WPA2 CCMP: Ist das besser als WPA+WPA2 und WEP? Einfach erklärt

Robert Schanze

In euren Router-Einstellungen (Fritzbox) findet ihr die Verschlüsselungsmethode WPA2 CCMP. Wir erklären hier, was das ist, ob es besser als WPA+WPA2 und WEP ist und ob ihr den Modus benutzen solltet.

Netzwerk Tipps.

WPA2 CCMP: Was ist das?

In den Fritzbox- beziehungsweise Router-Einstellungen findet ihr meistens im Punkt Sicherheit die WLAN-Verschlüsselung mit dem Eintrag „WPA2 CCMP“.

WPA2 CCMP: Was ist das und sollte man es einstellen?
WPA2 CCMP: Was ist das und sollte man es einstellen?
  • WPA2 ist ein Sicherheitsstandard für Funknetzwerke (WLAN).
  • CCMP ist das zugehörige, genutzte Protokoll. Es steht für „Counter Mode with Cipher Block Chaining Message Authentication Code Protocol“. Dahinter verbergen sich verschiedene kryptographischen Algorithmen zur Verschlüsselung der Daten. CCMP basiert auf dem sogenannten Advanced Encryption Standard (AES).
  • WPA2 CCMP bedeutet also, dass das Protokoll CCMP genutzt wird, um die WLAN-Funksignale zu verschlüsseln, damit Unbefugte nicht auf die Daten zugreifen können. So oder so ist es WPA2 und derzeit eine der sichersten Verschlüsselungsmethoden, die es für WLAN-Netzwerke gibt.

Wichtig: Ein WLAN-Router mit WPA2 CCMP als Verschlüsselung und deaktiviertem WPS gilt als sehr sicher.

Bilderstrecke starten
3 Bilder
WLAN Passwort auslesen: Schritt für Schritt.

Ist WPA2 CCMP besser als WPA+WPA2 und WEP?

Kurz gesagt: Ja. Sofern ihr an eurem Router die Option habt, diesen Sicherheitsstandard zu nutzen, solltet ihr es auch tun. Es gibt allerdings Ausnahmen und einiges zu beachten:

  • Fritzboxen nutzen den Modus „WPA2 CCMP“.
  • Speedports verschlüsseln in AES.
  • In Repeatern lassen sich ebenfalls unterschiedliche Verschlüsselungsmodi einstellen.

Wenn ihr Repeater oder unterschiedliche Router-Modelle im Netzwerk nutzt, kann es zu Problemen kommen, wenn in den Geräten jeweils verschiedene Verschlüsselungstechniken eingestellt sind. Versucht also einen einheitlichen Modus zu finden:

  • WPA gilt ebenfalls als sicher.
  • WPA+WPA2 bedeutet nur, dass euer Router automatisch WPA nutzt, wenn eines eurer Netzwerk-Geräte kein WPA2 unterstützt. Alle anderen Geräte nutzen dann WPA2.
  • Ihr könnt also auch WPA+WPA2 nutzen, wenn eure Geräte Probleme haben, sich mit dem WLAN zu verbinden.
  • WEP lässt sich hingegen sehr einfach knacken und abhören und sollte daher NICHT genutzt werden.

Info: Wie schnell und wie sicher welcher Verschlüsselungsstandard ist, erfahrt ihr hier: WLAN verschlüsseln (die sichersten Methoden).

Grundsätzlich ist standardmäßig bei allen aktuellen Routern WPA2 voreingestellt. Sofern ihr die Konfiguration also nicht geändert habt, solltet ihr auf der sicheren Seite sein. Wir empfehlen aber dennoch in den Router-Einstellungen zu prüfen, ob WPA2 eingestellt ist. Im schlimmsten Fall ist gar keine Verschlüsselung eingestellt.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA TECH

* Werbung