WLAN verschlüsseln (die sichersten Methoden) – so geht's

Robert Schanze

Wer einen Router hat, sollte auch die richtige WLAN-Verschlüsselung des Heimnetzes einstellen, damit kein Außenstehender auf Internet, Netzwerk oder Dateien zugreifen kann. Wir zeigen, wie das geht und welche der Methoden WEP, WPA, WPA2, TKIP, AES und CCMP am sichersten sind.

WLAN: 2,4 oder 5 GHz? Welches Frequenzband ist besser?

WLAN verschlüsseln

Die WLAN-Verschlüsselung stellt ihr im Router-Menü ein. Wir erklären das am Beispiel einer Fritzbox, es funktioniert aber analog auch bei anderen Routern wie dem Speedport.

  1. Öffnet die Benutzeroberfläche der Fritzbox im Browser.
  2. Wechselt links auf den Menüpunkt WLAN, Sicherheit.
  3. Im Tab Verschlüsselung solltet ihr oben unbedingt WPA-Verschlüsselung eingestellt haben. Ansonsten können Unbefugte und Außenstehende auf euer WLAN-Netzwerk zugreifen und euren Internetzugang mitnutzen, sowie Dateien abgreifen und auf Dateien und Geräte in eurem Netzwerk zugreifen.
  4. Darunter stellt ihr im Dropdown-Menü beim WPA-Modus den Eintrag WPA2 (CCMP) ein.
  5. Darunter vergebt ihr einen Netzwerkschlüssel, sofern noch nicht geschehen. Das ist das Passwort, mit dem sich andere Geräte über euer WLAN mit dem Internet verbinden können. Ihr solltet ein sicheres Passwort verwenden, da mit ihm die Sicherheit eures WLAN steht und fällt.
  6. Bestätigt die Einstellungen mit dem Button Übernehmen am Ende der Seite.

Ihr könnt noch Folgendes tun, um das WLAN-Netz weiter abzusichern:

Bilderstrecke starten
3 Bilder
WLAN Passwort auslesen: Schritt für Schritt.

WLAN-Verschlüsselung: WEP, WPA & WPA2 erklärt

Das bedeuten die verschiedenen WLAN-Methoden zur Verschlüsselung:

Verschlüsselung Sicherheit Erklärung
WPA2 (CCMP) Hoch Grundsätzlich solltet ihr immer diesen Modus nutzen als Verschlüsselung, da er am neuesten und sichersten ist. Wenn einige WLAN-Geräte damit nicht funktionieren, bleibt noch der nächste Modus.
WPA + WPA2 Hoch Diesen Modus solltet ihr auswählen, wenn eure WLAN-Geräte nur WPA (TKIP) unterstützen. Dann wird der Router für diese Geräte WPA nutzen und für alle anderen das bessere WPA2.
WPA (TKIP) Hoch Dies ist ein veralteter Verschlüsselungsmodus, den ihr auch nutzen könnt. Ihr solltet ihn mit einem sicheren und nicht zu kurzen WLAN-Passwort nutzen.
WEP Gering Dies ist eine sehr unsichere und bereits gehackte Methode. Sie wird in vielen Routern daher gar nicht mehr angezeigt.
Unverschlüsselt Keine Ihr solltet immer eine Verschlüsselung des WLAN-Netzwerks einstellen und keinesfalls „unverschlüsselt“ nutzen.

Was bedeutet TKIP?

  • Bedeutet ausgeschrieben Temporal Key Integrity Protocol.
  • Wird von WPA genutzt.
  • Nachteil: WLAN-Geschwindigkeit ist auf 54 Mbit/s beschränkt (6,75 MB pro Sekunde).

Was bedeutet CCMP und AES?

  • Steht für Counter Mode with Cipher Block Chaining Message Authentication Code Protocol und basiert auf AES (Advanced Encryption Standard).
  • CCMP (und auch AES) wird von WPA2 verwendet.
  • Vorteil: WLAN-Geschwindigkeiten von mehr als 150 Mbit/s sind möglich (> 18,75 MB pro Sekunde).

Standardmäßig sind Router auf die bestmögliche Verschlüsselungsmethode eingestellt. In den meisten Fällen ist das WPA2. Ihr müsst dann meistens nur noch ein eigenes Passwort einstellen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA TECH

  • Switch-Pro-Controller und Joy-Cons am PC & Smartphone nutzen – so geht's

    Switch-Pro-Controller und Joy-Cons am PC & Smartphone nutzen – so geht's

    Die Nintendo Switch hat mit dem Pro-Controller ein exzellentes Gamepad und mit den Joy-Cons sind einfachere Games und Multiplayer-Sessions im äußerst kompakten Format möglich. Da Nintendo bei der Switch-Peripherie auf ein Standard Bluetooth-Protokoll setzt, kann man die Controller aber auch problemlos mit dem PC oder Smartphone verbinden. Wie das genau funktioniert, zeigen wir euch hier.
    Thomas Kolkmann
  • 3 Monitore anschließen und nutzen – so geht’s

    3 Monitore anschließen und nutzen – so geht’s

    Wenn ihr 3 Monitore an einem Computer anschließen wollt, habt ihr dazu verschiedene Möglichkeiten. Ihr könnt das sogar machen, ohne eine weitere Grafikkarte einbauen zu müssen – selbst an einem Laptop. Wie erklären euch, wie das geht und wie ihr euren Rechner einstellen müsst.
    Marco Kratzenberg
* gesponsorter Link