Was ist ein Server? Was ist ein Client? – Erklärung für Laien & Profis

Robert Schanze

Ein Server ist doch das Ding im Internet, oder? – Naja, so ungefähr. Wir erklären für Laien und Profis, was ein Server eigentlich ist, und was man damit im Internet machen kann.

Was ist ein Server?

Irgendwann kommen Menschen in ihrer digitalen Laufbahn mit dem Begriff Server „in Verbindung“ – Haha, welch geschickter Wortwitz. Aber was genau ist ein Server eigentlich, was tut er im Internet? Und was haben die sogenannten Clients damit zu tun?

Was ist ein Server?

Ein Server ist im ursprünglichen Sinn erstmal ein Computer. Das muss heutzutage kein großer Schrank mehr sein – bis zum Rand vollgestopft mit irgendwelchen Hardware-Komponenten. Was er genau tut, kann man hervorragend an seiner Bezeichnung erahnen: Server stammt von dem englischen Verb (to) serve, was „jemanden bedienen“ bedeutet.

Ein Server kann entweder nur in einem geschlossen (Unternehmens-)Netzwerk arbeiten oder auch über das Internet erreichbar sein. Streng genommen ist er dann sogar ein Teil des Internets:

Ein Server muss heute kein großer Schrank mehr sein. Es gibt sie in groß und klein. Geräte-Bildquelle: Lenovo / Synology
Ein Server muss heute kein großer Schrank mehr sein. Es gibt sie in groß und klein. Geräte-Bildquelle: Lenovo / Synology.

Ein Server ist quasi eine Anlaufstelle im Netzwerk oder Internet, die viele Anfragen annehmen, weiterleiten und beantworten muss. Damit er das bewältigen kann, ist er seiner Aufgabe entsprechend mit leistungsstarker Hardware ausgestattet. Die erwähnten Anfragen kommen übrigens von den sogenannten Clients (Erklärung siehe unten).

Es gibt verschiedene Arten von Servern, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen:

  • Webserver – z.B. Apache. Auf ihm sind Webseiten gespeichert, siehe auch HTTP.
  • Datei-Server – z.B. WebDAV, Samba oder FTP, siehe: FTP-Server einrichten.
  • Drucker-Server – nimmt Druckaufträge entgegen und leitet sie weiter an den Drucker.
  • E-Mail-Server – z.b. IMAP/POP- und SMTP-Server.
  • Datenbank-Server – z.B. MySQL
  • VPN-Server – geschlossene, verschlüsselte (Fern-)Verbindung auf ein (Privat-)Netzwerk, siehe: Was ist VPN?
  • Proxyserver – dient z.B. dazu, die eigene IP-Adresse zu verschleiern, um anonym im Internet zu sein.
  • Sonstige Server – z.B. Dedizierte

Auch für Privatanwender ist es heute sehr einfach einen eigenen Server zu nutzen. Ein NAS-Server beispielsweise ist so klein wie ein Schuhkarton und kann durch Software-Pakete mehrere Server-Aufgaben gleichzeitig übernehmen. Dann fungiert er beispielsweise als Datei-, Web-, E-Mail und Cloud-Server.

Wichtig: Die hier gewählte Veranschaulichung ist stark vereinfacht, um das Grundprinzip beider Systeme zu verstehen. Im Grunde kann jeder Client zu einem Server werden, wenn darauf entsprechende Software installiert wird. Auch kann ein Server Client-Anfragen über das Internet tätigen.

Was ist ein Client?

Ein Server bedient die Clients. Das Wort Client kommt ebenfalls aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Klientoder „Kunde.

Ein Beispiel:

  1. Wenn ihr eine Webseite öffnen wollt, dann sendet euer PC oder Mobilgerät (als Client) seine IP-Adresse an den zuständigen Webserver und die Anfrage „Hey, ich hätte gern die Webseite“.
  2. Der Server antwortet dann und übermittelt die gewünschten Daten.
  3. Die Webseite öffnet sich in eurem Browser.
  4. Wenn zuviele Clients gleichzeitig viele Anfragen an einen Server schicken, ist der Server ausgelastet. Von Angreifern wird so etwas erzwungen, was man dann DDoS-Attacke nennt.

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