WLAN verstärken und Reichweite erhöhen: Tipps, Tricks, Hardware

Marco Kratzenberg 7

Das Internet übers WLAN zu nutzen, ist sehr praktisch. Aber spätestens in großen Wohnungen oder Häusern mit mehreren Etagen kommt das Funknetz an seine Grenzen. Wenn der Router im Flur steht und ihr im Schlafzimmer nur noch ein schwaches Signal habt, müsst ihr euer Funknetz verstärken und seine Reichweite erhöhen. GIGA erklärt euch, wie ihr das WLAN-Signal verstärken könnt und das Netz erweitert.

Die zulässige Strahlungsleistung eines heimischen WLAN-Routers darf bestimmte Werte nicht überschreiten. Was unsere Gesundheit schonen soll, beschränkt gleichzeitig die Empfangsqualität hinter dicken Wänden oder in entfernten Räumen. Das müsst ihr im Hinterkopf behalten, wenn ihr euer WLAN verstärken wollt. Die tatsächliche Sendeleistung lässt sich so nicht vergrößern. Trotzdem kann man die WLAN-Reichweite erhöhen und wir verraten euch, wie das geht.

Unser Video erklärt, wie ihr euer WLAN optimieren könnt:

Wie funktioniert WLAN und wie kann ich meins optimieren? – TECHfacts #1.

Tipps: Das WLAN-Signal verstärken

Wenn ihr nach Möglichkeit überall eine hohe WLAN-Sendeleistung haben wollt, um etwa Filme in HD zu streamen, könnt ihr einiges unternehmen. Teilweise genügen dazu Router-Einstellungen, aber unter Umständen kommt ihr um einen neuen Router nicht herum.

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  • Testet in euren Router-Einstellungen, ob auch die volle WLAN-Sendeleistung eingestellt Einige Router bieten die Option, die Sendeleistung zu reduzieren, um beispielsweise die Reichweite absichtlich zu beschränken. Dadurch wird das Abhören der Kanäle schwieriger gemacht.

So könnt ihr das WLAN-Signal außerdem wirklich verstärken:

  • Richtantennen können tatsächlich zu einer zielgerichteten, echten Anhebung der Sendeleistung führen und dafür sorgen, dass ihr das Signal an entferntere Empfänger schicken könnt.
  • Die Platzierung des Routers ist ebenfalls wichtig. Stellt ihn möglichst hoch und freistehend auf. Nicht unterm Schrank, sondern darauf.
  • Geräte mit „Eigenstrahlung“, wie etwa Mikrowellengeräte und Schnurlos-Telefone können die WLAN-Signale stören. Vermeidet die Nähe solcher Geräte.
  • Metallflächen können die WLAN-Reichweite ebenfalls beschränken. Stellt die Router nicht direkt neben PC-Gehäusen oder Metallschränken auf.
  • Vermeidet Kanal-Konkurrenz! Es gibt in jedem Frequenzbereich nur eine beschränkte Anzahl von Kanälen und ihr könnt in der Regel im Router einstellen, auf welchem Kanal gesendet wird. Stellt fest, welche Kanäle in eurem Umfeld schon belegt sind und weicht auf einen freien aus.
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Aktive WLAN-Verstärkung und Erhöhung der Reichweite

Direkt neben dem Router habt ihr ein starkes WLAN-Signal von 100 Prozent. Zwei Räume weiter sind es vielleicht nur noch 30 Prozent und eine Etage höher kaum noch 10 Prozent. So kann man nicht arbeiten!

Das Ausgangssignal am Router könnt ihr nicht verstärken. Dafür aber das Signal im anderen Raum. Ihr könnt WLAN-Repeater einsetzen und so die Reichweite erhöhen. Hier zeigen wir euch, wie ihr einen Fritzrepeater von AVM einrichtet. Dazu stellt ihr die kleinen Geräte auf der Strecke zwischen Router und den anderen Räumen auf und verbindet sie mit eurem Netz. Der Repeater empfängt das WLAN-Signal, verstärkt es und reicht es weiter. Auf diese Weite könnt ihr auch in großen Wohnungen oder zum Beispiel im Garten ein starkes WLAN-Signal haben.

Allerdings haben die WLAN-Repeater auch den Nachteil, dass sie sich gewissermaßen eine Leitung für  die Verbindung in beide Richtung teilen müssen, wodurch sich die mögliche Übertragungsgeschwindigkeit halbiert. Ergebnis: Das WLAN ist stark – aber langsamer. Um das zu verhindern, könnt ihr stattdessen auf ein „Mesh-WLAN“ setzen. Dabei werden in der Wohnung kleine Übertragungsstationen strategisch verteilt, die ein eigenes Funknetz aufbauen und sich alle miteinander verbinden. Das ergibt eine nahezu lückenlose Netzabdeckung bei voller Geschwindigkeit. Außerdem gibt es auch keine Netzabrisse beim Wechsel von einem Raum zum anderen.

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Eine weitere Möglichkeit sind „Powerline-WLAN-Adapter“. Dabei wird ein kleines Gerät in eine Steckdose neben dem Router gesteckt und über ein Kabel mit diesem verbunden. Weitere Geräte verteilt man auf andere Steckdosen im Haus. Über die Stromleitung wird das Netzwerksignal übertragen und an den Endpunkten bieten die Geräte einen WLAN-Zugang.

Wie nutzt ihr das Internet? (Umfrage)

Meine Mutter hat zwar schon ewig Internet, googelte früher aber so gut wie nie. Ich hingegen nutze das Internet zu 70 % zum Googlen. Andere zocken lieber über die DSL-Leitung online. Wenn das Internet mal ausfällt, fragt man sich, was man nun eigentlich am Computer machen soll… Wie sieht das bei euch aus? Beantwortet unser kurzes Quiz und lasst euch die Ergebnisse der anderen anzeigen!

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Marco Kratzenberg
Marco Kratzenberg, GIGA-Experte für Windows, Software, Internetrecht & Computersicherheit.

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