Für die einen ist es nur ein Ding mehr, das unbenutzt in der Küche herumsteht. Für die anderen ist es ein unverzichtbares Utensil, das täglich zum Einsatz kommt: der Standmixer. Wer auf den Geschmack von Smoothies gekommen ist, erfährt hier von GIGA, welche Modelle sich lohnen und worauf man beim Kauf achten muss.

Neudeutsch werden kleine Standmixer gerne „Smoothie-Maker“ genannt. Kein Wunder, schließlich kommen viele der kleineren Geräte ausschließlich zum Zubereiten der gesunden Obst- und Gemüsedrinks zum Einsatz. Das Mixgefäß ist meist so gestaltet, dass es zugleich als Trinkgefäß dienen kann. Doch auch Hochleistungsmixer, die mehr als 1000 Watt leisten, eignen sich zum Häckseln von Äpfel, Bananen, Khaki, Ingwer, Eiswürfel & Co – teilweise sogar noch wesentlich besser. Hier kommen empfehlenswerte Testsieger:

Die besten Smoothie-Mixer 2020: Alle Testsieger im Überblick

Platzierung Produkt Preis Angebot
Preis-Leistungs-Tipp Standmixer Philips HR3655/00 Avance Collection ca. 135 Euro bei Amazon
Stiftung-Warentest-Sieger Smoothie-Mixer WMF Kult X Mix&Go ca. 30 Euro bei Otto
Stiftung-Warentest-Sieger Hochleistungsmixer Vitamix Professional Series 750 ca. 900 Euro über Idealo

Preis-Leistungs-Tipp: Philips HR3655 Avance Collection

Philips HR3655/00 Standmixer

Philips HR3655/00 Standmixer

Vorteile:

  • Leistungsstark
  • Gut im Zerstoßen von Eis
  • Flaschen zum Mixen & Trinken im Lieferumfang

Nachteile:

  • Arbeitsgeschwindigkeit nur durchschnittlich

35.000 Umdrehungen in der Minute laut Hersteller und ein 1.400-Watt-Motor: Der Philips HR3655 Avance Collection zählt trotz des deutlich günstigeren Preises ebenfalls in die Kategorie „Hochleistungsmixer“. Drei Voreinstellungen startet man per Knopfdruck: Pulse-, Ice-Crush- und Smoothiefunktion. Zudem kann man über das Drehrad stufenlos die Umdrehungsgeschwindigkeit einstellen. Dem ETM Testmagazin fiel unter anderem die Mixleistung beim Zerstoßen von Eis positiv auf, die Autoren haben den Philips HR3655 zum Testsieger erkoren.

Einen kleinen „Vorgeschmack“ auf leckere Smoothies gibt das offizielle Video von Philips zum HR3655:

Philips Hochleistungsmixer HR3655 für Smoothies (Herstellervideo)

Philips merkt an, dass das Messer des HR3655 zur leichteren Reinigung abnehmbar ist. Zudem können manche Teile in die Spülmaschine gesteckt werden. Praktisch: Im Lieferumfang sind neben der 1,8-Liter-Kanne zwei Kunststoffflaschen mit je 0,6 Litern Fassungsvermögen enthalten. So kann man sich wie bei einem kleinen Standmixer das Getränk direkt in der Falsche zum mitnehmen zubereiten.

Testsieger bei Stiftung Warentest: WMF Kult X Mix&Go

WMF Kult X Mix & Go Smoothie-Maker

WMF Kult X Mix & Go Smoothie-Maker

Vorteile:

  • Bereitet Obst- und Gemüsedrinks sehr gut zu
  • Einfache Handhabung

Nachteile:

  • Leistung nur für Obst- und Gemüsedrinks geeignet

Der WMF Kult X Mix&Go ist der Publikumsliebling, in der Bestsellerliste bei Amazon findet man ihn stets auf den oberen Plätzen. Mit einem schicken Alugehäuse, 300 Watt Leistung und je nach Set einem oder mehreren Gefäßen hat der Smoothie-Maker schon viele Käufer überzeugt. Und auch die Stiftung Warentest: Drei Modelle erreichten im Test 10/2016 die Note 1,9, darunter auch der WMF Kult X Mix&Go. Weitere Mixer dieser Klasse erhielten nur eine 4,0 – weil sie im Dauertest versagten.

Ein 4-flügliges Edelstahlmesser püriert bei dem kleinen Standmixer von WMF das Obst und Gemüse für Smoothies und Säfte. Den Messeraufsatz des Gefäßes kann man gegen einen Trinkdeckel austauschen und so einfach mitnehmen. Laut Hersteller schafft der Mix&Go auch Nüsse und Eiswürfel für Crushed Ice. Generell, für ein sauberes Ergebnis, empfehlen wir für Nüsse und gehäckselte Obstkerne aber einen Hochleistungsmixer (siehe folgend).

Testsieger Hochleistungsmixer: Vitamix Professional Series 750

Vitamix Professional Series 750 Standmixer

Vitamix Professional Series 750 Standmixer

Vorteile:

  • Bereitet Obst- und Gemüsedrinks sehr gut zu
  • Leistungsstark
  • Gut im Zerstoßen von Eis und Nüssen

Nachteile:

Für schwere Aufgaben gibt es Hochleistungsmixer wie den Vitamix Professional Series 750. Mit der höheren Drehzahl des Messers und seinen 1400 Watt kann man damit nicht nur Smoothies herstellen, sondern laut Hersteller auch Mandelmilch, Pesto, Frozen Yoghurt, Crushed Ice, Babybrei, gehäckseltes Wurzelgemüse und ähnliches. Denn mit seinen Leistung bekommt er – das bescheinigt Stiftung Warentest – selbst Himbeerkerne und Nüsse klein. Im Test bekam er die Note 2,2 und führt damit die Kategorie der Hochleistungsmixer an. Leistung, die kostet – und für einen höheren Energieverbrauch sorgt.

Beste Smoothie-Maker: So wurde getestet und ausgewählt

Wie gut zerkleinern und mischen Standmixer die Zutaten? An welchen scheitern sie? Das ist im Test eines Standmixers die wichtigste Frage.

So gewichtete die Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2016) die Teilnote „Zubereitungen“ in der Endnote mit 40 Prozent. Hierfür untersuchten sie unterschiedliche Getränke, aber auch Pfannkuchenteig, Suppe, Babybrei, Nussmus und Eiswürfel. Weitere Teilnoten:

  • Handhabung
  • Haltbarkeit (1.250 Zyklen)
  • Umwelt und Gesundheit (Geräusch, Energieverbrauch im Standby, Schadstoffe)
  • Sicherheit

Auch bei dem ETM Testmagazin (Ausgabe 10/2019, z. B. über Readly lesbar) ging neben Mixergebnis die Handhabung, der Stromverbrauch und die Lautstärke in die Note ein.

Weitere Auswahlkriterien für diese Zusammenfassung: Eigene Erfahrungen des Autors sowie aktuelle Bestsellerlisten der großen Onlinehändler.

Smoothie-Maker: Das sollte man außerdem wissen

Welchen Smoothie-Mixer sollte man kaufen?

Für einen Obstmix zum Beispiel mit Apfel und Banane reicht ein einfaches Modell, ein kleiner Standmixer. Die Handhabung ist gut, weil das Mixgefäß gleichzeitig als Trinkgefäß dient. Zudem sind sie ungefährlicher, da bei den Standardkonzepten keine Möglichkeit besteht, in ein drehendes Messer zu fassen.

Wer Nüsse oder Wurzelgewächse wie Ingwer in seinen Getränken verwenden will, sollte dagegen einen leistungsfähigen Standmixer besitzen. Die Ergebnisse sind besser und die Geräte häckseln zum Teil sogar Himbeer- oder Wassermelonenkerne klein – Eiswürfel sowieso. Ein Vorteil an Hochleistungsmixern ist, dass sie sich vielseitiger einsetzen lassen können. Je nach Modell schaffen sie selbst die Zutaten für Kartoffelsuppe, Pesto, Pfannkuchenteig und Mayonnaise. Da sie deutlich teurer sind, lohnen sie sich nur bei häufiger Nutzung. Zudem verbrauchen Hochleistungsmixer mehr Energie und sind meist lauter.

Mixer: Die beliebtesten Modelle bei Amazon

Smoothie selber machen – wie geht das?

Ein Smoothie ist meist recht simpel gemacht: Früchte und/oder Gemüse schälen, in Stücke schneiden und mit etwas Wasser ab in den Mixer. Je nach Zutaten hat man nach rund einer halben Minute im Gerät sein fertiges Getränk.

Buch: 365 Smoothies, Powerdrinks & Co.

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Für die Zutaten gilt: Erlaubt ist, was schmeckt. Ich starte sehr gerne mit einer reifen (notfalls auch überreifen) Banane, sie sorgt für ein cremiges Getränk. Hinzu kommen zum Beispiel drei Erdbeeren oder etwas Mango. Obstklassiker sind zudem Apfel, Ananas, Pfirsich und Kiwi. Im Winter können ein paar tiefgefrorene Beeren für Variationen sorgen.

An Gemüse und Kräutern eignet sich unter anderem Kopfsalat, Karotten, Koriander und Basilikum. Die Vielfalt hört hier aber noch lange nicht auf: Milch und Kokosnusswasser finden sich ebenso in Smoothie-Rezepten wie Nüsse, Ingwer, Tofu und Müsli. Das Getränk wird so zum leckeren Frühstücksersatz. Da kann man sich fast schon die dritten Zähne sparen.

Smoothie-Maker und Mixer entsorgen: Wohin damit?

Smoothie-Maker und Mixer sind Elektrokleingeräte und dürfen nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden. Sie gehören zum Wertstoffhof oder können bei Händlern abgegeben werden.

Mehr dazu in unserem Video:

Wohin mit alten Geräten? – Elektronik richtig entsorgen!

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Sebastian Trepesch
Sebastian Trepesch, GIGA-Experte für Apple-Produkte und -Software, Fotografie, weitere Technikprodukte.

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