XML ist eine erweiterbare Auszeichnungssprache, die in Textform dargestellt wird. Wie XML-Dateien aussehen und wie ihr sie bearbeiten könnt, erfahrt ihr auf GIGA.

XML steht für EXtensible Markup Language oder zu deutsch erweiterbare Beschreibungssprache. Beschreibungssprachen sind spezielle Programmiersprachen, mit denen Daten und deren Beziehung zueinander beschrieben werden. Das Besondere an XML ist der Zusatz „Erweiterbar", das heißt, dass die Sprache für eigene Anforderungen angepasst werden kann. Wichtige XML-Erweiterungen sind unter anderem AIML, SVG und RSS.

Wenn ihr auf der Suche nach einem guten Editor für Programmiersprachen seid, solltet ihr euch Notepad++ anschauen. Warum erfahrt ihr in unserem Video:

XML: Technologien, Grundlagen, Validierung, Auswertung
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XML-Dateien öffnen – so geht's 

Um XML-Dateien zu lesen und zu bearbeiten, benötigt ihr keine spezielle Software. Ihr könnt die Dateien ganz einfach mit eurem Textverarbeitungsprogramm öffnen und verändern. Geht dabei wie folgt vor:

  1. Klickt mit der rechten Maustaste auf die XML-Datei, die ihr öffnen möchtet.
  2. Wählt „Öffnen mit" aus.
  3. Wählt aus der Liste der empfohlenen Programme euer Textverarbeitungsprogramm.

Wenn ihr häufiger mit XML-Dateien arbeitet, empfiehlt sich die Verwendung eines XML-Editors. Diese Programme kontrollieren bei der Eingabe, ob ihr die XML-Regeln einhaltet und bieten zumeist Syntax-Highlighting und automatische Vervollständigung an. Unsere absolute Empfehlung ist dabei Notepad++. Der kostenlose Text-Editor unterstützt neben XML noch zahlreiche andere Programmiersprachen und ist für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar.

XML-Dateien haben die Endung .xml. Bei euch werden die Dateiendungen nicht angezeigt? Kein Problem, in unserer Bilderstrecke zeigen wir euch, wie ihr die Anzeige der Dateiendungen bei Windows aktiviert:

Aufbau einer XML-Datei

XML ist sehr nah mit HTML verwandt, deshalb sehen beide Sprachen auch sehr ähnlich aus. Genau wie HTML besteht auch XML aus einer Deklaration und sogenannten Tags. Die Deklaration gibt an, dass es sich bei den Daten um XML handelt. Bei einer normalen XML-Datei sieht sie folgendermaßen aus: < ?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"? >.  Das wirklich Wichtige sind jedoch die Tags. Dabei handelt es sich um die Elementnamen. Sie stehen zwischen spitzen Klammern und schließen den jeweiligen Inhalt ein. Während die Elementnamen in HTML genau festgelegt sind, könnt ihr sie in XML frei vergeben. Die üblichen XML-Tags sind:

  • Normaler Tag: < name > Inhalt < /name >
  • Verschachtelter Tag: < oberlement > < unterlement > Inhalt  < /unterlement > < /oberlement >
  • Leerer Tag: < name />
  • Tag mit Attribut: < name farbe="rot" > Inhalt < /name >

Für die korrekte Darstellung wurden hier zusätzliche Leerzeichen eingefügt. 

Jeder Tag kann unbegrenzt viele unterschiedliche Inhalte (Text, Zahlen, weitere Tags etc.) haben. Angeordnet ist das Ganze in einer Baumstruktur. Ausgehend von der Wurzel, bilden die Tags dabei einzelne Zweige, woraus am Ende der Datenbaum entsteht. Da die Dateien daher schnell sehr groß und unübersichtlich werden können, solltet ihr euren Code auskommentieren. Beim Erstellen von Kommentaren gelten dieselben Regeln wie bei HTML-Dateien. Wie das genau geht, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengetragen.

Eine einfache XML-Datei (© Florian Tritsch)

XML-Editoren gibt es als kommerzielle Software und als Open-Source. Was nutzt ihr lieber?

Open-Source vs. kommerzielle Software – was nutzt ihr?

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