oder 99,99 Euro/6 Monate beinhaltet 4K-HDR Shield TV, 120 FPS bei 1440p, exklusiver Zugriff auf RTX-3080-Server und erweiterte Session-Dauer von maximal 8 Stunden
  • Zahlreiche Spiele sind bereits vorinstalliert

Eigenständige Cloud-Plattform: Google Stadia

Bildquelle: Google

Vorteile

  • Stadia Base kostenlos nutzbar
  • Jeden Monat neue kostenlose Spiele für Besitzer von Stadia Pro
  • Optionaler Controller mit nützlichen Zusatzfunktionen
  • Mit Google-TV nutzbar

Nachteile

  • Spiele müssen separat erworben werden
  • Plattformbindung gekaufter Spiele
  • Lückenhaftes Crossplay

Google fährt mit ihrem Cloud-Gaming-Angebot Stadia derzeit ein gänzlich anderes Konzept. Bei Stadia handelt es sich nämlich um eine eigenständige Plattform, so wie beispielsweise den PC oder die PS5. Somit können nur Spiele per Stadia gestreamt werden, die ihr separat für die Plattform erworben habt oder die im Stadia Pro Abo für knapp 10 Euro im Monat enthalten sind. Die kostenlose Version Stadia Base beschränkt sich auf Streaming in Full-HD mit maximal 60 FPS und stellt somit die ideale Gelegenheit dar, um den Dienst bedenkenlos auszuprobieren. Gaming in satter 4K-Auflösung oder Bildraten jenseits der 60 FPS bleibt aber dem kostenpflichtigen Angebot Stadia Pro vorbehalten.

Löblich ist außerdem die nahtlose Integration von Stadia in ihr bisheriges Google-Ökosystem. Entscheidet ihr euch beispielsweise für das Google-TV-Set, so erhaltet ihr zusätzlich zum Pro Abo den Stadia Controller samt Google-TV-Stick. Zwar ist der Controller rein optionaler Natur ist, durch dedizierte Buttons für Screenshots und den Google Assistant ist dieser aber smarter als gewöhnliche Gamepads. Was Online-Titel anbelangt, so unterstützt nicht jedes Spiel auf Anhieb plattformübergreifendes Crossplay. Es wäre also ratsam, sich diesbezüglich genau zu informieren und das bei einer Kaufentscheidung entsprechend zu berücksichtigen.

Google Stadia im Überblick

  • Kostenlose Version Stadia Base beschränkt sich auf Gaming in Full-HD und 60 FPS
  • Monatlich neue Spiele für Besitzer von Stadia Pro für 9,99 Euro/Monat
  • Spiele müssen separat erworben werden und sind an die Plattform gebunden

Wie Netflix für Spiele: Xbox Game Pass Ultimate

Bildquelle: Microsoft

Vorteile

  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Enthält Xbox Game Pass und Cloud-Gaming
  • Spiele aus der Cloud oder von der Konsole auf Mobilgeräte streamen

Nachteile

  • Befindet sich noch in der Beta
  • Verbesserungswürdige App

Mit dem Xbox Game Pass (Ultimate) hat Microsoft voll ins Schwarze getroffen. Die beliebte Spiele-Flatrate für 12,99 Euro pro Monat wurde inzwischen auch um Cloud-Gaming (Beta) erweitert – ein Projekt, das ehemals unter dem Namen xCloud bekannt war. Während das Spiele-Abo bereits seit einiger Zeit stetig verbessert wird, befindet sich das Cloud-Gaming-Angebot noch immer in der Beta. Demnach sollte man den Dienst bislang noch mit Vorsicht genießen. Das zeigt sich vor allem bei der mobilen App, die noch immer eher unfertig wirkt.

Trotz des Beta-Status habt ihr aber bereits jetzt die Möglichkeit, aus über 100 Xbox-Titeln zu wählen und sie von der Cloud auf euer Smartphone zu streamen – sowohl über WLAN als auch über das Mobilfunknetz. Konsolenspieler profitieren zusätzlich vom Xbox Console Streaming: hier streamt ihr die Spiele direkt von eurer eigenen Xbox auf ein mobiles Gerät. Wer also ohnehin schon den Game-Pass abonniert hat, könnte das Upgrade durchaus in Erwägung ziehen.

Xbox Game Pass Ultimate im Überblick

  • Enthält Xbox Game Pass, Xbox Live Gold und Cloud-Gaming (Beta) für 12,99 Euro/Monat
  • Zugriff auf über 100 Spiele inkl. Exklusivtitel
  • Spiele aus der Cloud oder von der Konsole bequem auf den PC oder Mobilgeräte streamen

Für Fans von Konsolen-Games: PlayStation Plus Premium

Introducing the all-new PlayStation Plus | PS5 & PS4 Games

Vorteile

  • Etliche PS4-Exklusivtitel auf dem PC spielbar
  • Spielekatalog umfasst mehr als 700 Games
  • Ausgewählte Klassiker vorheriger Konsolengenerationen
  • Zahlreiche Titel auch offline spielbar

Nachteile

  • PS4/PS5 Controller notwendig (auch am PC)
  • Verfügbarkeit von Spielen oft nur kurzfristig
  • Beschränkte Qualität beim Spiele-Streaming

Sonys Abo-Service erfordert nicht einmal eine Konsole. Denn PlayStation Plus (Premium) funktioniert nicht nur auf PS4 oder PS5, sondern auch auf Windows-PCs. Der Dienst ist für 16,99 Euro im Monat, 49,99 Euro für drei Monate oder 119,99 Euro für ein Jahr verfügbar. Im reichhaltigen Programm finden sich über 700 Spiele aus allen Genres, die ursprünglich auf der PS1, PS2, PS3, PS4, PS5 oder PSP erschienen sind.

Die Titel lassen sich entweder herunterladen (nicht bei PS3-Spielen) oder direkt streamen – je nachdem ob ihr genug Festplattenplatz oder eine gute Internetleitung besitzt. Vorsicht: Einige Spiele sind nur ein paar Monate im Programm, weshalb man diese als erstes in Angriff nehmen sollte. Spielstände verbleiben lokal oder in der Cloud und können mit Erwerb der Kaufversionen weiter genutzt werden.

Die Auswahl an Games ist vorzüglich: Es finden sich Must-Haves wie GTA 5, Uncharted 4, The Last of Us und Persona 5. Auch PS3-Klassiker wie Red Dead Redemption, Metal Gear Solid 4, Bioshock oder Fallout New Vegas überzeugen. Über PlayStation Plus Premium sind übrigens auch Mehrspieler-Partien (z. B. in GTA Online oder Elder Scrolls Online) möglich. Ebenso lassen sich Trophäen einheimsen. Sony empfiehlt eine Bandbreite von mindestens 5 MBit/s für das Streaming. In der Praxis sind jedoch 25 MBit/s sowie der Anschluss über ein LAN-Kabel ratsam. Sonst kann es hin und wieder zu Aussetzern und Stotterern kommen. Kurzum bietet PlayStation Plus Premium ein reichhaltiges Angebot, das auch für PC-Spieler interessant sein dürfte.

PlayStation Plus Premium im Überblick

  • Streamt für 16,99 Euro/Monat ausgewählte PS4-Exklusivtitel auf eure Konsole oder den PC
  • Beinhaltet sämtliche Vorteile von PS Plus Essential und PS Plus Extra
  • Zeitlich begrenzte Testversionen ausgewählter Spiele
  • Streaming-Qualität beschränkt sich auch am PC auf HD-Auflösung und 30 FPS
  • Enthält über 700 Spiele der PS1, PS2, PS3, PS4, PS5 und PSP
  • Zum Spielen wird ein PS4- oder PS5-Controller benötigt

Auch für Nicht-Gamer interessant: Shadow

Das ist Shadow

Vorteile

  • Eigener virtueller Windows-PC
  • Cloud-Speicherplatz für Spiele oder andere Software
  • Für PC, Mac, Linux, Android, iOS, Smart-TVs und VR verfügbar

Nachteile

  • Eher schwache Hardware
  • Verhältnismäßig teuer

Wer auf der Suche nach einem wahren Multitalent unter den Cloud-Diensten ist, der ist bei Shadow absolut an der richtigen Adresse. Hier erhaltet ihr nämlich Zugriff auf euren eigenen virtuellen Windows-PC. Somit könnt ihr jedes Spiel, egal von welcher Plattform, problemlos installieren und anschließend aus der Cloud streamen. Der eigentliche Clou ist aber die Tatsache, dass ihr den virtuellen Rechner ebenso für zahlreiche Dinge abseits von Gaming verwenden könnt – Bildbearbeitung, Videoschnitt oder 3D-Rendering? Alles kein Problem. Der größte Kritikpunkt wäre allerdings der hohe Preis von 29,99 Euro/Monat für das Abo. Zwar genießt ihr hier eine enorm große Freiheit was die Anwendungsmöglichkeiten angeht, doch gerade in Bezug auf Gaming schläft die Konkurrenz und bietet vergleichbare Dienste zu deutlich erschwinglicheren Preisen.

Was erschwerend hinzukommt ist die Tatsache, dass euch laut Website hierzulande lediglich die Leistung einer GTX 1080 zur Verfügung steht – das ist nach aktuellen Standards definitiv zu wenig. Zukünftig soll es allerdings möglich sein für einen Aufpreis von 14,99 Euro monatlich ein deutlich Plus an Leistung samt hardwarebeschleunigtem Raytracing zu erhalten. Mit insgesamt 45 Euro pro Monat wäre der Dienst dann aber mit Abstand der teuerste auf unserer Liste. Ein Abo würde sich demnach nur lohnen, wenn ihr neben dem Zocken auch noch von den anderen Funktionen Gebrauch machen wollt. Ansonsten seid ihr mit einem reinen Cloud-Gaming-Dienst vermutlich besser beraten.

Shadow im Überblick

  • Shadow für 29,99 Euro/Monat gewährt euch Zugriff auf euren eigenen virtuellen Windows-PC
  • Power-Upgrade für 14,99 Euro/Monat (zusätzlich zum Abo) enthält mehr Leistung inkl. Raytracing
  • Installiert jedes Spiel oder andere Software ohne Einschränkungen
  • Umfasst 256 GB SSD-Speicher, die bei Bedarf für jeweils 2,99 Euro/Monat pro 256 GB erweitert werden können (maximal 2 TB)

Darum lohnt sich Cloud-Gaming

Cloud-Gaming ist inzwischen auf fast allen gängigen Plattform verfügbar. Mit der steigenden Auswahl an unterschiedlichen Anbietern seid ihr außerdem längst nicht mehr auf eine aktuelle Konsole oder Gaming-Rechner angewiesen. Doch lohnt sich Cloud-Gaming überhaupt oder wärt ihr mit leistungsfähiger Hardware doch besser beraten? Um euch die Entscheidung etwas zu erleichtern, listen wir einige Szenarien auf, in denen ihr von Cloud-Gaming profitieren würdet:

  • Ihr spielt nur gelegentlich, weshalb ihr auch auch keinen Bedarf für eine Konsole oder einen Gaming-PC habt? In diesem Fall könnte Cloud-Gaming die optimale Lösung für euch darstellen.
  • Eure Hardware ist bereits in die Jahre gekommen, aber die Anschaffung einer neuen Konsole oder neuen Gaming-Rechners ist euch derzeit nicht möglich? Mit Cloud-Gaming könnt ihr dieses Problem komplett umgehen, zumal ein Abo auch nur den Bruchteil einer Neuanschaffung kostet und außerdem jederzeit wieder gekündigt werden kann.
  • Euch reizt vor allem der Gedanke, dass ihr unterwegs auf eurem Smartphone oder Laptop AAA-Titel genießen könnt? Cloud-Gaming macht es möglich! Weiterer Vorteil ist außerdem, dass euer Akku deutlich länger durchhalten sollte, da sämtliche Berechnungen auf externen Servern und nicht eurem Gerät passieren.

Vor einer finalen Entscheidung solltet ihr außerdem nochmal prüfen, welche Anforderungen der jeweilige Dienst in Sachen Internetgeschwindigkeit genau hat. Damit steht und fällt die Nutzung eines jeden Cloud-Gaming-Dienstes – im Zweifelsfall lohnt es sich unter Umständen also in eine potentere Internetverbindung zu investieren, was aber wiederum zu höheren Kosten führen kann. Das sollte bei eurer Entscheidung also ebenso berücksichtigt werden.

Cloud-Gaming: Wie funktioniert das überhaupt?

Mit Google Stadia könnt ihr das selbe Spiel auf unterschiedlichen Geräten zocken. (Bildquelle: Google)

In der Regel funktioniert der Großteil der Cloud-Streaming-Dienste auf die selbe Art und Weise: Euch steht ein Server mit leistungsstarker Hardware zur Verfügung, auf dem eure jeweiligen Spiele dann tatsächlich laufen. Lediglich das ausgegebene Bild wird über eine App auf das entsprechende Endgerät gestreamt. Deshalb ist es völlig egal, über wie viel Leistung es verfügt. Die eigentliche Arbeit übernimmt der externe Server.

Das bedeutet: Solange das Gerät eurer Wahl – das kann entweder ein Smartphone, Tablet oder auch ein in die Jahre gekommener PC beziehungsweise Laptop sein – Videos flüssig wiedergeben kann, könnt ihr vermutlich auch ohne Weiteres auf Cloud-Gaming zurückgreifen.

Welche Internetverbindung ist erforderlich?

Der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Der wichtigste Faktor, wenn es darum geht, aus der Wolke zu zocken: eine schnelle sowie stabile Internetverbindung. Hier versuchen sich die zahlreichen Dienste natürlich zu unterbieten, indem sie mit möglichst geringen Mindestvoraussetzungen in Bezug auf die benötigte Internetleistung werben. Dabei bewegen sich diese Angaben zwischen 5 Mbit/s bis zu 35 Mbit/s oder mehr. Die Faustregel lautet: Je besser euer Spielerlebnis sein soll (FPS, Bildwiederholrate, Auflösung und Grafikqualität), desto leistungsfähiger muss auch euer Internet sein.

Damit ihr bei so vielen Zahlen den Überblick nicht verliert, hier ein kurzes Rechenbeispiel: Angenommen, ihr verfügt über eine 16.000er-Leitung, so würde das einer Geschwindigkeit von umgerechnet etwa 16 Mbit/s entsprechen. Die meisten Dienste erfordern jedoch mindestens 20 Mbit/s, damit ihr mindestens mit einer Auflösung von 1080p und mit flüssigen 60 FPS zocken könnt.

Unsere Empfehlung: Für das optimale Spielerlebnis solltet ihr mindestens über eine 50.000er-Leitung verfügen und euch einen zuverlässigen Provider suchen – ein LAN-Kabel ist außerdem meistens zuverlässiger als die Verbindung per WLAN. Praktischerweise könnt ihr bei einigen Anbietern wie etwa Google Stadia eure Internetgeschwindigkeit direkt auf der Webseite testen lassen. Somit erfahrt ihr vorab, ob ein Upgrade des eigenen Internets überhaupt notwendig ist.

So unterscheiden sich die Dienste

Auf den ersten Blick mögen sich die Cloud-Gaming-Angebote allesamt sehr ähnlich sehen, dennoch unterscheiden sie sich in einigen Punkten sehr stark voneinander. Das fängt damit an, in welcher Auflösung ihr spielen wollt. Während einige Services lediglich eine Auflösung von 1080p bieten, könnt ihr bei anderen Diensten sogar in 4K-Auflösung oder mit aktiviertem Raytracing spielen. Hierbei hängt alles erneut von eurer zur Verfügung stehenden Internetleitung ab mehr Pixel oder FPS brauchen immer auch mehr Bandbreite.

Der nächste große Punkt wären die Spiele selbst. Viele der Anbieter bieten eine vordefinierte Auswahl an Spielen. Diese wird erfahrungsgemäß zwar stetig erweitert, sollte euer absolutes Lieblingsspiel aber trotzdem nicht mit dabei sein, könnte das ein K.O.-Kriterium darstellen. Es wäre also ratsam, sich im Vorfeld über den angebotenen Spielekatalog zu informieren. Im Falle von Shadow wird euch sogar ein kompletter virtueller Windows-PC zur Verfügung gestellt. In diesem Fall habt ihr also theoretisch unbegrenzte Möglichkeiten, die sich nicht nur auf Zocken beschränken müssen.

Google Stadia: Alles was ihr wissen müsst - rund um die neue Gaming-Plattform

Die zahlreichen Abo-Strukturen scheinen sich derzeit außerdem immer mehr zu vermischen und somit existieren ebenfalls hybride Angebote gute Beispiele hierfür sind etwa der Xbox Game Pass oder PlayStation Plus. Beide Abos bieten euch nicht nur eine Spiele-Flatrate, sondern können unter anderem auch dazu genutzt werden, um Spiele gleichzeitig auf eure Konsole, euren PC oder sogar euer Smartphone zu streamen. Nintendo mischt ebenfalls mit und erlaubt es euch, ausgewählte Titel per Cloud-Streaming zu zocken, die für die Handheld-Konsole grafisch sonst zu anspruchsvoll wären.

Der Cloud-Gaming-Trend, startet gerade also erst so richtig durch. Es bleibt daher spannend, zu beobachten, in welche Richtung sich der Markt noch entwickeln wird. Eins steht aber jetzt schon fest: Vor allem Spielerinnern und Spieler profitieren vom immer größer werdenden Angebot an Spielen und den entsprechenden Streaming-Möglichkeiten. Gerade in Zeiten, in denen leistungsstarke Hardware immer mehr zu rarem Gut wird, können derartige Dienste eine praktische Alternative darstellen.