Der wohl bekannteste Morsecode ist das Seenotruf-Zeichen SOS, welches aus drei kurzen, drei langen und wieder drei kurzen Signalen besteht. 

Den ersten Schreibtelegrafen mit dem man morsen konnte, entwickelte Samuel Morse im Jahre 1833. Der erste Code besaß allerdings nur 10 Ziffern (0-9) und musste anhand einer Tabelle mit Buchstaben in Wörter übersetzt werden. Doch was ist das Morsen überhaupt, wo wird es benutzt und wie funktioniert es? Das erklären wir euch hier.

Ein Lernheft über Morsecode aus dem frühen 19. Jahrhundert

Was ist ein Morsecode?

Das Morsen ist eine Kommunikationsform mittels akustischer oder visueller Signale. Dabei werden Buchstaben, Zahlen und Zeichen, welche sich in verschiedenen Kombinationen aus langen und kurzen Signalen zusammen setzen mittels elektrischem Impuls, mechanisch, als Ton oder Licht übertragen.

Woher stammt das Morsealphabet?

Nachdem Samuel Morse den zu Anfang noch recht umständlichen Tabellen-Code entwickelt hatte, machte sich um 1838 Alfred Lewis Vail, ein Ingenieur und Mitarbeiter Morses, daran den ersten Code, der neben den Zahlen auch Buchstaben umfasste zu entwickeln. So war es möglich komplexere Nachrichten zu übermitteln. Das erste richtige Morsealphabet, welches über 100 Jahre bis in die 1960er im Einsatz war. Im laufe der Zeit wurde dann diese Form der Kommunikation durch die Einführung von Fernschreibern aus den Telegrafennetzen verdrängt.

Wo wird das Morsealphabet heute noch genutzt?

Eigentlich findet man das Morsen heutzutage nur noch in der Luft- und Schifffahrt, im Amateurfunk und zu Unterrichtszwecken der Fernmeldetechnik. 

Interessantes:
Anlässlich seines 160-Jährigen Geburtstages im Mai 2004 bekam das Morsealphabet das @ - Zeichen von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU). Die war bereits das zweite Update. Das erste war die Unterscheidung zwischen „Klammer auf“ und „Klammer zu“ ungefähr 40 Jahre zuvor.

Die Morsezeichen in der Übersicht:

Aktuelles Internationales Morsealphabet

Wie funktioniert die Morse Sprache?

Zur bildlichen Veranschaulichung werden Punkte ( · ) für einen kurzen Ton, Striche ( - ) für einen langen Ton und Leerzeichen für eine Pause genutzt. Sprachlich gebraucht man dabei die Sprechsilben di(t) ( · ) und dah ( - ), wobei man zur flüssigen Aussprache innerhalb von Zeichen di und am Zeichenende dit nutzt. 

So würde GIGA.de geschrieben und gesprochen werden.

Die Geschwindigkeit, mit der gesendet werden kann, wird durch die Länge eines Dit bestimmt. Es dient als Basiswert aller anderen Zeiteinheiten:

  1. Ein Dah hat eine Länge von 3 Dit.
  2. Die Länge einer Pause beträgt:
  • 1 Dit zwischen zwei Symbolen,
  • 3 Dit zwischen Buchstaben innerhalb eines Wortes
  • 7 Dit zwischen Wörtern

Weißt du, wofür diese alltäglichen Dinge gedacht sind?

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