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Handyvertrag trotz Schufa: Diese Möglichkeiten gibt es

© Getty Images / AaronAmat
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Beim Versuch, einen Handyvertrag abzuschließen, wird in der Regel die Bonität über eine Schufa-Abfrage geprüft. Gibt es hier negative Einträge, kann der Vertrag abgelehnt werden. Ist ein Handyvertrag trotz Schufa möglich?

Mit der Schufa-Abfrage kann der Mobilfunkanbieter schnell erfahren, wie zahlungsfähig ein potentieller Kunde in der Vergangenheit war. So sichert sich der Anbieter ab, dass möglicherweise Zahlungen ausbleiben. Trotz eines Schufa-Eintrags ist der Weg zum Handyvertrag aber nicht gleich verwehrt. Auch wenn die Suche nach Verträgen mit guten Flaggschiff-Smartphones und viel Datenvolumen oft schwierig ist, sollte man nicht sofort das erstbeste Angebot wahrnehmen, sondern sich gründlich über entsprechende Anbieter informieren.

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Bekommt man einen Handyvertrag trotz negativer Schufa?

Grundsätzlich ist es nicht verboten, einen Handyvertrag trotz Schufa abzuschließen. Ein einzelner negativer Eintrag muss auch nicht gleich bedeuten, dass man auf jeden Fall abgelehnt wird. Es gibt keine Grenzwerte für Schufa-Scores, ab denen man keinen Handyvertrag mehr bekommt. Anbieter schauen aber genau auf die Zahlungshistorie, um mögliche Probleme innerhalb einer Laufzeit auszuschließen. So findet ihr euren Score heraus:

Im Netz stößt man auf einige Angebote, die einen Mobilfunkvertrag mit Smartphone auch bei vorhandenen Schufa-Einträgen versprechen. Solche Angebote sollte man aber gründlich prüfen, um nicht in einer Kostenfalle zu landen. Oft lassen sich solche Online-Anbieter die entsprechenden Verträge gut bezahlen, wodurch man weitaus mehr bezahlt als bei einer gleichen Handy-Tarif-Kombination ohne Schufa-Eintrag. Liegt ein negativer Schufa-Eintrag vor und möchte man trotzdem einen Handyvertrag erhalten, steigert man so die Chancen:

  • Allgemein gilt, je teurer das Smartphone und/oder der monatliche Handytarif, umso gründlicher wird die Bonität geprüft. Bei Tarifen mit einem aktuellen iPhone oder anderen Top-Smartphones ist die Wahrscheinlichkeit also höher, dass man abgelehnt wird.
  • Auch wenn bereits andere Handyverträge mit Laufzeit auf euren Namen laufen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, einen weiteren Vertrag zu bekommen.
  • Gut stehen die Chancen hingegen, wenn man einen SIM-only-Vertrag aussucht, also einen Handytarif ohne Smartphone. Solche Angebote findet man inzwischen bei allen größeren und kleineren Mobilfunkanbietern (SIM-only-Tarife bei Telekom ansehen). Dabei gibt es oft auch Tarife mit viel Datenvolumen, die man trotz Schufa-Eintrag buchen kann.
  • Allgemein gilt aber, je kleiner das Datenvolumen, umso niedriger auch der monatliche Grundpreis. Je günstiger der Tarif, umso wahrscheinlicher ist es, dass ihr den Vertrag bekommt. Das gilt auch für monatlich kündbare Tarife.
  • Beispiele für solche Anbieter mit entsprechenden Tarifen sind unter anderem Deinhandy, PremiumSIM oder Winsim.
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  • Anbieter gehen unterschiedlich streng bei der Prüfung vor. Berichten zufolge wird eine Zahlungshistorie vor allem bei den Platzhirschen unter den Anbietern wie Telekom und Vodafone besonders gründlich angeschaut. Mit einem Schufa-Eintrag ist die Wahrscheinlichkeit hier also höher, dass die Vertragsanfrage abgelehnt wird.
  • Anbieter wie 1&1 oder Otelo sollen hingegen hin und wieder ein Auge zudrücken und Verträge trotz Schufa-Eintrag genehmigen.
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  • Handyverträge mit Kaution werden in der Regel nur in Filialen und vor Ort verhandelt. Online findet man dazu nur selten Angebote. Dabei bezahlt man beim Vertragsabschluss wie zum Beispiel auch bei einem Mietvertrag eine festgelegte Summe als Sicherheit, die zum Vertragsende wieder zurückerstattet wird.
  • Allgemein gibt es keine Regel, ob ihr einen Vertrag bekommt oder nicht. Neben der Schufa-Prüfung werden andere Daten beim Vertragsabschluss geprüft, etwa euer monatliches Einkommen. Ob ein Vertrag genehmigt wird oder nicht, hängt nicht nur von einem Punkt, sondern vom Komplettpaket des potentiellen Vertragsinhabers ab.

Tipp: Sucht ihr ein gutes Smartphone, bekommt aber kein Neugerät zum Vertrag, gibt es aktuelle Modelle oft auch günstig als „B-Ware“ oder „Refurbished“-Geräte. Dabei handelt es sich zwar nicht um Neuware, aber meist um Geräte, die gründlich geprüft und nur kurz von anderen benutzt wurden. Auch Ausstellungsstücke und Retourenware werden oft als „B-Ware“ verkauft.

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Handyvertrag trotz Schufa: Weitere Tipps

Tipp: Wenn ihr abgelehnt wurdet, kontaktiert den Kunden-Support des Anbieters. Manchmal lässt sich die Entscheidung im persönlichen Gespräch revidieren oder man bekommt ein alternatives, ähnliches Vertragsangebot. Gute Chancen habt ihr auch, wenn euer Festnetz- und Internetanbieter gleichzeitig Mobilfunkverträge im Angebot hat und ihr den Internetvertrag bislang regelmäßig gezahlt habt. Das ist zum Beispiel bei 1&1 der Fall. Auch wenn ihr bereits früher bei diesem Anbieter wart oder bei einer Tochterfirma einen Handyvertrag habt oder hattet, steigen die Chancen auf einen positiven Vertragsabschluss. So gehören etwa Telekom und Congstar sowie o2 und Blau.de zusammen.

Auf der sicheren Seite seid ihr, wenn ihr euch nicht für einen Laufzeitvertrag, sondern ein Prepaid-Angebot entscheidet. Hier bindet man sich nicht für bis zu 2 Jahre an einen Anbieter, sondern kann den Tarif flexibel nutzen. Bezahlt wird monatlich, das Prepaid-Guthaben muss dabei manuell aufgeladen werden. Alternativ kann das auch automatisch über eine Abbuchung von einem Konto geschehen, damit man keine Aufladung vergisst. Kann nicht abgebucht werden, gerät man nicht automatisch in einen Zahlungsverzug, stattdessen wird der Handytarif einfach pausiert.

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Vodafone bietet im eigenen Webangebot einige „Handyverträge ohne Bonitätsprüfung“ an. Dabei handelt es sich nicht um Laufzeitverträge, sondern um die Callya-Tarife, die zum Prepaid-Bereich gehören. Auch hier bezahlt ihr also regelmäßig alle 4 Wochen und pausiert den Tarif, wenn nicht gezahlt wird.

Anbieter wie Freenet-Flex und Fraenk bieten monatlich kündbare Tarife an, die man direkt per Paypal bezahlen kann. Es muss also kein Bankkonto angegeben werden.

Handyvertrag über jemand anderen abschließen?

Als mögliche Alternative bietet sich natürlich je nach Bekanntenkreis auch die Möglichkeit, einen Handyvertrag über jemand anderen abzuschließen, der eine saubere „Schufa-Weste“ hat. Hierzu braucht es aber natürlich viel Vertrauen und einen guten Draht zur entsprechenden Person. Nicht umsonst heißt es schließlich in einem Sprichwort: „Bei Geld hört die Freundschaft auf“. Beachtet auch, dass es nicht ohne Weiteres möglich ist, eine bestehende Rufnummer auf einen Vertrag mit einem anderen Namen zu übertragen. Diesen Weg solltet ihr also lediglich als eine der letzten Optionen wählen, einen Handyvertrag abzuschließen.

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