Praxistipp: Mit einem WLAN-Verstärker das Netz erweitern

Marco Kratzenberg

Jedes WLAN hat seine Grenzen. Im Garten funktioniert es nur noch schwach und auch auf anderen Etagen lässt die Verbindung zu wünschen übrig. Hier kann ein WLAN-Verstärker helfen. Wir erklären, wie man geeignete WLAN-Repeater einrichten kann.

Praxistipp: Mit einem WLAN-Verstärker das Netz erweitern

Irgendwie kann man jedes WLAN-Netz erweitern. Manche der Methoden sind sehr einfach und funktionieren auf Knopfdruck - den geeigneten WLAN-Verstärker vorausgesetzt. Andere Methoden setzen verschiedene Netzwerk-Konfigurationen und unter Umständen sogar Umwege und Bastelei voraus. Aber generell kann das jeder!

WLAN-Verstärker ins Netz bringen: WLAN-Repeater mit WPS

Das Kürzel WPS steht für „Wi-Fi Protected Setup“ und ist die leichteste sichere Methode, um alle möglichen Geräte in ein WLAN zu bringen. Allerdings müssen dazu sowohl der Router, als auch das Fremdgerät diese Möglichkeit der Identifikation unterstützen. Ist das der Fall, drückt man an beiden Geräten den WPS-Knopf und muss dann nur noch bis zu einer Minute warten, bis beide Geräte eine Verbindung zueinander hergestellt haben.

Das funktioniert auch mit einem WLAN-Verstärker. Verschiedene Firmen bieten ihre WLAN-Repeater an, die in der Regel alle auch über eine WPS-Taste verfügen. So einen Repeater ins WLAN-Netz zu bringen, ist in der Regel ein Kinderspiel. Vorausgesetzt, dass diese Funktion am Router vorhanden und aktiviert ist, reichen dazu zwei Tastenklicks.

Meist bestehen diese WLAN-Verstärker nur aus einem Stromstecker, einer eingebauten Antenne, etwas Elektronik und LEDs. Man steckt sie dort, wo man mehr WLAN-Leistung benötigt, in die Steckdose. Anschließend muss man am Router und am WLAN-Repeater den WPS-Knopf drücken, woraufhin zumeist bei beiden eine LED anfängt zu blinken. Sobald man „grünes Licht“ hat, ist die Verbindung hergestellt, was man auch am deutlich stärkeren WLAN-Ausschlag auf dem Handy oder einem anderen Gerät sieht.

Wenn diese Methode nicht klappt, oder der Router überhaupt keine WPS-Autorisierung zulässt, können solche Geräte häufig auch durch eine direkte LAN-Kabelverbindung oder ein integriertes Setup-Menü einrichten.

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WLAN Passwort auslesen: Schritt für Schritt.

WLAN-Verstärker selbst gemacht: Einen Router als WLAN-Repeater einrichten

Viele Router unterstützen die Option, entweder als Repeater eingesetzt zu werden, oder einen Repeater einzubinden. Seit allerdings die oben beschriebenen WLAN-Verstärker mit dem WPS-Button immer verbreiteter sind, verzichten einige Hersteller wieder auf diese Option. So kann an beispielsweise den aktuellen Router Speedport W 912 V der Telekom nicht mehr mit Routern oder speziellen Repeatern verbinden, die diese Methode nicht bieten. So ist es auch nicht möglich, ein generelles Rezept zu präsentieren, mit dem man jeden Router als WLAN-Repeater einsetzen kann.

Verschiedene Methoden bieten sich an, wenn man es trotzdem versuchen will. Beispielsweise kann man den „älteren Router“ in seinem Menü als „Access-Point“ konfigurieren und ihn dann mit einem Kabel mit dem Hauptrouter verbinden. Das macht allerdings nur Sinn, wenn man bereits entsprechende Kabel über längere Strecken verlegt hat. Alternativ gibt es die Möglichkeit, den Hauptrouter mit einer dieser sogenannten Power-LAN-Steckdosen zu verbinden. Dabei wird das Netzwerk zwischen zwei Steckern hergestellt, die sich im Haus im selben Stromnetz befinden. Der Netzwerkverkehr wird über die Stromkabel geleitet. Die andere Seite dieser Verbindung steckt man in dem Raum ein, wo ein WLAN-Verstärker zum Einsatz kommen soll. Und dort kann man dann wieder einen Router als Repeater anschließen, auf dessen WLAN man zugreifen kann. Das Problem bei dieser Verbindung ist, dass man im Haus keine einheitlicher Router-kennung (SSID) hat. Man muss sich also in der Nähe des Verstärkers noch einmal anmelden.

Wichtiger Tipp:

Auch wenn bei der WPS-Methode ein großer Wert auf die Verbindungssicherheit gelegt wurde, ist es nicht absolut sicher. Mit einem Brute-Force-Angriff gelingt es mittlerweile schon innerhalb einiger Stunden, einen Zugang ins Netz zu finden. Es wird daher empfohlen, dass man die WPS-Option im Router nur bei Bedarf aktiviert, die Verbindung herstellt und sie danach wieder ausschaltet.

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