Ein fester Bestandteil der Popmusik und ein Mysterium für diejenigen, die noch keinen Kontakt mit ihnen hatten. Was Synthesizer eigentlich sind, erklären wir euch hier auf GIGA.

Synthesizer sind elektronische Musikinstrumente. Ihren Namen haben sie von der Klangsynthese, also der "Herstellung" von Tönen durch elektrische Umformung der Schwingungen. Als Vorläufer können elektrische Instrumente wie das kontaktlos gespielte Theremin gelten.

Populär wurden Synthesizer ab den 1960er-Jahren, als die ersten "Synthies" der Firma Moog experimentellen Einsatz in der Musik fanden. Es dauerte aber noch zehn bis zwanzig Jahre, bis Synthesizer elementarer Bestandteil der Popmusik wurden.

Nicht nur in der Musik findet der Synthesizer seinen Platz. Kennt ihr schon diese Synthesizer App?

Bestandteile eines Synthesizers

Ursprünglich verwendeten Synthesizer nur die subtraktive Methode zur Klangerzeugung. Dabei wird eine Schwingung erzeugt, umgeformt und dann verstärkt. Jeder Synthesizer besteht aus diesen drei Teilen:

  • Voltage Controlled Oscillator (VCO): Eine Oszillatorschaltung, die eine Schwingung erzeugt. Die Spannung (Voltage) beeinflusst die Frequenz und damit die Tonhöhe.
  • Voltage Controlled Filter (VCF): Der Filter sorgt dafür, dass bestimmte Schwingungen passieren und andere nicht. So können beispielsweise hohe und tiefe Teile abgeschnitten werden, um nur einen einzelnen Ton, ohne Ober- und Untertöne zu erhalten. Dadurch lassen sich ganze Oktaven nachbilden.
  • Voltage Controlled Amplifier (VCA): Schließlich wird das erzeugte Signal verstärkt und an einen Lautsprecher übergeben, wo es als Ton hörbar ist. Der Verstärker (Amplifier) hat auch Einfluss auf die Dynamik des Tons.

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Bauarten von Synthesizern

Synthesizer können noch weitere Elemente besitzen, zum Beispiel Rauschgeneratoren oder Klangeffekte. Sie können oft nur einen Ton gleichzeitig spielen (Monofonie) oder teurere auch mehrere gleichzeitig (Polyfonie). Da die analogen Schaltungen mit der Zeit komplexer wurden, verwendeten die Hersteller bald andere Möglichkeiten der Klangsynthese.

Heute werden in günstigen Synthesizern Klänge nicht mehr in analogen Schaltungen generiert, sondern beim Hersteller aufgenommen und in Mikrochips gespeichert - daraus entwickelten sich die Keyboards.

Synthesizer gibt es heute in zwei Bauformen:

  • Modulare Systeme sind Kästen mit einer Stromversorgung und Steckleisten. In ihnen können einzelne Module, die oft nur eine einzelne Spezialfunktion in der Signalkette erfüllen, beliebig verbaut und miteinander verschaltet werden. Diese Systeme sind individuell zusammensetzbar, aber auch teuer.
  • Als andere Bauform hat sich ein geschlossenes Gehäuse durchgesetzt, das manchmal mit einer Klaviertastatur über eine oder mehrere Oktaven ausgestattet ist. Diese Synthesizer bekommt ihr auch für relativ wenig Geld und sie sind der ideale Einstieg in die Welt der elektronischen Musik.

Synthesizer gibt es in vielen Musikstücken, doch wie hört ihr diese?

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